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Seitenstechen

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 18.03.2014

Die neuste Studie zum Thema "Seitenstiche" stammt aus Australien. Dort wurde der Einfluss der Körperhaltung auf die Entstehung von Seitenstichen untersucht. Aus der Studie von Morton und Callister geht eindeutig hervor, dass eine Fehlhaltung der Wirbelsäule (Hyperlordose oder Kyphose) das Auftreten von Seitenstichen begünstigt. Außerdem nimmt die Häufigkeit von Seitenstichen mit zunehmendem Alter ab.

Wider aller früheren Annahmen beeinflussen weder das Alter noch das Geschlecht das Auftreten von Seitenstichen. Hinsichtlich aktueller Studien scheint der BMI (Body-Mass-Index) keine Wirkung auf die Häufigkeit und das Entstehen von Seitenstichen zu haben.

In den späteren Jahren kam bei mir auch ab und zu einmal leichtes Seitenstechen auf, das man dann aber durch tiefere Einatmung wieder in den Griff bekam.

Als Trainer dann fiel mir auf, dass unsere Athleten und Athletinnen so ein Seitenstechen nur in den frühen Rennen des Jahres bekamen. Und das fast ausnahmslos bei Spitzenbedingungen!

Es waren immer Frühlingstage mit Sonnenschein, wenig Wind und wärmeren Temperaturen als in den davor Tagen. Es muss wohl so sein, dass diese Bedingungen in den Köpfen der Läufer und Läuferinnen eine besondere Leistungsmotivation auslösten.

Das zeigte sich auch bei der großen Anzahl von Bestzeitenmeldung bei uns im Greifclub nach dem Wochenende 9. – 10.3.2014. Die Anzahl der gelaufenen Bestzeiten war ungewöhnlich hoch und es war ja wirklich auch ein Traumwetter.

Es ist natürlich Spekulation daran zu denken, dass die Zwerchfellmuskulatur nach dem Winter im Gegensatz zu der Skelettmuskulatur am schlechtesten trainiert sein könnte. Kann es sein, dass einfach die ungewohnte hohe und wärmere Luftmenge diese Muskulatur überforderte und sie nachfolgend verkrampfte?

Unterstützt wird diese Idee dadurch, dass es zu Seitenstechen fast ausschließlich im Wettkampf vorkommt. Im Training mit seinem geringeren Sauerstoffbedarf tritt dieses Phänomen sehr selten auf. Das stützt die These mit der überlasteten Zwerchfellmuskulatur.

Frühere Beobachtungen zeigten dann aber auch auf, dass das Athleten und Athletinnen, die Atemtrainingsgeräte nutzen, ohne Ausnahme niemals Seitenstechen bekamen. Dazu sollte man wissen, dass diese Geräte (Ultrabreathe und POWERbreathe) ganz speziell die Zwerchfellmuskulatur trainieren.

Leider habe ich versäumt öfter nachzufragen, ob jemand Seitenstechen bekommen hat, der regelmäßig mit den Atem-Trainingsgeräten trainiert hat. Wobei die Betonung auf regelmäßig liegt!

Alles im allem, werden wir wohl niemals erfahren, was der Grund des Seitenstechens ist. Jetzt denkst du: „Das kann doch nicht sein.“ Dieser Gedanke ist völlig richtig aber, wenn man weiter denkt, dann wird klar, dass es kaum möglich ist Seitenstechen zu provozieren. Diese Schmerzen kommen nämlich dann, wann sie wollen und nicht wenn sie zur Untersuchung erwünscht sind.

Das ist natürlich ein Dilemma aus dem wir nicht rauskommen können. Aber wenn die Atemtrainingsgeräte gesichert das Seitenstechen vermeiden, haben wir kein Problem. Zudem führt das Training damit zu besseren Leistungen. Somit schlagen wir zwei Fliegen mit einem Streich.

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