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Bergläufe Teil 5: Die Fehler beim Berglauf und ihre Heilung

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 26.01.2016

Damals war das aber völlig unbekannt. Wir hätten auch diese ruhige Woche gar nicht leisten können, weil wir alle nur zwei Wochen im Trainingslager bleiben konnten. Somit war es eben vorbei mit Davos.

Was im Großen und Ganzen bei dieser Angelegenheit der richtigen Bergläufe übrig blieb, war die Erkenntnis, dass diese Übungsformen zu intensiv waren und nicht in unseren Trainingsrhythmus (Periodisierung) passten.

Ferner "versauten" wir unsere Koordination. Wer den ganzen Sommer über in den Bergen herumgehoppelt ist, holt im Herbst nicht das heraus, was in ihm steckt.

Noch einen Fehler habe ich damals begangen, indem ich nach dem Training in Italien und Spanien wieder nach Haus kam und sofort unmittelbar in das Mannschaftstraining einstieg.

Mir war damals nicht bewusst, dass es eine Nachtrainingslager-Depression gibt, die zehn bis 14 Tage andauert. D.h. mit anderen Worten, dass jedes Trainingslager eine Nachbereitung von zehn bis 14 Tagen erfordert.

Man muss sich klarmachen, dass in den damaligen Trainingsurlauben eine erheblich größere Leistungsdichte herrschte als heute. Du hattest dort Ende der 90er-Jahre die Holgers ständig im Nacken sitzen.

Unser Co-Trainer Robert Jäkel hat heutzutage meist einen ruhigen Job, weil er sich nicht mit einer so großen Masse Hochleistungsfähiger herumstreiten muss.

Mir liefen damals oft fünf bis zehn Männer davon. Bei einem Trainingslager in Jugoslawien hatten wir gar eine Olympiasiegerin aus der ehemaligen DDR dabei, die ich gerade so in Schach halten konnte.

Aus allen diesen vielen Fehlern habe ich für die Läufer(innen) der LG Seesen, die Mitglieder des Greif Clubs und für mich selbst gelernt. Und du wirst es kaum glauben: "Ich lerne immer noch dazu."

Dies auf eine andere Art und Weise wie früher, als ich in jeder Einheit mitgemischt habe. Jetzt aber stehe ich draußen oder fahre mit dem Rad mit. Aus solch einer Position kann ich wieder andere Dinge erfahren und die Trainierenden dann auch darauf hinweisen.

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