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Die Renaissance der jungen Marathonläufer?

Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 01.09.2015

Bei den Olympischen Spielen 2008 gewann den Marathonlauf der Männer der junge, 21-jährige Sammy Wanjiru und bei den Frauen die 38 Jahre alte Constantina Tomescu-Dita.

Dies löste einige Spekulationen über das ideale Alter für schnelle Marathonzeiten aus, welches in der Regel auf den Zeitraum von Ende Zwanzig bis Anfang Dreißig festgelegt wurde. Also waren diese Leistungen eher „Ausreißer“ oder gab es wirklich eine demographische Veränderung im Bereich der Marathonspitzenleistungen?

Abbildung: runnersworld.com

Abbildung 1 zeigt die Marathonzeiten unter 2:11 h nach Alter geordnet in den Zeiträumen 1967 bis 2000 sowie 2001 bis 2014. Abbildung 2 zeigt die Altersverteilung der Top-100-Marathonläufer von 1990 bis 2013.

Sammy Wanjirus Sieg nur ein Ausreißer?

Es sieht für mich so aus, als wäre der Sieg Sammy Wanjirus bei den Olympischen Spielen tatsächlich nur ein „Ausreißer“ gewesen, doch sein Vorbild hat vielleicht andere jüngere Läufer dazu angeregt, sich auch schon früher als gewöhnlich dem Marathonlauf zuzuwenden.

Vor 2008 lag das Durchschnittsalter knapp unter 29; nach 2008 lag es unter 28. Dies ist eine ziemlich bedeutende Veränderung innerhalb einer kurzen Zeitspanne. Es wäre mal interessant, eine ähnliche Analyse auch im Frauenbereich zu machen, um festzustellen, ob der Olympia-Sieg von Dita 2008 eventuell einen Anstieg der Zahl älterer Marathonläuferinnen, die weiterhin im Wettkampf stehen, ausgelöst hat.

Es ist sicher ein Trend zu erkennen, hin zu den jungen Marathonläufern und Läuferinnen. Aber grundsätzlich ist wohl auch in den kommenden Jahren nicht zu erwarten, dass nun die Zwanzigjährigen über die Szene herrschen werden.

Man sollte dabei auch bedenken, dass es an dem Marathontag in Peking besonders warm war und bei Hitzebedingungen gewinnen meist die an hohe Temperaturen adaptierten Akteure.

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