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Neue Trainingsreize bringen dich nach vorn

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 10.12.2013

Aus der Praxis: Du wirst dich in der obigen Typisierung sicher irgendwo wieder finden. Und von mir bekommst du jetzt eine Auflistung, welche Spezies mit großer Sicherheit den größten Erfolg haben werden.

Der Traditionalist: hat es am schwersten. Sein Körper und Geist kennen alles und vermeidet jede Änderung und neue Herausforderung. Von ihm wird eine Trainings- und Lebensform gewählt, die auf Leistungserhalt gepolt ist und nicht auf Fortschritt. Die Aussage zu seinem sportlichen Zustand ist meist: "Ich laufe immer noch ganz gut, aber große Sprünge mache ich nicht mehr, bin wohl schon zu alt."

Dieser Läufertyp ist in der Regel körperlich nicht zu alt, sondern nur alt im Kopf. Ihm gelingt es nicht mehr sich aufzuraffen, neue Wege zu gehen und sich eine Motivation zu verschaffen. Er scheut das Risiko und die eventuellen Schmerzen oder auch Unbehagen, die ihm eine neue Trainingsumwelt auferlegen würde.

Auch liebt er sein tägliches Trainingsritual, seine Strecke, seine Kumpels, seine Zeiten. Alles ist eingebunden in den Wohlfühlkokon seines Trainingsziels. Aber insgeheim gelüstet er danach seinen Holger einmal so richtig aus den Schuhen zu blasen. Aber bevor er dieses Gelüst in die Tat umsetzt, läuft er lieber nochmal die geliebte Müllerwaldrunde und vergisst sein Vorhaben.

Anders der Chaosläufer: er ist der Mann, der ständig neuen Ideen. Besonders typisch für ihn die Vermischung von mehreren Trainingsmethoden, je nach Lust und Laune. Wobei er aus solchen Trainingsvorgaben seine eigene Methode macht. Aussage: "Ich suche mir aus allen Trainingsplänen das Beste raus!"

Ihm sollte man eigentlich immer wieder einmal die Frage stellen, woher er denn weiß, was das Beste ist. Natürlich antwortet er, dass er genug Ahnung habe, das alles zu durchschauen. Und genau das ist es, was der Chaot nicht hat, den Durchblick.

Sein Wissen und Wissensverarbeitung reicht dazu fast niemals aus, um zu einem Training zu kommen, welches ihn sein Talent ausschöpfen lässt. Und das auch deswegen schon, weil er seine Methodik ständig wechselt. Er denkt weder sein Training zu Ende, noch führt er es praktisch zu Ende.

Er wartet nicht in Ruhe ab, wie er sich über Monate oder sogar Jahre entwickelt, sondern er findet irgendwo wieder eine sogenannte "geile" Einheit, die es dann wirklich bringen soll und muss. Meist bringt sie ihn nur auf den Boden der Tatsachen zurück. Macht nix, denn der Chaostrainierer fängt immer wieder von vorn an.

Aber immerhin entwickelt er sich meist besser als der Traditionalist, weil seine chaotische Art, sich immer neue Reize zu setzen, auch eine positive Leistungsentwicklung nach sich zieht. Aber leider setzt er schon den nächsten Reiz, bevor der davor gehende sich positiv ausgewirkt hat. Und das bringt ihn um!

Ganz schlimm wird es für den Chaoten, wenn er schon den größten Teil seines Leistungspotentials ausgeschöpft hat. Wenn er dann seinem Organismus in kurzer Folge immer neue Reize und auch meist zu starke anbietet, dann macht dieser seinen Laden zu. Er kann diese nicht mehr verarbeiten und kommt so in ein Übertrainingssyndrom. "Ich weiß gar nicht was los ist, es lief so gut und jetzt das."

In diesem Sinne solltest du vielleicht einmal an dir selbst arbeiten, denn Selbsterkenntnis, ist wie bekannt seit Jahren, der anerkannteste Weg zur Besserung.

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