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Schneller wieder gesund nach Verletzung!

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 25.07.2017

Auch bei der Früharthrose des Kniegelenks kann PRP sinnvoll eingesetzt werden." Damit umreißt Dr. Hirschmüller sehr gut, wofür es auch Evidenz gibt. Wissenschaftlich betrachtet, sind es diese Bereiche, in denen die Datenlage gut ist.

Für Leistungs- und Profisportler, die möglichst schnell wieder ins Training zurückkehren müssen, ist jeder Tag ein gewonnener Tag. Im Freizeitsportbereich ist der Zeitfaktor nicht so essenziell. Bei sehr langwierigen Verletzungen, die den Betroffenen auch in seinem psychischen Wohlbefinden belastet, kann ein weiterer Impuls, wie ihn PRP setzen kann, durchaus sinnvoll sein.

Selbstheilung aktivieren - das funktioniert nicht überall

Im Prinzip ist PRP ein Verfahren, das die Selbstheilung des Körpers unterstützen kann. Es ist keine Allheilmethode, und auch wenn die Logik noch eine Vielzahl weiterer Anwendungsbereiche zulässt, so gibt es doch auch gute Metaanalysen, die bei bestimmten Indikationen keinen Effekt zeigen. So beispielsweise bei Tendopathien der Achillessehnen (1) oder Muskelverletzungen (2). Gute Evidenz für PRP liegt für die beginnende Arthrose vor.

Hier zeigt die Anwendung von PRP Vorteile gegenüber einer Behandlung mit Hyaluronsäure (3). Prof Dr. Holger Schmitt von der ATOS Klinik Heidelberg nutzt das Verfahren eher verhalten. "In Fällen, wo tatsächlich Gewebe verletzt ist, erscheint es mir logisch, dass durch die enthaltenen Stammzellen und Wachstumsfaktoren der Heilungsvorgang unterstützt werden kann.

Ich setze PRP daher als weitere, nicht aber als primäre Behandlungsmöglichkeit bei Sportverletzungen ein, wenn eine Verletzung nicht gut oder sehr verzögert heilt. Normalerweise schafft der Körper das ja alles von alleine", erklärt er sein typisches Vorgehen.

In Gegensatz zum Einsatz von beispielsweise Kortison, das eine Reihe von Nebenwirkungen haben kann, kann man einen Zustand durch PRP kaum verschlechtern. "An Sehnen spritze ich niemals Kortison, PRP hingegen schon", erklärt Dr. Hirschmüller.

Im Gegensatz zum Einsatz von Kortison, das eine Reihe von Nebenwirkungen haben kann, kann man einen Zustand durch PRP kaum verschlechtern.

Doch bereits 2011 entfernte die WADA PRP wieder von der Liste der unerlaubten Verfahren mit der Begründung, dass die Konzentration der körpereigenen Wachstumsfaktoren im Plasma zu gering sei, um jenseits des therapeutischen auch einen leistungssteigernden Effekt zu erzielen."

Leider zahlt die Krankenkasse kein PHP. Drei bis fünf Injektionen a 100 - 150 Euro sind erträglich, wenn dann die Verletzung deutlich schneller ausheilt.

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