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Endbeschleunigung im Marathontraining, falsch? Teil 2

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 09.08.2016

Während Marathonvorbereitung mit Endbeschleunigungen bleibt so ein Taumel aber oft aus. Im Gegenteil, es kommt oft zu ganz unangenehmen Begleiterscheinungen. Man läuft los und hat einfach Blei in den Beinen und an eine Endbeschleunigung, ist gar nicht zu denken. Aber was dann?

Einfach nur durchlaufen, so langsam du auch willst. Wenn es gar nicht geht, aufgeben und nach Hause laufen. Kämpfe nicht gegen diese Schwäche an, gib ihr nach, gönne deinem Körper Schonung. Er wird es dir in der nächsten Woche danken. Denn dann rollen deine Füße wieder als wäre nichts gewesen.

Erfahrungsgemäß kommen solche Zustände ein- bis zweimal in der Marathonvorbereitung vor. Man sollte dann aber die verpasste Endbeschleunigung als absolviert notieren und am kommenden Wochenende die nächste planmäßige Einheit laufen.

Und noch einen Rat möchte ich dir geben: Zwar wird auf den 35 km durch die Endbeschleunigung die Gesamtzeit im Verlaufe der Vorbereitung immer schneller, aber dies sollte mit dem Krafteinsatz auf den letzten Kilometern erkauft werden und nicht mit denen davor.

Immer wieder erhalte ich Mails von Clubmitgliedern, die begeistert schreiben, dass sie nun schon an 4 Wochenenden hintereinander neue Rekorde auf ihrer Langen Runde aufgestellt haben. Teilweise jeweils um 5 - 10 min schneller.

Es wird dabei dann sofort klar, dass sie diese nicht im Endbeschleunigungsbereich eingespart haben können, sondern sie sind gleich vom Anfang an losgebrettert wie Bolle in Richtung Büffet.

Leider, leider berichten dann die gleichen Personen nach dem Marathon: "Ich weiß gar nicht was los war, nichts ging. Ich hatte so eine Super-Vorbereitung, ein Rekord nach dem anderen und jetzt das."

Ja, das Versagen, welches zu erwarten war. Wer in der Marathonvorbereitung ständig die gesamte Lange Runde auf einem hohen Leistungsniveau läuft, wie zum Beispiel im intensiven Dauerlaufbereich um die 80% vom Höchstpuls, der verbrennt seine Kraft im eigenem Ofen.

Man muss innerhalb so eines Trainings zwar ab und zu schnell laufen, wer es aber ständig tut, der überfordert sich.

Darum rate ich dir, setze deine Fähigkeiten gezielt ein. Vermeide ständige "Keulerei", lasse dich in der Gruppe nicht wiederholt zu hohem Tempo provozieren und schone dich nicht bei der Endbeschleunigung. Dein neuer persönlicher Rekord wird es dir danken.

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