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Der Tag vor dem Rennen?

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 28.04.2015

Die Frage ist: Was machst du in den Zeiträumen dazwischen? Grundsätzlich solltest du die gewohnten Arbeiten verrichten oder auch deine Freizeitaktivitäten durchführen. Das sollten natürlich keine anderen Sportarten sein, zwei Stunden Radfahren oder 1000 Meter Schwimmen werden dir vor einem Wettkampf ganz sicher nicht bekommen. Wir sind keine Triathleten!

Du kannst aber jederzeit Einkaufen gehen, Freunde besuchen oder was auch immer. Du kannst lesen oder fernsehen, kochen oder putzen. Diese Tätigkeiten haben keinen negativen Einfluss auf dein späteres Resultat. Du solltest dir keinen großen Kopf machen über solche gewöhnlichen Tätigkeiten. Denke nicht darüber nach, sondern einfach machen.

90 Minuten vor dem Rennen solltest du beginnen, dich heiß zu reden. Erstens musst du dir genau klarmachen, was du im Rennen nicht willst!!! Hast du dies hinter dir, dann beginnst du mit den positiven Dingen.

Stelle dir vor, wie du deine Olga oder Holger auf den letzten Kilometern überholst und jubelnd durch das Ziel läufst. Dabei stellst du dir vor, was oben auf der Zeitangabe steht. Du solltest dir eine realistische Zeit ausdenken und kein Traumgespinst.

Sei im Kopf heiß, aber achte dennoch auf dich selbst und dein Verhalten. Es kommt nämlich bei sehr vielen von uns vor dem Wettkampf zu so genannten Übersprungshandlungen. Leute, die sonst niemals Gymnastik betreiben oder dehnen, beginnen diese Sachen schon ganz früh und intensiv.

Lasse die gymnastische Übungen und Dehnübungen weg, die Muskeln werden nämlich dadurch entspannt und im Wettkampf brauchst du Spannung und keine Entspannung.

Mindestens 45 Minuten vor dem Beginn des Rennens solltest du noch einmal deine Blase und Darm entleeren. Halte die Toiletten immer im Auge, ob sich dort eventuell eine Schlange bildet. Wenn dem so ist, solltest du dich schon früher in diese einreihen.

30 Minuten vor dem Start läufst du dich langsam und locker 15 Minuten ein. Wenn du es gewohnt bist, kannst du drei bis fünf Steigerungen bis 30 Meter machen. Bleibe aber vorsichtig und gehe nicht in die Sprintgeschwindigkeit herein. In den verbleibenden 15 Minuten ziehst du deine Wettkampfkleidung an, befestigte die Startnummer an der richtigen Körperseite.

Das Einlaufen solltest du mit deinen schwersten Schuhen machen und dann deine leichtesten Wettkampfschuhe anziehen. Du kannst durch diese Rennschuhe 100 bis 200 Gramm Gewicht an deinen Füßen sparen. Und das hat überaus hohe Vorteile. Du bist mit diesen leichten Schuhen deutlich schneller als mit schweren.

Dann gehst du zum Start und wartest auf den Startschuss. Ruhig stehen, nicht hüpfen, Klappe halten und konzentrieren. Ich wünsche dir viel Erfolg! Es gibt natürlich deutliche Besonderheiten bei den verschiedenen Wettkämpfen. Du musst dich für ein 800 Meter Lauf anders vorbereiten als vor einem Marathon.

Diese Empfehlungen sind für 5000 m bis Halbmarathon gedacht!

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