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Formkrise selbst gemacht!

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 01.03.2016

Wer nun nicht den richtigen Berater oder Trainingsplan hat, der wird langsam verzweifeln und nicht mehr an sein Talent glauben. Nur wenn dieser Mensch bereit ist, seine Anfängererfahrungen zu den Akten zu legen und sich in ein strukturiertes Training zu begeben, kommt er dann wirklich wieder weiter.

Das ist dann der Punkt, an dem sich intelligente Leute an mich wenden und sich einen Trainingsplan bestellen. Praktisch ohne Ausnahme erzielen diese Läufer(innen) dann schon meist nach 2 Monaten strukturierten Trainings neue Bestzeiten. Die immer wieder von Erstaunen begleitet sind: "Das hätte ich nicht für möglich gehalten!"

Wie ist nun aber mit einer Formschwäche zu verfahren? Du denkst jetzt vielleicht: "Ich werde noch härter trainieren, ich komme heraus aus diesem Loch." Ja, du kommst heraus aus dem Loch, aber nur mit dem Gegenteil. Du wirst nur wieder zu Kräften kommen, wenn du deine Trainingsintensität senkst.

Deine 35 km hältst du weiter bei, streichst aber die Endbeschleunigungen, auch wenn sich alles in dir dagegen wehrt, weil du doch so gute Erfahrungen damit gemacht hast. Du kommst nicht aus der Formschwäche heraus, wenn du deinem Organismus solch einen starken Reiz anbietest.

Du wirst bemerken, dass du nach 1,5 Wochen Ruhe plötzlich wieder Lust hast, schneller zu rennen. Wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist, gehe zurück in deinen Plan und absolviere dein gewohntes Vorbereitungsprogramm.

Hast du nun aber die Schwäche schon mehr als einen Monat am Hals, dann brauchst du längere Zeit zur Erholung. Dann musst du dich halt eine Woche mehr im ruhigen Dauerlauftempo bewegen. In der Regel sollte diese Phase etwa halb so lange dauern, wie die Zeit mit den unbefriedigenden Trainingsresultaten.

Auf eines sollte ich dich noch hinweisen: Als Formschwäche in dem hier beschriebenen Sinne gilt nicht eine Leistungsschwäche, die durch Trainingsausfall begründet ist. In dieser Zeit oft durch Erkrankung oder Verletzung verursacht. Hier hilft nur ein intensives und umfangreiches Training wieder auf die Beine.

Besonders die Umfangserhöhung bringt sicheren Erfolg. Einen Tag Training mehr in der Woche und die Steigerung der Wochen-km um 25% wirken Wunder. Du setzt dich dabei eventuell einer Verletzungsgefahr aus, aber das musst du eingehen oder auf eine gute Leistung verzichten.

Nur mache um Himmelswillen in diesem Fall nicht den Fehler, den so viele begehen: Hierbei wird versucht, die verlorene Zeit oder Form durch hartes Training bis kurz vor den Wettkampf zu kompensieren. Dieses "dicht herantrainieren" endet fast ohne Ausnahmen speziell vor einem Marathon mit einer Katastrophe. Du kommst schon kraftlos in den Wettkampf und wirst unterwegs vielleicht sogar "wandern" müssen.

Wie aber kommst du nun aus einer echten Formkrise, wie oben beschrieben, heraus? Da kann ich dir nur raten: Schließe die Läden zur Wettkampfszene und beginne mit einem Neuaufbau. So einem Aufbau werden 4 Wochen Regeneration ohne Tempoläufe und einem um ein Drittel reduzierten Umfang vorgeschaltet. Dann kannst du langsam wieder beginnen, etwas schneller zu laufen und auch den Umfang zu steigern.

Dabei solltest du aber besonders beachten, dass dein Neuaufbau auch ein Ziel haben sollte. Dir wird es nicht viel nutzen, wenn du zum Beispiel im August in die Regeneration gehst, um dann im November in Hochform zu sein.

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