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Ich konnte nicht schneller!

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 07.04.2015

Die Frage, die wir uns alle stellen müssen, ist: „Warum kämpfen einige mit aller Kraft um Platz, Sieg oder Zeit? Eigentlich müsste ja jeder möglichst schnell im Wettkampf laufen, denn es heißt ja „Kampf“ und nicht „Mitmachspaß“.

Dazu gibt es ganz interessante Theorien in der Wissenschaft. Die möchte ich hier nur ganz kurz zusammengefasst vorstellen. Im großen Ganzen folge ich dabei dem südafrikanischen Sportwissenschaftler Tim Noackes, der die Theorie der Zentralsteuerung vom Gehirn als Leistungssteuerung vertritt.

Er nennt dieses Steuerungselement den „Central Governor“. Andere Wissenschaftler untersuchen diese Dinge auch. Es geht im großen Ganzen darum, wie und warum eine Ermüdung im Training und Wettkampf eintritt.

Wir Läufer und Läuferinnen meinen zum großen Teil, dass unsere Energievorräte erschöpft sind, wenn so eine Ermüdung eintritt. Die große Anzahl von Sportwissenschaftlern neigt aber heute dazu, dass die Erschöpfung vom Gehirn vorgegeben wird.

Das Gehirn ist unsere Zentrale. Es reguliert in welcher Menge Energie zur Verbrennung freigesetzt wird. Damit es sich aber nicht selbst schadet, sorgt es für entsprechende Reserven.

Unter großem Stress gibt es aber etwas von diesem Reserven frei. Stress empfinden wir im Wettkampf oder auch im Training, wenn wir Angst um unsere Position haben oder wenn wir um einen Sieg ringen oder einen Holger schlagen wollen.

Wenn nun das Gehirn merkt, dass dieser Angriff auf die eigenen Reserven nicht geschadet hat, gibt es diese bei einer Wiederholung auch merklich früher ab. D.h. der Betroffene ist in Zukunft leistungsfähiger.

Wenn dieser Stress mehrmals wiederholt wird, stellt das Gehirn immer mehr von seinen Reserven zur Verfügung. Die Folge ist, dass der Betroffene immer schneller wird.

Darum können wir jetzt schon für uns Resultate ziehen: Wenn du immer dann, wenn du merkst, dass du an deine Grenzen kommst, die Segel streicht, wirst du kaum jemals die „Goldene Schale“ in der Hand haben.

Du solltest mindestens einmal in der Woche an deine Grenzen gehen. Dazu dient ein Kampf mit Holger und der Wille, die Trainingsbestzeit zu knacken. Im Wettkampf gibst du immer dein Bestes. Und den Fuzzi, den du 50 Meter vor dem Ziel siehst, den machst du auf den letzten Metern auch noch um.

Es ist also ganz einfach! Wer mit sich selbst und anderen kämpft, der wird erfolgreich sein. Wer hingegen immer Angst vor der Erschöpfung hat, der wird deutlich mehr Hacken sehen als der Kämpfer.

Dieses Thema werde ich in der nächsten Zeit noch weiter verfolgen, denn es gibt noch mehr neue wissenschaftliche Erkenntnisse dazu. Wahrscheinlich spielt auch die Menge des Sauerstoffs im Gehirn beim Wettkampf eine große Rolle für die Leistung.

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