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Leistungsverbesserung über Gewichtsreduzierung ist leichter als über Training, Teil 2

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 23.08.2016

Das Erklärungsmuster sieht folgendermaßen aus: Die relativ gering trainierten Teilnehmer reagieren auf die ungewohnten Trainingsreize mit einer deutlichen Vergrößerung der Mitochondrien.

Das hat zur Folge, dass diese nun in der Lage sind vermehrt Energie zu liefern. Die dichte Folge der Trainingsreize verhindert, dass sich die Mitochondrien wieder zurückbilden. Sie bleiben insgesamt auf einem vorher nie gekannten Leistungsniveau.

Obwohl in einem solchen Trainingsurlaub tüchtig gegessen - und auch getrunken - wird, nehmen viele der Läufer(innen) ab. Manche gehen mit einer ziemlich spitzen Nase nach Hause. Sie haben sich somit auch unterkalorisch ernährt und werden auch von der oben beschriebenen Aktivierung des NAMPT-Gens profitiert haben.

Ich muss aber hier hinzufügen, dass diese läuferischen Höhenflüge auch ihre Folgen haben. In der zweiten Woche eines solchen Trainingsurlaubs gehen die schwächeren Läufer(innen) so langsam "in die Knie".

Sie lassen dann die eine oder die andere Tempoeinheit aus, kommen aber dennoch in der Regel gut durch und laufen den abschließenden 35 km-Lauf ebenso in der Regel schneller als den ersten.

Nur wenn sie dann nach Hause kommen, wird es ganz schrecklich. Sie fallen in die von mir so getaufte "Nachtrainingslager-Depression".

Das bedeutet: Sich 10 Tage lang furchtbar fühlen und dann auch noch den Spott und Hohn der Kameraden ertragen zu müssen, die es ja schon vorher wussten, dass das nicht gut gehen kann. Dazu kommen dann die Zweifel, ob man sich nicht übertrainiert hat.

Und danach platzt die Bombe! 10 - 14 Tage nach dem Ende des Trainingsurlaubs kommt es zu einem Leistungs-Höhenflug. Es werden danach oft Traumzeiten gelaufen.

Nun hat die oben beschriebene Aktivierung des NAMPT-Gens mit der nachfolgenden Vergrößerung der Mitochondrien eine Antwort darauf gegeben.

Jetzt kann ich mir auch plötzliche Leistungssprünge von anderen Athleten(innen) erklären. Wir hatten zum Beispiel bei uns im Verein eine Läuferin, die aus beruflichen Gründen sehr unregelmäßig trainieren konnte.

Es konnte schon einmal vorkommen, dass sie einige Monate ganz aussetzen musste und dann natürlich zunahm. Wenn sie dann wieder anfing, achtete sie darauf weniger zu essen und quälte sich fürchterlich im Training.

Man konnte manchmal gar nicht hinschauen. Aber dieses Elend dauerte nicht lange und wie vom Himmel gesandt, bekam sie regelmäßig einen Formstoß und rannte wieder wie ein Hase. Und das war nicht der Zeitpunkt, an dem sie schon ihr Wettkampfgewicht erreicht hatte.

Wenn man sich Spitzenläufer ansieht, dann machen praktisch alle einen unterernährten Eindruck. Es erscheint logisch, dass auch sie von der Aktivierung der Mitochondrien profitieren. Besonders Frauen mit ihrem natürlichen stärkeren Unterhautfett können dieses nur verlieren, wenn sie weniger essen als sie benötigen.

Überlege es dir ganz genau, ob du den Mumm hast 2 - 3 Wochen zu leiden, um dann zu erheblichen Leistungsaufschwüngen abzuheben. Oder ob du es vorziehst, lieber das schöne satte Gefühl einer vollständigen Mahlzeit im Bauch zu haben, welches sich mit Bier oder Wein noch rauschhaft verstärken lässt. Was aber nun bekannterweise nicht lange anhält.

Ich bin ganz sicher, dass du die 1. Version vorziehst und es dir selbst und deiner Umgebung einmal zeigst, was du kannst. Ich gehe deinen Weg mit.

Unser Motto soll sein: "Wech" mit Bauch und "Lovehandels" (= engl. Fettrolle rund um den Bauch zum Festhalten innerhalb bestimmter Aktionen. ;-)

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