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Leistungsverbesserung über Gewichtsreduzierung ist leichter als über Training, Teil 1

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 16.08.2016

Es geht hier nicht um das letzte Gramm, sondern um die paar kg Fett, die du zu viel auf den Rippen hast. Und du weißt genau wo die sitzen. Und die kommen jetzt runter, nicht mehr und nicht weniger. Und wie sollst du das machen?

Ganz einfach: Nur ein kleines bisschen weniger essen als dein Körper braucht. Und mehr Eiweiß und weniger Kohlenhydrate. Es geht hier nicht um hungern, sondern um regelmäßige Mahlzeiten, die du beendest bevor du ganz satt bist.

Das ist nicht einfach, sondern schmerzhaft und unangenehm. Aber es wirkt 100-%-ig. Ich mache das seit Jahrzehnten und es klappt immer. Ende Juli stelle ich mich auf die Waage. Stürze vor Schreck von ihr herunter, schäme mich 5 min, rappele mich wieder auf und entwerfe den Schlachtplan.

1. schränke ich meine Nahrungsaufnahme ein und 2. trainiere ich mehr und 3. beklebe ich meine Weinflaschen im Keller mit einem Totenkopf. Und dann geht es los. Es wird jede Mahlzeit gegessen, aber kurz vor dem vollständigen Sättigungsgefühl aufgehört. Das stellt sich später ein. Mein Training verlängere ich wie und wo es geht.

Dann passiert folgendes: 1 - 2 Tage geht es gut mit dem Training und weniger essen. Dann wird es furchtbar, deine Speicher werden immer leerer und du kannst kein gewohntes Tempo mehr halten. Deine Atemfrequenz erhöht sich deutlich. Eine Folge der Abkehr vom Kohlenhydrat- hin zum Fettstoffwechsel.

Und das ist schon der Punkt, an dem die meisten dieses Verfahren abbrechen. Das nicht mehr erreichbare gewohnte Trainingstempo zwingt dem unerfahrenen Läufer wieder die Kalorien rein und pflegt das Hüftgold.

Das Trainingstempo ist der Fetisch des Läufers, wenn das nicht mehr erreicht werden kann, dann bricht seine Welt zusammen. Da reicht oft schon eine verkorkste Tempoeinheit.

Im Gegensatz dazu der erfahrene Läufer. Der weiß ganz genau: Wenn ich schon bei niedrigem Tempo hechele und pfeife, dann bin ich auf dem rechten Weg. Mein Körper verbrennt Fett. Und das ist unangenehm, besonders dann, wenn sich deine "Holgers" über dich lustig machen, weil du keinen Berg mehr hochkommst.

Dafür kannst du aber abends auf die Waage schauen und sehen wie dein Fett 100 g-weise schwindet. Aber du musst lange leiden. Erst nach 10 - 14 Tagen kommt die Leichtigkeit und Kraft zurück. Und nach 3 Wochen fliegst du über Berge, Felder und "Holgers". Das sind die schönsten Momente in deinem Läuferleben. Du bist wie ausgewechselt.

Jetzt kannst du deutlich schneller trainieren und deine Wettkämpfe sitzen auf Anhieb. Du hast 3 Wochen Hunger und Leid für monatelange Freude und Glück eingetauscht. Und mehr Essen kannst du auch wieder. Du brauchst dazu nur zwei Sachen: Willen und Disziplin.

Vielleicht wirst du denken, der Peter Greif ist doch ein Spinner, das klappt doch niemals. Das ich ein Spinner bin, weiß jeder, aber trotzdem klappt Gewichtsreduzierung und Leistungsverbesserung innerhalb von 3 Wochen.

Und du solltest wissen, dass es Menschen gibt, die höchstwahrscheinlich keine Spinner sind, aber solche Dinge wie oben beschrieben erklären können, in dem sie sich dem "Hungertraining" von einer anderen Seite nähern. Weiteres zu diesem Thema in der nächsten Woche mit dem Newsletter vom 23.08.2016 in Teil 2.

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