Anmelden | Registrieren |   0 Artikel 0.00 €
0
Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Teil 2: Trinken im Marathon?

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 09.05.2017

Diese Zeilen kann ich ohne Einschränkungen auch unterschreiben. Aber die Getränkeindustrie gibt sich nicht geschlagen.

Sie will natürlich uns alle dazu verleiten, möglichst viel zu trinken. In diesem Sinne tut sie eigentlich dasselbe wie die Pharmaindustrie, die uns nach Möglichkeit so viele Tabletten aufdrängt, wie reingehen.

In der letzten Ausgabe dieses Textes habe ich noch über Stellungnahmen vom Trinkverhalten von Senioren und nicht von Sportlern geschrieben. Das verwirrt nur, und darum weise ich nochmal ganz klar darauf hin, dass es hier nur um gut trainierte Läufer und Läuferinnen geht.

Die Firma Greif ist freundschaftlich verbunden mit der Firma UltraSports. Dennoch habe ich mich mit Dr. Wolfgang Feil, dem Chef von UltraSports, jahrelang verbal gekloppt. Er wollte nicht einsehen, dass speziell für das Training von ambitionierten Läufern in den meisten Fällen Wasser reicht. Ebenso gefiel ihm nicht, dass ich empfahl, sein Produkt Ultra-Buffer doppelt mit Wasser zu verdünnen.

Wir sind aber zu einem Konsens gekommen, weil wir beide zusammen überlegt haben, dass Trinkempfehlungen für Rennen und Training grundsätzlich unterschiedlich sein müssen. Dazu muss man unbedingt den Trainingszustand und auch die Ziele eines Ausdauersportlers betrachten.

Es ist einleuchtend, dass zwei Läufer, die bei einem Halbmarathon mit der gleichen Zeit in das Ziel kommen, einen unterschiedlichen Flüssigkeitsbedarf haben können.

Denn wir alle wissen, dass einer von beiden die Zeit erreicht hat, in dem er sich das gespaltene Ding bis zum Anschlag aufgerissen hat und der andere locker joggend ins Ziel lief.

Also, der Sommer wird kommen und wir wissen, dass der Durst nicht immer unser Feind ist. Bis dahin genieße dein Training und denke daran, dass du auch ohne Durstgefühl ein leckeres Kristallweizen trinken darfst.

Zurück zum Seitenanfang