Anmelden | Registrieren |   0 Artikel 0.00 €
0
Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Teil 2: Muskelkater oder Muskelschnurrer?

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 10.01.2017

Für sind besonders die Ergebnisse vom anschließenden 3.000-Meter-Zeitrennen interessant. Die beiden untersuchten Gruppen beim 3.000-m-Lauf. Beim zweiten Training konnten beide Gruppen ihre Laufleistung ohne Verschlechterung durchhalten.

Nach dem ersten Trainingsdurchlauf litten beide Gruppen besonders in den nachfolgenden Tagen unter zunehmendem Muskelkater. Doch nach dem zweiten Training waren beide Gruppen im Stande, ihre Laufleistung ohne Verschlechterung zu halten.

Also wäre diese Vorgehensweise meine Rettung für den Marathonlauf gewesen? Es gibt da noch ein paar wichtige Vorbehalte. Davon ist einer die Spezifität: Ich wäre vermutlich besser mit einem Trainingsprogramm vorbereitet gewesen, das die bevorstehenden Belastungen des Marathonlaufens exakter nachahmt, d.h. ich hätte lange Läufe in einem relativ hohen Tempo trainieren müssen.

Ich bin zwar einige Halbmarathons gelaufen, aber ein 30-km-Rennen (wenn auch nicht bis an meine Grenzen) wäre nützlicher gewesen. Auch Bergablaufen hätte schneller und weniger anstrengend zu nachfolgendem Muskelkater geführt.

Der andere Vorbehalt: Die Studie befasst sich ja mit verzögert auftretenden Muskelschmerzen, also erst zwei Tage nach den intensiven Übungen. Bei einem Marathonlauf suche ich aber den direkten Schutz vor Schmerzen. Ich denke, dass einige der Anpassungen des ?Erinnerungs-Effekts? auch schon während des Laufs Schutz geboten hätten. Aber das ist an dieser Stelle nur Spekulation.

Für mich steht auf jeden Fall fest, dass ich in der Vorbereitung auf meinen nächsten Marathon ein Training machen werden, das nahezu den gleichen Schmerz hervorruft, den ich auf den letzten 10 km des Marathons gespürt habe.

Ich weiß nicht, wie sehr mich diese Art von Vorbereitungstraining schützen wird ? aber in Erinnerung daran, wie schrecklich sich die letzten Kilometer angefühlt haben, bin ich bereit, einige Risiken einzugehen!"

Dem guten Alex Hutchinson kann ich einen guten Tipp geben: Laufe innerhalb von drei Wochen jeweils einmal 35 km durch. Kannst du das, dann hast du auch kein Problem mehr am Ende deines Marathons.

Zurück zum Seitenanfang