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Kälteregeneration das Wundermittel? Teil 2

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 22.04.2014

Faude: "Wem zehn Minuten Kaltwasserbad am Stück zu lange sind, der kann sich bei einem ähnlich guten Ergebnis alternativ für drei mal vier Minuten mit jeweils einer Minute Pause ins kalte Nass begeben."

Aber wo sollen wir denn unter unserem mäßigen Zeitrahmen die Möglichkeit schaffen ein Gesamtkörper- Bad zu kreieren? Um eine Praktikabilität des Badens im kalten Wasser herzustellen, wird von einigen Wissenschaftlern empfohlen, dies in der Regentonne oder in einem kleinen aufblasbaren Swimmingpool durchzuführen.

Wenn dich die Nachbarn im April im Kinderpool liegen oder in der Regentonne stehen sehen, dann erklären Sie dich noch für viel verrückter, als sie früher gedacht haben. Und wenn du nach dem Marathonziel deinen Kinderpool aufbläst, dann hast du den Spott deiner Kollegen ganz sicher.

In unseren Trainingsurlauben im Frühjahr 2014 habe ich den Trainierenden folgendes Schema vorgegeben:

  • 5 bis 10 Minuten die Beine in das kalte Wasser unseres Pool halten
  • 4 – 10 sich in das Meer stellen
  • 4 – 10 min sich im Meer oder Pool bewegen

Und das wurde dann auch durchgeführt, wie dieses Bild aus 03/2014 hier zeigt:

Hier in Conil war das Wasser noch deutlich kälter. Was man auch an der Eintauchtiefe dieser Herren deutlich erkennen kann. Foto: Müller

Natürlich gab es auch ein paar ganz Harte, die dann in den ziemlich kalten Swimmingpool ein paar Bahnen absolvierten. Da blühte natürlich gleich der Flachs mit dem Vorwurf, dass der hier Schwimmende das nur aufgrund seines starken Unterhautfettes aushalten könne.

Oh Graus, 12 - 14 Grad in Conil. Foto Müller

Die eigentliche Frage die sich stellt, wie haben sich die die Sportler dort vor Ort nach dem Kaltwasserbad gefühlt? Ohne Ausnahme berichteten alle von deutlich angenehmeren Gefühlen nach Tempoläufen und ein entspannteres Laufen am nächsten Trainingstag nach der Kaltwasserregeneration.

Leider sehe ich mich selbst nicht in der Lage einmal solch eine Maßnahme auch wissenschaftlich auszuwerten. Dazu habe ich erstens keine Zeit und zweitens müsste man die Eisbadenden mit einer Gruppe vergleichen, die diese Maßnahmen nicht getroffen haben.

Damit ist solch eine Studie schon völlig sinnlos, denn jede Gruppe weiß, was sie gemacht hat und dann spielt der Placeboeffekt eine zu große Rolle. Du kannst es sicher selbst einmal probieren und deiner sportlichen Umgebung davon berichten.

Beinahe hätte ich etwas unterschlagen: Kaltwasserbäder nehmen dir eine Menge Körperwärme, dass hat zur Folge, dass dir Energie entzogen wird. Kurz und gut: je länger du dich in diesem Wasser aufhältst und desto kälter es ist, umso mehr wirst du an Gewicht verlieren!! Hochleistungsschwimmer verbrauchen beim Training im 26 Grad warmen Wasser pro Tag 7- bis 12.000 Kilokalorien!!

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