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Wichtig: Mentalen Stress in der Wettkampf-Vorbereitung vermeiden

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 19.05.2015

Die Probanden erledigten 30 Minuten lang eine geistig ermüdende Aufgabe und absolvierten dann einen 5-km-Lauf im eigenen Tempo auf dem Laufband. Sie machten dies zweimal mit jeweils leicht veränderten kognitiven Aufgaben.

Grafik: runnersworld.com

Nachdem die Probanden (gestrichelte Linie) ermüdet waren, schätzten sie ihre Anstrengung (RPE) im anschließenden Lauf als schwerer ein (B) und drosselten von Anfang an ihr Lauftempo, bis sie schließlich um 6 % langsamer liefen (A) als die Kontrollpersonen (durchgezogene Linie).

Das Fazit ist ziemlich eindeutig. Nachdem die Probanden durch ihre Reaktionsunterdrückungen mental ermüdet waren, schätzten sie ihre wahrgenommene Anstrengung (RPE) im anschließenden Lauf als schwerer ein (B) und drosselten von Anfang an ihr Lauftempo, bis sie schließlich um 6 % langsamer liefen (A).

Interessanterweise offenbarten die psychologischen Fragebögen keine Unterschiede der wahrgenommenen mentalen Erschöpfung vor dem Zeitrennen. Mit anderen Worten war den Probanden gar nicht bewusst, dass sie nach der Reaktionsunterdrückungsaufgabe „müde" waren.

Na klar spielt die Reaktionsunterdrückung auch eine Schlüsselrolle im Ausdauersport – schließlich muss man ständig den steigenden Wunsch hemmen, sich zu verlangsamen oder gar anzuhalten!

Infolgedessen bemerkten die Autoren in ihren Schlussfolgerungen auch, dass „Athleten und Trainer möglichst alle kognitiven Aufgaben, die eine Reaktionsunterdrückung erfordern, im Vorfeld des Wettkampfes, wie z.B. seine Wut zu kontrollieren während eines Interviews mit allzu neugierigen Journalisten, möglichst vermeiden sollten“.

Nach diesen Resultaten kannst du ganz sicher sein, dass du nach zwei Stunden Videospielen oder dem gleichen Zeitraum im Schach, einige Minuten Aufschlag im Marathon bekommst. Ärger mit deiner Frau (Mann) solltest du auch tunlichst vermeiden.

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