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Ernährung im Alter

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 02.06.2015

Also rein mit dem Eiweiß. Es droht zwar ein langes Leben, dies dafür aber mit angepasster Potenz und immer noch den lustvollen Blick auf weite Ausschnitte und kurze Röcke. Das weibliche Geschlecht weiß auch ganz sicher, auf welche Körperteile es schauen muss.

Aber das Eiweißpulver macht es nicht allein. Für mich ganz überraschend hat auch die Fettaufnahme einen erheblichen Einfluss auf den Testosteronspiegel. Denn auch eine zu geringe Fettaufnahme beeinflusst den Trainingseffekt und Muskelaufbau.

Bei einer fettarmen Diät (20% oder weniger Fett) kann man im Blut im Vergleich zu einer fettreichen Diät bei Männern einen niedrigeren basalen Testosteronspiegel messen.

Dass ein gewisser Fettanteil in unserer Nahrung positiv ist, haben wir ja schon im Kapitel Ernährung verstanden. Besonders zuträglich für unsere Gesundheit sind dabei natürlich die einfach ungesättigten Fettsäuren etwa aus dem Olivenöl und die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren.

Niemand sollte seinen Fetthaushalt heutzutage noch mit fettem Schweinefleisch, Chips oder Leberkäse befriedigen, sondern zu gesunden Produkten greifen. Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren findet man besonders im Lein- und Fischöl, sowie auch im Rapsöl, in Avocado und Nüssen.

Bewegung im Alter: Wenn du dich im Augenblick auch noch total fit fühlst, dann kannst du doch nicht verhindern, dass der Zahn der Zeit an dir nagt. Und so wird irgendwann auch der Zeitpunkt kommen, wo es nicht mehr um die reine Leistung im Sport geht, sondern der Sport dir dienen muss, um deine Mobilität zu erhalten.

Uns allen muss klar sein, dass wir bis in das hohe Alter Krafttraining betreiben müssen, um nicht irgendwann im Zimmer sinnbildlich hinter dem Ofen zu sitzen. Ausdauertraining allein reicht nicht aus, um mobil zu bleiben. Das Krafttraining gewinnt im Alter immer mehr an Bedeutung für ein aktives schmerzfreies Altern.

War in der Jugend die Stoppuhr der Feind des Sportlers, ist es im Alter das Sofa. Je mehr du deine Muskeln schwinden lässt, indem du sie ignorierst, desto schneller verlassen sie dich. Und dann bist du nicht nur sprichwörtlich verlassen.

Vor dem Hintergrund von jährlich fast 150.000 Oberschenkelhalsbrüchen in Deutschland - davon 6-8 % mit tödlichem Ausgang und einer Rate von 30 %, die dadurch zum Pflegefall werden - kann die Bedeutung des altersangemessenen Kraftsports gar nicht hoch genug aufgehängt werden. Je früher man in die Bewegung kommt, desto leichter fällt es die jugendlichen Bewegungen mit ins Alter zu retten.

Wir alle haben gelernt, bestimmte Bewegungen zu trainieren, die uns zu einem sportlichen Ziel geführt haben. Sei es Laufen, Boxen, Radfahren oder Handball spielen. Nur wenn wir unsere Lebensmitte erreicht haben, dann müssen wir auch daran denken, ganz bestimmte Fähigkeiten zu trainieren, die uns erlauben weiterhin im Alter fit zu sein und zu bleiben.

Alt werden wir von alleine. Fit und beweglich dagegen nicht, das ist schwere Arbeit, wird dafür aber mit einem vitalen und aktiven Alltag belohnt. Um die Beweglichkeit zu stärken, eignen sich Turnen und Gymnastik, für die Koordination Tanzen.

Im Grunde hilft auch Gartenarbeit und Hundeausführen. Wichtig ist es, dass du gerade mit zunehmendem Alter, vermehrt raus aus der Sofaecke kommst.

Nutze deine Muskeln, um sie zu erhalten und zu stärken. Biete deinem Körper neue Herausforderungen und Aufgaben an. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole:

„Use it or lose it“.

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