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Der Wind kam wieder von allen Seiten

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 27.09.2016

Du wirst sicher den Windchill-Effekt kennen, damit wird die gefühlte Temperatur angegeben. Und dieser gefühlte Effekt hat ganz realistische negative Folgen für uns.

Besonders die nackte Haut wird davon betroffen. Damit diese keinen Kälteschaden erleidet, muss sie stärker durchblutet werden. Dieses Blut sollte aber besser in deinen Muskeln sein, um dort Energie anzuliefern.

Betroffen sind davon besonders leistungsschwächere Läufer. Warum? Das ist leicht zu erklären: Du weißt, dass wir beim Laufen eine Menge Wärme erzeugen.

Wir schwitzen, weil wir diese Wärme loswerden müssen! Je schneller aber jemand läuft, desto mehr Abwärme muss vom Organismus entfernt werden.

Das heißt mit anderen Worten, bei harter Kälte kann der schnelle der schnelle Läufer durchaus noch schwitzen, hingegen der langsamere schon friert.

Und damit hat dieser dann leider den Schwarzen Peter auf der Hand. Er muss nun mit seiner wertvollen Energie den Körper heizen, statt diese in den Muskeln für den Vortrieb einzusetzen.

Bei kurzen Läufen bis Halbmarathon ist das eigentlich kein Problem, denn dem Organismus stehen in diesem Fall noch genug Reserven zur Verfügung.

Anders sieht es bei einem Marathon aus. Da wird dann dass Glykogen knapp und der Organismus wird unter diesen doppelten Stressbedingungen ? Kälte und Hochleistung ? noch viel weniger zur Verfügung stellen als unter Normalbedingungen.

Unser Organismus verhält sich in so einem Fall sehr geschickt, er vergrößert die autonome Reserve, um sich in seiner Gesamtheit vor dem Untergang zu bewahren. Dafür ist diese Reserve auch da. Wenn die Körpertempratur unter Normaltemperatur fällt, wird diese eingesetzt.

Gleizeitig wird den Extremitäten das Blut entzogen, mit den Händen fängt dieser "Spaß" zuerst an. Wenn du in Hinsicht auf deinen Wettkampf Kälte witterst, dann nimm immer ein Paar Handschuhe mit. Auch etwas Langärmeliges hilft dir in einer solchen Situation.

Wenn du mich zum Schluß aber jetzt fragen möchtest: "Wie viel schneller wäre ich denn gewesen, wenn die Bedingungen besser gewesen wären?"

Dann muss ich dir antworten: "Weiß ich nicht." Ich möchte mich in diesem Sinne auch nicht an dem beliebten Läuferspiel beteiligen, welches heißt: "Wie rechne ich meine Laufzeit aufgrund der herrschenden schlechten Bedingungen schön."

Bei den Protagonisten dieses Spiels herrschen nämlich in jedem Wettkampf widrige Bedingungen vor.

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