Anmelden | Registrieren |   0 Artikel 0.00 €
0
Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Welcher Umfang ist der richtige?

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 02.12.2014

Insgesamt ist es aber klar, dass der frühe Start in die Laufszene den größtmöglichen Gesamterfolg bringt. Selbst ich frage mich, welche Leistungen zu erzielen gewesen wären, wenn ich nicht erst mit 29 Jahren mit dem Training begonnen hätte.

Nun, was macht aber der ältere Läufer, der schon viele Wettkämpfe hinter sich hat, wenn er sich noch steigern will?

Natürlich kann dieser ältere Herr oder Dame noch viel ändern, um sich zu verbessern. Mehr Trainingstage, planmäßiger trainieren, Umfang und oder Intensität steigern, mehr Krafttraining, Gymnastik und bessere Ernährung. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, die den Opa oder die Oma auf das Treppchen bringen.

Aber was dann, wenn diese Menschen schon alles ausgeschöpft haben? Dann sollten sie sehr zufrieden sein mit einer stagnierenden Leistung, denn diese ist immer wie ein großartiger Erfolg zu bewerten. Leistungsstagnation ist nicht normal, sondern die Normalität ist der ständige Rückgang der Laufzeiten.

Es gibt eine Faustregel, die auch aus dem oberen Leistungsbereich stammt, die aussagt: "Du verlierst über 10000 m oberhalb der 40 Jahre im jedem Jahr 30 sec". Auch diese Regel ist nicht sicher, weil die Erfahrung an Hand von ehrgeizigen Altersklassensportlern zeigt, dass dies bei vollem Trainingseinsatz deutlich weniger als 30 sec sein können.

Bei der 30-sec-Faustformel kommt natürlich auch noch der Umstand zu tragen, dass es die meisten Leistungssportler oberhalb der 40 Lebensjahre etwas ruhiger angehen lassen.

Ich habe einmal hin und her gerechnet und auch einige vorhandene Kurven genutzt. Ich glaube, wir können mit gutem Gewissen annehmen, dass wir ab einem Alter von 45 Jahren jedes Jahr 1% an Leistung verlieren. Es sein denn, wir steuern durch verbessertes Training (speziell Krafttraining) und Ernährung entsprechend entgegen.

Ein typischer 45-min-Läufer würde auf 10 km dann bei gleichbleibendem Verhalten 27 sec im Jahr verlieren. Es entsteht dann aus diesem prozentualen Verlust eine Kurve, die, wie auch oben in der Grafik zu sehen ist, zum höheren Alter hin immer steiler wird. Was ja auch die Praxis zeigt.

Natürlich gibt es eine große Anzahl von Ausnahmen von dieser Regel. Wer erst spät, zum Beispiel mit 42 Jahren, anfängt mit einem leistungsorientierten Training, wird natürlich mit 45 Jahren noch keinerlei Leistungsstagnation oder -rückgang hinnehmen müssen. Da geht es noch Jahre aufwärts. Bis dann auch diese Gruppe von Läufern und Läuferinnen die Last des Alters verspürt, die sich schließlich durch mangelnden Leistungsfortschritt ausdrückt.

Kommen wir zu den Resultaten dieses Textes: Wenn du schon über 45 Jahre alt bist, dann rechne deine zu erwartende Leistung für das Jahr 2015 aus, indem du deine Zeiten aus 2014 jeweils um 1 % erweiterst. Damit hast du die Vorgabe des zu erwartenden normalen Leistungsrückschritts.

Du wirst diesen Rückschritt natürlich auf keinen Fall hinnehmen wollen, sondern deine Zeiten aus dem Vorjahr halten oder sogar noch verbessern wollen. Du hast somit ein Instrument in der Hand, dich auch bei einer Leistungsstagnation als erfolgreicher und dynamischer Läufer(in) zu sehen.

Damit du mit dem Rechnen nicht so viel Arbeit hast, haben wir dir hier einen Rechner bereit gestellt, der kalkuliert, welche Zeiten du in den kommenden Jahren aufgrund deiner aktuellen Leistungsfähigkeit zu erwarten hast.

Die Resultate dieses Rechners sind nicht Gott gegeben. Du kannst sie als Ansporn nehmen und die Vorgaben des Rechners schlagen. Somit hast du einen Holger bzw. Olga mehr. Und wie jeder weiß, ist es ein Hochgenuss, diese beiden Fieslinge zu übertrumpfen.

Zurück zum Seitenanfang