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Du möchtest ständig schneller werden?

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 31.03.2015

So etwas wollen unsere Mitglieder manchmal auch, aber bei uns gibt es eine Kontrolle, das ist unser Team. Wenn jemand einen Anpassungswunsch auf ein intensiveres Trainingsniveau äußert, dann tragen wir diesen nach der Abschätzung der Plausibilität ein. Ganz bewusst lassen wir das niemals von dem Trainierenden selbst machen, obwohl das für uns deutlich weniger Arbeit wäre.

Wir prüfen diesen Anpassungswunsch nach, und wenn er ok ist, erstellen wir einen neuen Plan und dann bekommt das Mitglied eine Mail mit dem Hinweis, dass er seinen geänderten Plan herunterladen kann.

Ist der Änderungswunsch nicht plausibel, überzogen oder zu pessimistisch, fragen wir das Mitglied nach den Gründen. Oder wenn für uns Klarheit über die Motivation dieses Änderungsweges besteht, dann ändern wir den Plan so, wie wir es für den Trainierenden für richtig halten. So etwas macht einen erheblichen Aufwand, ist aber das, was man Qualität nennt. Bei uns wird betreut und das meinen wir wörtlich.

Diese Betreuung gibt es auch sonnabends und sonntags, wenn ich im Haus bin und die Änderungen werden in der Regel noch am selben Tag erledigt.

Du wirst dich auch fragen, wie wir es denn mit dem Tempo machen. Wir regeln das Tempo nach der aktuellen 10 km-Wettkampfleistung. Die man auch aus anderen Leistungen, wie einen Halbmarathon errechnen kann. Die Zeitvorgaben in den individuellen Trainingsplänen richten sich auf ein realistisches Saisonziel, welches immer schneller ist, als die aktuelle 10 km-Zeit oder eine andere adäquate Zeit.

Periodisch wird das Trainingstempo langsam immer schneller, so dass das höchste Tempo erst in der Wettkampfperiode erreicht wird. Wir führen also den Läufer oder die Läuferin mit Augenmaß zum Saisonhöhepunkt.

Unsere Mitglieder, besonders die ganz "heißen" Typen, maulen auch manchmal herum, dass das Trainingstempo im Winter zu langsam sei. Andere wiederum sind von der Intensität des Trainings völlig überrascht und fragen nach, ob dieses Tempo denn wirklich richtig sei. Jeder hat so seine Idee vom Wintertempo.

Aber da lässt sich der Autor dieser Zeilen nicht beirren, richtig schnell wird erst gelaufen, wenn es nötig ist zur Ausbildung der Hochform. Und nach 35 Jahren als Trainer, weiß man wie es geht.

Selbstverständlich verstoßen nicht wenige gegen diese Tempobremse und laufen schon im Winter ein zu hohes Tempo. Andererseits gibt es als Gegenpol die Läufer und Läuferinnen, die bis zum Frühling warten, um dann langsam auf die Füße zu kommen.

Es wäre schön, wenn wir diese beiden mixen könnten. Dann käme etwas Richtiges dabei heraus. Aber wie auch immer in dieser Zeit - ich schreibe diese Zeilen in der Türkei am 25.03.2015 - kannst du die Bremse lösen, denn in Kürze beginnt die Marathonsaison. Die Halbmarathonsaison läuft inzwischen sogar schon auf Hochtouren.

Wir haben jetzt schon eine gute Woche hier in Side-Sorgun und es ist undeutlich zu sehen, dass eine einzige Woche einen erheblichen Leistungsfortschritt bringen kann. Hier hat niemand Stress, keinen Arbeitsdruck und nachmittags wird ein Mittagsschlaf gehalten.

Zudem hat jeder hier seinen Holger bzw. seine Olga und so kommt es zu Duellen mit "Beißen und Kratzen", die dadurch natürlich auch entsprechend leistungsfördernd sind.


Zum Schluss muss ich dir noch eine ganz persönliche Sache berichten: Ich bin stolz wie Bolle, weil Robert Jäkel (Cotrainer) mir gestern das Fett gemessen hat. Das Resultat war: 10,2 %. So schlank war ich seit Jahrzehnten nicht. Ein fast idealer Wert! Ich schwebe nur noch dahin. ;-)

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