Anmelden | Registrieren |   0 Artikel 0.00 €
0
Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Teil 2: Mängel in der Marathonvorbereitung = Tränen vor dem Ziel

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 11.04.2017

Einen weiteren Kardinalfehler kannst du machen, mit einem durch äußere Umstände erzwungenen Wettkampf. Ich nenne das immer ein "da muss ich laufen"-Rennen. Das sind dann meist irgendwelche Mannschafts-Wettkämpfe oder auch Volksläufe im heimischen Ort.

Da entsteht dann von außen ein kaum zu bremsender Druck auf dich, obwohl dieser Wettkampf überhaupt nicht in deine Marathonvorbereitung passt. Ich kann dir nur raten, diese Dinge abzulehnen und auch einen Streit mit den Kameraden anzunehmen.

Du musst dich Monate für den Formaufbau hin zu den 42,2 km quälen und dann sollst du alles riskieren, vielleicht für eine Kreismeisterschaft.

Bleibe bei diesen Forderungen hart. Du kannst diese Art von kleinen Rennen das ganze Jahr über laufen, aber Marathons gehen in der Regel nur zwei Stück im Jahr.

Ablehnen solltest du einen Halbmarathon zwei Wochen vor dem Marathon. Der Grund ist, dass du vor dem HM einige Tage dein Training herunterschrauben musst. Nach dem gelaufenen 21,1 km Rennen musst du dich aber auch wieder ein paar Tage erholen.

Hast du diese hinter dir, dann bist du schon mitten in der Taperphase für den Marathon. Das heißt zusammengefasst, du beginnst schon drei Wochen vor dem wichtigsten Wettkampf auf gezielt zu trainieren.

Der Trainer und Fachjournalist Manfred Steffny empfiehlt einen 10 km Wettkampf direkt eine Woche vor dem Marathon.

Das ist in seinem Trainingssystem machbar, weil er nicht, wie bei uns, mit den sich ständig verlängernden Endbeschleunigungen auf der 35 km Runde arbeitet.

Und von diesen sehr harten Endbeschleunigungen müssen wir uns erholen und da kann auch solch ein kurzer Wettkampf, wie die 10 km, deine Chancen deutlich herunterschrauben.

Wenn ich meine eigene Geschichte betrachte, dann musste ich auch aus Mannschaftsgründen oft noch einen "kurzen" Wettkampf vor dem Marathon laufen. Nachgerechnet waren diese 42,2 km-Rennen immer etwa 3 Minuten schlechter als die sauber vorbereiteten.

So kann ich dir nur raten, etwas egoistisch zu sein und an dich selber zu denken. Denn du kannst nicht unendlich viele Marathons in diesem Leben laufen.

Zurück zum Seitenanfang