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Du kannst lernen im Marathon nicht einzubrechen!

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 24.05.2016

Mit hoher Sicherheit betrachten diese Läufer und Läuferinnen das Körpergewicht negativer, als das mit getragene Gewicht in Form von Flaschen und anderen Behältern.

Wie du siehst, ist das optimieren des Gewichts alles andere als leicht. Ich werde einmal versuchen, wie man als durchschnittlicher Läufer lernen kann, einen Marathon ohne Energiezufuhr und geringer Wasseraufnahme erfolgreich zu bestreiten.

Es ist unbestritten, dass du einen Marathon leichter durchlaufen kannst, wenn du unterwegs an jeder Verpflegungsstelle ein energiereiches Getränk zu dir nimmst. Wenn du das im Training machst, wirkt das ebenso possitiv auf dein Gefühl.

Aber dir wird es nie gelingen so deinen Fettstoffwechsel zu aktivieren, der dir hilft bis zum Zieleinlauf genügend Energie zu haben. So macht es die Weltelite und auch die guten Marathonläufer und Marathonläuferinnen hier in Deutschland.

Aber der Weg allein schon im Training ist hart und schmerzhaft. Wenn du versuchst auf deiner 35 Kilometer Runde in einem flotten Tempo zu laufen und dabei auf energiereiche Getränke zu verzichten, dann kannst du das heulende Elend kennen lernen.

Wer es jemals erlebt hat, bei Kilometer 25 so langsam in die Knie zu gehen, noch zehn Kilometer laufen zu müssen und kein Getränk oder auch Gel bei sich zu haben, der wird solch einen Tag nicht vergessen.

Mir selbst ist es einmal passiert, dass ich bei Kilometer 20 völlig leer war. Leider lag zwischen mir 300 Höhenmeter und 15 Kilometer, um an die Töpfe zu kommen. Ich will das hier nicht ausbreiten, aber schließlich und endlich bin ich mit dem Zug nach Hause gefahren.

Du kannst alle diese unangenehmen Dinge aus dem Wege gehen, wenn du lernst allein mit deinem Fettstoffwechsel zu arbeiten.

Aber wie geht das? Bei deinem nächsten 35-er nimmst du einen halben Liter energiereiches Getränk mit dir. du betrachtest dieses als eine Notreserve.

Wenn du nun einen Einbruch unterwegs hast, dann läufst du so lange weiter, bis du das Gefühl hast gleich stehen bleiben zu müssen.

(Unter uns: Du musst dir schon von diesem Zeitpunkt an das gespaltene Ding aufreißen!)

Du trinkst dann - und nicht früher - einen Viertelliter aus einer Flasche, mehr nicht. Du wirst dann in der Regel wieder leichter laufen können.

So nimmst du dein altes Tempo wieder auf und trinkst erst wieder ein paar Schlucke, wenn du abermals das Gefühl hast gleich zusammen zu klappen.

So wirst du meist auch laufenderweise nach Hause kommen. Wenn das nicht so ist, dann musst du beim nächsten Mal etwas mehr Getränk mit dir nehmen. So lernst du, bei welchem Tempo und nach welcher Streckenlänge du deine Getränkewaffe einsetzen musst.

Jetzt kommt es: Beim nächsten 35-er musst du auf jeden Fall den ersten Getränkeeinsatz später einsetzen, als beim ersten Mal.

Beispiel: Wenn dir erstmals bei km 23 die Kraft ausgegangen ist und du getrunken hast, dann trinkst du beim nächsten Mal erst bei km 26.

Da musst du durch: Egal ob dir das Gebiss klappert, die Tränen laufen und heiße Haßgefühle auf den "Greif" durch dein Gehirn schwallen.

Du musst gegen dich selbst kämpfen. Dein Organismus dreht fast durch und schaltet auf höchste Not. Er holt seine Energie jetzt aus allen Ecken, hauptsächlich aus den Fettspeichern, von denen er immer genug hat. Und das ist genau das, was du willst!

Wenn du dieses Programm ernsthaft, dauerhaft und mit hartem Einsatz durchführst, dann wirst du nach drei- bis viermaligen Wiederholungen ohne Energiezuführung deine 35 km durchlaufen können.

Du gehörst dann zur Willenselite und wirst sehen, dass du auch im Wettkampf ohne Gel und anderen "Klebstoff" in das Ziel schweben kannst.

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