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Trainingsurlaube sind Dünger für deine Leistungen

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 09.09.2014

Der Grund, dass diese Belastungen überhaupt ausgehalten werden, sind die Möglichkeiten der Regeneration und Ernährung zwischen den Einheiten. Sofort nach dem Training wird gegessen, aufgrund des weiten Angebots, meist das Richtige.

Man macht einen Mittagsschlaf, kann sich massieren lassen, auch im warmen oder kalten Wasser erholen. Das alles führt dazu, dass jeder schneller wieder fit ist und sich immer wohl fühlt, obwohl knüppelhart trainiert wird.

Der restliche Zeitrahmen zwischen den Trainings steht zur freien Verfügung und wird meist zu touristischen Aktivitäten genutzt. Im Grunde ist es genau so wie bei einem normalen Urlaub, nur das zusätzlich trainiert wird.

Das Seminarprogramm wird in der Regel bei schlechtem Wetter angeboten, so ist auch der Abend immer frei. Der Spaß in der Gruppe kommt sicher nicht zu kurz. Und wenn du glaubst, dass dort auch das eine oder andere Bier getrunken wird, dann hast du sicher recht.

Natürlich ist der Austausch unter den Läufer und Läuferinnen und auch die Vorträge von dem Schreiber dieser Zeilen sind sicher nicht schädlich. Meist leiten wir auch unser Training und Theorie an den Vorbildern der Weltklasse ab.

Das hört sich natürlich übertrieben an, aber auch eine Läuferin, die nur 60 Minuten über die zehn Kilometer laufen kann, kann lernen wie es die Weltklasse macht. Natürlich alles auf ihrem eigenen möglichen Leistungsniveau.

Große Überraschungen tragen natürlich unsere Harzer Berge in sich. Hier gibt es schweineharte Steigungen, bei denen nicht nur die Augen, sondern auch die Muskeln weinen. Besonders viel Augenwasser fließt sinnbildlich auf unserer 35 Kilometer Runde. Dort geht es 4,5 km lang immer bergauf, mit einer durchschnittlichen Steigung von über sechs Prozent. Zwischendurch aber auch mal zehn Prozent.

In diesem Jahr bin ich auch wieder einmal diesen Berg hochgefahren und habe ihn verflucht. Auch die anderen Läufer und Läuferinnen haben sich hoch gequält.

Teilnehmer Bernhard Gurski schaffte diesen Superhügel ohne jede Gehpause. Oben auf dem Gipfel, dem Schnapsplatz, war er aber ganz grau im Gesicht. Was auf eine maximale Auslastung hinwies.

Dennoch war er glücklich mit den Worten: „So etwas habe ich noch nie trainiert.“ Und das genau ist es, was ein Trainingscamp ausmacht. Es werden Reize gesetzt durch neue Mitläufer und –innen, jeder hat seinen Holger oder ihre Olga. Das ist, wie es so schön heißt, die halbe Miete.

In diesem Sinne solltest du dir eines merken: „Alles was du vorher noch nicht geübt hast, trainiert dich am besten!“ Auf der anderen Seite, schmerzt natürlich ebenso alles, was du früher noch niemals durchgestanden hast. Und wie heißt es so schön: „Da musste durch!“

Die Meriten kannst du zwei Wochen später einsammeln und spätesten dann hast du die Trainingsschmerzen vergessen, wenn der süße Schwall der Bestleistung durch dein Gehirn rast.

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