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Athletiktraining kann Wunder bewirken - Teil 2

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 30.12.2014
Fünf Jahre später, also mit 53, lief er 35er-Zeiten über diese Strecke, 1:16 im Halbmarathon und 2:43 über die 42,2 km. Nicht nur das, Wolfgang wurde 2012 deutscher Vizemeister seiner Altersklasse und gewann dann einige Monate später den Marathontitel.

Wolfgang Rühlemann (im Vordergrund) beim Hannover-Marathon 2013 (Foto Greif).

Dieses Beispiel soll dir Hoffnung machen: Auch wenn du noch so spät anfängst, ambitioniert zu laufen, so hast du doch eine ungeheuer große Chance, noch ganz weit nach vorne zu kommen. Du musst nur wollen und richtig trainieren. Denn Stillstand bedeutet in diesem Alter Rückschritt.

Anti-Aging-Training

Jedes Alter hat sein optimales Training. Trainiert man in jungen Jahren zumeist Schnellkraft und Ausdauer, gewinnt im Alter das Krafttraining zunehmend an Bedeutung. Dabei gibt es keine Schlusslinie. In jedem Alter lassen sich durch ein altersgerechtes Training die Körperzellen auf ein höheres Leistungsniveau heben.

Selbst 90-Jährige können ihre Kraft noch immens steigern. Der Verlust an Kraft beginnt etwa zehn Jahre früher als der an Ausdauer. Insofern bedeutet dies, dass du neben Ausdauer, also deinen täglichen Läufen, eben auch Kraft, Koordination und Beweglichkeit trainieren musst. Denn, wenn du dies verlierst, verschlechtert sich auch deine Zeit.

Ich möchte dir daher zurufen: "Du trainierst zu wenig Kraft!"

Der allgemeine Trend im Alterssport geht zum Ausdauertraining. Geh walken, schwimmen und wandern. Aber ein Trend führt uns nicht immer auf den richtigen Weg. Gib’s zu. Wie viele von uns unterschlägst auch du das Krafttraining oder machst es nur halbherzig. Es stört einfach das Ausdauertraining. Der Muskelkater am Folgetag lässt kein lockeres Laufen mehr zu. Und das hassen wir.

Früher hieß es immer: Du kannst nur Kraft oder Ausdauer trainieren. Stärkst du das eine, schwächst du das andere. Heute wissen wir aber, dass sich ein Miteinander durchaus bewähren kann.

Ich spreche da aus Erfahrung: Ich verfluche immer die steifen Muskeln nach dem Athletiktraining, wusste aber schon seit »ewigen« Zeiten, dass ich das Krafttraining brauche, wie kaum ein anderer Läufer meiner Klasse. Ich wog in meinen Höchstleistungszeiträumen völlig austrainiert 85 kg bei 195 cm Körperhöhe.

Um diese Massen auch ausdauernd und schnell über die Strecke zu bringen, benötigte ich überdurchschnittliche Kraft. Und die trainierte ich mir an der Kraftmaschine oder durch Athletikübungen an. Zudem gibt es da noch einen Aspekt. Den schon oben erwähnten Aspekt der Hormonproduktion.

Fakt ist: Intensives Krafttraining kurbelt die Produktion von Sexualhormonen wie Östrogen, Testosteron und Wachstumshormonen an. Wenn dich diese Nachricht immer noch nicht auf die Hantelbank zwingt, ist dir nicht mehr zu helfen.

Ein lebenslanges Krafttraining erhält und steigert den endogenen Sexualhormonspiegel und beeinflusst daher neben dem Muskelaufbau auch die Psyche und Vitalität.

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