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Schaden Ultramarathons Gehirn und Gelenken?

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 22.12.2015

Im weiteren Verlauf des „Transeurope-Footrace“ erholten sich dann jedoch die Gelenke im Fußbereich. Im Sprunggelenk kam es zu einem Rückgang Störungen um 30,6 Prozent und in den Hinterfußgelenken um 28,5 Prozent beziehungs­weise 16,0 Prozent.

Im Kniegelenk blieben die Werte jedoch erhöht. Eigentlich hatten die Mediziner erwartet, dass die Fußgelenke anfälliger sind, da ihre Gelenkfläche kleiner und damit die Belastung pro Flächeneinheit größer ist.

Eine weitere Veränderung war ein Anstieg im Durchmesser der Achillesferse. Die Knochenstruktur wurde durch die extremen Belastungen dagegen nicht in Mitleidenschaft gezogen. Der Fuß des Menschen ist auf Laufen angelegt, meint Schütz.

Das Laufen belastet jedoch nicht nur die Gelenke. Auch im Gehirn kam es zu signifi­kanten Veränderungen. Die MRT-Aufnahmen zeigten, dass die graue Hirnsubstanz am Ende des Rennens um 6,1 Prozent zurückgegangen war, was die Forscher anfangs beunruhigte.

Im Verlauf des Alterns kommt es in der Regel um einen Rückgang der grauen Hirnsubstanz um 0,2 Prozent pro Jahr.

Das Gehirn der Läufer war jedoch nicht vorzeitig gealtert. Während die altersbedingte Atrophie des Gehirns nicht reversibel ist, hatten sich die MRT-Aufnahmen aller untersuchten Teilnehmer nach acht Monaten wieder vollkommen erholt.

Ein Ultramarathon führt bei durchtrainierten Sportlern zu keinen dauerhaften Hirnschädigungen, erklärte Schütz.

Diese Untersuchungen sind ein Segen für alle Ultraläufer und –Läuferinnen. Und natürlich auch für diejenigen, die davon träumen einmal einen ganz langen Kurs zu absolvieren.

Ich möchte noch eine persönliche Sache in Hinsicht auf den Transeuropalauf 2009 berichten. Durch Zufall führte der Kurs auch durch Seesen, unseren Firmensitz und Wohnort.

Mir war der genaue Streckenverlauf nicht bekannt, aber ich hatte so eine Ahnung, wo es lang gehen konnte. Man muss sich vorstellen, dass sich kein Einheimischer um die Teilnehmer kümmerte.

Sie tröpfelten so langsam durch die Stadt. Die eigentlichen Wettkämpfer sahen aus wie Jogger und waren nur an der Startnummer von gewöhnlichen Läufern zu unterscheiden.

Aber ich erwischte dennoch eine kleine Gruppe von drei Läufern, die ich kurzfristig mit dem Rad begleitete. Einer der Mitläufer kam mir bekannt vor. Als ich ihn ansprach, stellte er sich als Robert Wimmer vor.

Da hatte ich doch gerade den langjährigen besten Ultraläufer Deutschland erwischt. Er kannte mich vom Aussehen nicht. Nachdem Robert mich nach meinem Namen fragte, war er völlig überrascht.

Er stoppte seine Gruppe und es musste unbedingt, Zeit hin, Zeit her, ein Foto gemacht werden. Leider habe ich dieses Foto niemals gesehen, wenn du vielleicht den Robert triffst, richte ihm aus, dass ich gerne einmal dieses Bild sehen möchte: greif@greif.de.

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