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So, jetzt stelle ich mein Leben komplett um!

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 17.02.2015

Die neuen Greifclub Mitglieder haben diesen Hintergrund meist auch nicht und von denen werde ich nun auch besonders oft mit traurigen Berichten angeschrieben: "Ich bin nach jeder Trainingseinheit sehr angestrengt und schaffe auch die lange Einheit am Wochenende nicht."

Andere bitten mich in Ihrem Plan, die lange Einheit von 35 bzw. 25 Kilometern zu verkürzen, weil sie das erleben, was wir früher, wie oben beschrieben, auch immer wieder erlitten.

Ich ging dieser Bitte natürlich nach, aber richtig ist dieses Vorgehen in Hinsicht auf die körperliche Entwicklung nicht. Du wirst dich Fragen warum. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Wenn du dem dreiwöchigen "Quälzeitraum" ausweichst, dann dehnst du diesen mindestens auf das Doppelte, meist auch das Dreifache aus.

Das wirkt sich natürlich auf deinen Leistungsfortschritt aus. Deine körperliche Entwicklung in Richtung verbesserter Leistung wird verlangsamt, im Gegensatz zu den dreiwöchigen Quälzeitraum.

Natürlich ist es so, dass viele Neulinge, die bisher ein lockeres Spaßtraining betrieben, es besonders schwer haben die Vorgaben im Plan zu erfüllen. Einige schreiben mir dann, dass es ihnen absolut unmöglich ist 35 Kilometer in einem durchzulaufen.

In unseren Plänen schicken wir die Mitglieder natürlich nicht gleich auf solch eine lange Strecke wie die 35 Kilometer, sondern wir beginnen Anfang Dezember mit 23 Kilometern und steigern Wochenweise auf 26, 29, 32, 35 km. D.h. im Weihnachtszeitraum gibt es den größten Stress.

Nun kommen aber genauso noch eine große Anzahl von Läufer und Läuferinnen, die jetzt noch bei uns eintreten, aber schon im Frühjahr einen Marathon laufen möchten. Bei denen können wir nicht so moderat Vorgehen, sondern aufgrund der mangelnden Zeit muss die Steigerung in jeder Woche deutlich umfangreicher sein.

Das ist natürlich bitter, aber dennoch schaffen es die meisten. Einige andere aber schreiben mir dann doch, dass es ihnen nicht möglich ist die geforderten langen Strecken durchzulaufen. Wenn es dir auch so geht, dann scheue dich vor Gehpausen nicht. Diese Gehpausen müssen aber strukturiert sein. Sonst geht dein Lauftraining ins Wandern über.

Wenn es dir ähnlich geht, dann solltest du dir vorher ein Schema anlegen. Du weißt ungefähr auf welchem Streckenabschnitt der langen Runde, dir so langsam die Puste ausgeht. Du planst genau an diesem Punkt eine Gehpause von einer Minute ein (und keine Sekunde länger!). Danach musst du mit dir selber handeln.

Ich schlage dir vor, nach der Gehpause sofort weiterzulaufen und zwei Kilometer weiter wieder eine Gehpause einzulegen. Es gibt aber zwei andere Möglichkeiten, indem du entweder nur einen oder drei Kilometer läufst, bevor du wieder für eine Minute zu gehen anfängst.

Plane dein Verhalten vorher und lobe dir etwas Gutes aus, wenn du diesen Plan einhältst. Auf der anderen Seite solltest du dir aber auch etwas Gutes versagen. Um es gleich vorauszuschicken: Wind, Regen und Kälte gelten nicht als Ausrede für dauerhaftes Wandern.

Dazu gehört natürlich auch die Zufuhr von Kohlenhydraten, denn sonst wird es einfach zu schwierig für die Trainierenden. In der nächsten Woche gehe ich auf dieses Thema noch einmal ein.

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