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Unmittelbare Marathonvorbereitung

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 29.09.2015

Dort dauert das Vorbereitungstraining in der Tat 12 Wochen, wobei die ersten 4 Wochen aber grundsätzlich erst einmal dazu dienen, den/die Trainierende(n) auf das nötige Leistungsniveau zu heben.

Was denkst du, was passieren würde, wenn wir diesen vierwöchigen Aufbau vor der direkten Marathonvorbereitung nicht hätten? Es würden einige Amnesty International anrufen wegen körperlicher und seelischer Folter.

Wenn jemand viermal in der Woche zehn bis 15 Kilometer am Tag läuft und dann ohne weitere Vorbereitung in einen Marathonvorbereitungsplan hineingeworfen wird. Da würden einige aber wirklich weinen, wenn ich ihnen 35 Kilometer Dauerlauf und oder 15 Kilometer Tempodauerlauf vor die Nase setze.

So wirst du verstehen, dass wir die Marathonläufer nicht ins kalte Wasser werfen wollen. Denn weiterhin können wir, im Gegensatz zu den individuellen Plänen im Greif-Club, bei denen die aktuelle Leistungsfähigkeit abgefragt wird, nicht wissen, von welchem Niveau jemand mit dieser Vorbereitung beginnt.

Sind die Leistungsvoraussetzungen niedrig, dann sind schon die 4-Planeinführungswochen in der Regel zu intensiv für den Starter.

Das hat zur Folge, dass eine Form schnell erreicht wird, diese aber wie oben beschrieben zum Zeitpunkt des Marathons schon wieder fällt!

Darum warne ich immer wieder: "Countdown und heißer Ofen sind Hauruckpläne mit einem Gefährdungspotential, besonders für weniger erfahrene Marathonläufer(innen).

Bitte merke dir nicht die wichtige Regel: Je intensiver du mit einem Training beginnst, desto schneller steigt deine Form an, fällt aber in gleichem Maße auch wieder schnell ab!

Besser ist, eine Form mit ruhigen Läufen im extensiven Bereich und einigen aufbauenden Tempoläufen vorzubereiten und dann 8 Wochen (inklusive Taperingphase) knallhart zu trainieren.

Im Greif-Club schalten wir den Jahresplänen vor der harten 8-Wochen-Herbst-Trainings-Phase eine vierwöchige Regeneration vor, um uns von der Frühjahrssaison zu erholen.

Ich kann nur warnen: Grundsätzlich unterscheidet sich eine Marathonvorbereitung für einen Herbsthöhepunkt von der des Frühjahrs.

Im Frühjahr wird auch schon weit vor den 8-Vorbereitungswochen Tempo gemacht. Dieses dient aber dazu, nach dem Winter die Form langsam nach oben zu bringen.

Zu Anfang des Winters laufen wir innerhalb der Greif-Club-Jahres-Trainingspläne ein deutlich niedriges Trainingstempo, um anschließend in den Monaten Januar, Februar und März das Tempo kontinuierlich nach oben zu ziehen. Im April wird dann der Leistungshöhepunkt erreicht und reicht bis in den Juni hinein.

Du wirst dich fragen, warum diese Form solange im Gegensatz zu der Herbstform anhält. Das ist eigentlich schon oben beschrieben. Peitscht du deine Form möglichst schnell nach oben, wird diese nicht lange andauern.

Im Gegensatz dazu steht der ruhige Aufbau im Winter. Ich sollte dich aber klar davor warnen, dass du die Idee entwickelst, dass wir im Winter spazieren gehen.

Mitnichten! Oft genug machen uns die Wetterbedingungen zu schaffen. Aber wir gehen trotzdem raus, im Gegensatz zu den Marshmallow-Joggern. Die auf dem Sofa bleiben, mit ihrer Angst sich im Regen und Schnee aufzulösen. ;-)

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