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Hitze bekämpfen: Nur Wasser über den Kopf oder Kühlbekleidung

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 05.07.2016

Schon diese Nacht war unvergesslich. Die Hitze in dem Hotelgebäude war unerträglich und wir konnten in der Nacht nicht schlafen, obwohl wir unbekleidet und nicht zugedeckt auf den Betten lagen.

Ich sollte vielleicht darauf hinweisen, dass es damals noch keine Kühlbekleidung gab. So mußten wir hindurch, denn es ging um die niedersächsische Senioren-Meisterschaft.

Am Tag des Startes knallte die Sonne vom Himmel herunter, dass es eine wahre Freude war. Nun muss man aber wissen, dass die Strecke in Daverden praktisch schattenlos war, denn sie ging nur durch die Felder.

Das Gejammere an diesem Morgen war schrecklich. Alle im Feld hatten Angst vor den hohen Temperaturen und der starken Sonneneinstrahlung.

Am Start stehend wurde uns klar, dass wir niemals vorher solch hohe Temperaturen in einem Marathon erlebt hatten. Es war schon morgens um 10:00 Uhr über 30 °C. So überlegte ich mir, dass das ganze Feld unisono ein besonders langsames Anfangstempo einschlagen würde.

Und ich dachte: "Die machen sich heute alle in die Hose und werden nur losschleichen, aber du gehst so schnell an, dass dir auf keinen Fall jemand folgen wird." Das war zwar risikoreich und Bedenken waren natürlich auch da.

Aber gesagt und getan und nach 2 km hatte ich schon fast 400 m Vorsprung, konnte diesen dann auf 1 km ausbauen und ihn bis zum Ende pflegen.

Was nicht zu glauben ist: Ich habe das ganze Rennen keinen einzigen Tropfen getrunken. Ich wurde von einem Radfahrer (bei Meisterschaften eigentlich verboten) mit einem Wasservorrat begleitet.

Dieses schüttete ich mir in kurzen Abständen über den Kopf und das war wunderbar. Zu meiner Entschuldigung muss ich erklären, dass der einzige ernsthafte Verfolger hinter mir das gleiche Verfahren anwandte. Meine Endzeit von 2:32 h war schwach, aber der Sieg war bis zum Ende ungefährdet.

Wasser über den Kopf ist bei Hitze immer ein Vorteil. Bei solchen Bedingungen hilft auch eine mit Wasser gefüllte Trinkflasche, mit der man sich sehr gut und gleichmäßig benässen kann.

Ein weiterer Vorteil ist die leichte Nachfüllbarkeit z.B. im Schwammbehälter an den Verpflegungsstellen. Flaschendeckel ab, Luft raus und rein in das Wasser tauchen. Schnell saugt sich die Flasche wieder voll.

Nur einen Tipp habe ich noch für dich: Du solltest dann besser nicht mehr aus dieser Flasche trinken. Der Inhalt könnte durchaus etwas salzig von den vorherigen Nutzern schmecken.

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