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Bestzeiten werden im Kopf produziert

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 12.08.2014

Diese Gedanken sind im großen Maße kontraproduktiv, selbst als Sechzigjähriger ist man noch in der Lage seine Leistung über Jahre hinaus anzuheben. Das beweist Greif Club-Mitglied Wolfgang Meier aus Nümbrecht, der sich im Alter von 65 Jahren bei uns einen Trainingsplan bestellte und jetzt mit 69 in jedem Jahr noch mehrere persönliche Rekorde aufstellt.

Geht es dir auch so, dass du ins Rätseln kommst, wenn du liest, welche Leistungssprünge manche Läufer(innen) noch im fortgeschrittenen Alter machen? Im Gespräch berichtete mir ein Bekannter: „Ich selbst denke dann auch, dass kann doch nicht sein, du wirst jeden Tag langsamer und da rennt ein 52-jähriger über 10 km eine 34:30 min, nach dem er jahrelang in der Nähe von 40 min herumgelaufen ist. Dann komme ich mir irgendwie minderwertig vor.“

Fakt sind aber zwei Tatsachen: 1. Ab 45 Jahre verlieren wir bei gleichbleibendem Training in der Regel 30 sec auf 10 km im Jahr. Das aber nur, wenn du schon zehn bis zwölf Jahre Leistungstraining hinter dich gebracht hast.

2. Nicht alle Greif-Club-Mitglieder vollbringen solche Leistungssprünge, wie sie in den wöchentlichen Club-Highlights beschrieben sind. Wolfgang Meier konnte seine Leistungen nur so verbessern, weil er im Vorfeld nur gejoggt ist.

Oft verbessern sich die Club-Mitglieder nur um ein paar sec oder auch scheinbar gar nicht. Wenn eine W55 Läuferin im Vorjahr eine 48:54 läuft und in diesem Jahr eine 48:59, dann ist das für sie schon ein Erfolg. Ihr ist es gelungen, den Altersabbau aufzuhalten.

Natürlich ist es so, dass eine Vielzahl von Aktiven auch noch in der zweiten Lebenshälfte erstaunliche Leistungssteigerungen erzielt. Das geschieht in der Regel einmal durch einen späten Einstieg in unseren Sport oder durch Änderung und Verbesserung des Trainings.

Es gibt aber noch einen zweiten Grund, aus dem es plötzlich zu ganz überraschenden Leistungs-Aufwertungen kommt. Und zwar resultieren diese Aufwertungen oft aus gesteigertem Selbstbewusstsein. Manche von uns glauben nämlich nicht so richtig an Ihre Fähigkeiten. "Ich bin einfach nicht talentiert" oder "Meine Grundschnelligkeit ist zu schlecht, dass schaffe ich nie."

Ich kann Ihnen versichern, dass sich die meisten mit solchen Annahmen unglaublich täuschen. In jedem steckt ein guter Läufer, fast jeder kann es bis zu einem Alter von 45 Jahren schaffen unter 3 h im Marathon zu kommen. Fast jede junge Frau kann unter 40 min über 10 km laufen.

Nur der Glaube daran, dass es zu schaffen ist, muss erst einmal da sein. Dazu muss dann der Wille kommen dieses Ziel auch zu erreichen und erst dann wird das Training wichtig. Träumen allein nützt wenig. Siehe Uli Strunz oben.

Wenn du jetzt abends in das Bett gehst, dann lässt du vor deinen geschlossenen Augen den Film ablaufen, wie du durch das Ziel läufst und oben in der Zeitansage deine Traumzeit erscheint.

Und wenn du auch nur ein einziges Mal träumst, dass am Ende dieser Ziffern eine 59 steht, dann schicke ich dir den Albtraum, indem du zur Strafe ein ganzes Jahr in einem Greif-Trainingslager gefangen gehalten wirst. ;-)

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