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Teil 1: Ermüdungsbruch? Nicht nötig!

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 14.03.2017

Dennoch will ich nicht verschweigen, dass über die ehemalige Marathon-Weltklasseläuferin Tekla Lorup berichtet wurde, dass sie eine Stressfraktur in der Wirbelsäule erlitten habe.

Damit sich nun nicht jemand fürchtet, hier eine Zusammenfassung von der Seite Brooksrunning.de, in der Dr. Ralph Schomaker zwischen Niedrig- und Hoch-Risikofrakturen unterscheidet

"In Abhängigkeit von ihrer Lokalisation und ihres Stadiums (MRT-Befund) kann man Stressfrakturen in Niedrig- und Hochrisikofrakturen einteilen.

1. Niedrigrisikofrakturen ("Low-risk-fractures") sind z.B. die Frakturen von Wadenbein, Fersenbein, II-IV Mittelfußknochen und Schambein. Sie sollten unter 6-8 Wochen Lauftrainingspause komplikationslos ausheilen. Zur Vermeidung eines zu großen Verlustes an Ausdauerleistungsfähigkeit kann begleitend Aquajogging oder Radfahren praktiziert werden. Abschwellende Schmerzmittel und lokale Kälteanwendungen können ggf. durch orthopädische Hilfsmittel (Einlagen, Bandagen) ergänzt werden.

2. Hochrisikofrakturen ("High-risk-fractures") führen mit Trainingspausen zwischen 8 und 14 Wochen oft dazu, dass eine komplette Wettkampfsaison ausgesetzt werden muss. Hierzu gehören Ermüdungsbrüche des V. Mittelfußknochens, des Schienbeinschaftes, des Sprungbeinhalses, des Innenknöchels, der Kniescheiben und des Oberschenkelhalses. Neben Bandagen und Orthesen kommen auch Gipsanlagen über bis zu 6-8 Wochen zur Ruhigstellung in Betracht. Auch eine operative Versorgung ist bei diversen "high-risk-fractures" vielfach sinnvoll."

Besonders betroffen von dieser Verletzung sind oft Frauen. Wir hatten im Verein eine sehr gute Läuferin, die sich wohl sieben oder acht Brüche in ihrer Karriere zugezogen hatte. Sie berichtete, dass sie wohl noch mindestens zehn weitere gehabt habe, aber die Stressreaktion des Knochens schon vorher erkannte und eine Trainingspause einlegte.

Von einer anderen ehemaligen deutschen Spitzenläuferin wurde berichtet, dass diese sich mit zwölf Ermüdungsbrüchen innerhalb ihrer Karriere herum geplagt hat.

Wir hatten in den Jahren von 1981 bis 2001 in der LG Seesen fünf Frauen die Marathon unter 2:50 h liefen. Ohne Ausnahme hatten alle einen oder mehrere Ermüdungsbrüche.

Heute wissen wir, dass diese Verletzungen ernährungsbedingt sind. Wenn Frauen im Spitzenbereich laufen, dann müssen sie leichter sein als von der Natur aus vorgesehen, sonst haben sie keine Chancen vorne mitzulaufen.

Das bedingt eine zu geringe Nahrungsdichte und somit fehlen auch bestimmte Vitalstoffe. Erst jetzt ist aber bekannt, dass das fehlende Vitamin K2 ausschlaggebend für diese Brüche ist.

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