...doch wie soll es weiter gehen?

Mit viel Spaß, das hatten wir ja letzte Woche schon geklärt :) Allerdings wusste ich trotzdem noch nicht richtig, wo ich anfangen soll. Sich die richtigen Ziele setzen ist manchmal gar nicht so einfach, was meint ihr? Wie setzt ihr euch eure Ziele?

Unsere Leben verändern sich stetig, unsere Interessen, Hobbies, unser Umfeld, vielleicht unsere Freundeskreise oder Wohnorte. Dann steht als erstes einmal an, dass wir uns selbst wieder sortieren. Wer bin ich und wenn ja wie viele- würde David Precht jetzt vielleicht fragen, … Ich bin mittlerweile relativ geübt würde ich behaupten. Immer wieder stellen sich mir diese Fragen: Wer bin ich, was will ich und warum? Nicht, weil ich besonders gut darin bin, diese Fragen zu beantworten, sondern weil ich es immer wieder tun muss. Durch meine Projektarbeiten an verschiedensten Orten in unterschiedlichsten Umgebungen war in den letzten Jahren jeder Tag anders. Jeder Tag wollte wieder neue Ziele gesteckt und To Do Listen geschrieben bekommen.

Angekommen

Vor gut 2 Jahren kam ich dann in den Harz zurück. Warum? Aufgrund der weltweiten Corona Situation war es mir wichtig, in der Nähe meiner Familie sein zu können. Seitdem hat sich vieles verändert. Malouna, die wundervollste Hundedame der gesamten Welt hat beschlossen, mich zu begleiten. Ich reise weniger bis gar nicht mehr. Ich sehne mich immer mehr danach, anzukommen, zu bleiben. Ja und ich hätte es niemals gedacht, aber ich sehne mich nach einem Alltag, einer Struktur. Nicht jeden Tag wieder entscheiden zu müssen, was ich jetzt wann und warum tue. Deswegen nun auch meine Entscheidungen immer weiter hin zu langfristigen Projektarbeiten in festen Teams.

Zuhause-Ort

Zu Hause war für mich bisher ein dehnbarer Begriff gewesen, mit dem ich nur wage etwas anfangen konnte. Durch unsere vielen Umzüge lernte ich schon in der Kindheit, dass zu Hause vielmehr ein Gefühl ist, als ein Ort. Und, dass zu Hause vor allem mit den Menschen in meinem Umfeld zu tun hat, als mit einem Ort. Und trotzdem merke ich jetzt, dass ich mir nicht nur das Zuhause-Gefühl mit meinen Zuhause-Menschen wünsche, sondern auch tatsächlich einen Zuhause-Ort.

Für mich ist der Harz in den letzten zwei Jahren zu einem solchen Ort geworden. Und das natürlich vor allem durch die unglaublich wundervollen Zuhause-Menschen, die ich hier getroffen habe, das Gefühl, welches sie mir vermitteln. Danke an dieser Stelle euch allen dafür :) Aber auch durch das Gefühl, welches der Harz mir vermittelt. Dass ich hier richtig bin. Dass ich hier ankommen darf. Und möchte. Und dieses Gefühl hat eine bestimmte Magie, einen Zauber in sich.

Warum erzähle ich euch das alles und was hat das mit meinem Trainingsziel zu tun?

Ich habe durch meinen Trainingsplan und die Teilnahme am Halbmarathon in Hamburg bemerkt, dass Laufen für mich noch mehr ist, als Leistung. Es gibt mir Kraft, Sicherheit, Ausgleich und wenn ich laufe, fühle ich mich wie zu Hause. Während ich laufe habe ich das Gefühl, angekommen zu sein. Dass alles genau so richtig ist, wie es ist- und es nichts weiter zu tun gibt. Außer laufen natürlich :)

Durch das Trainieren nach Traininsplan der letzten Monate hat sich mein Gefühl zum Laufen verändert. Es ging mir nun um Leistung, darum, meinen Erwartungen gerecht zu werden, ich wollte mir beweisen, dass ich es kann und durchziehe. Und das habe ich getan. Nun weiß ich, dass ich es kann. Und ich bin immer noch total baff darüber, dass ich durch das Training so unfassbar viel schneller geworden bin- in nur 6 Monaten. Wahnsinn! Und es mir großen Spaß gemacht. Noch nie in meinem Leben hatte ich so etwas gewagt.

Einerseits ist es natürlich jetzt verlockend, weiter zu trainieren, an meiner Leistung zu feilen. Eine Idee war es zum Beispiel, den nächsten Halbmarathon in 1:30 Stunden zu laufen im Herbst. Oder als nächstes einen fixen ganzen Marathon. Und wie gesagt, einerseits reizt mich das sehr.

Umso weiter desto besser

Und andererseits merke ich, dass ich mein Zuhause-Gefühl-Laufen vermisse. Einfach loslaufen und durchatmen. Wissen, dass alles gut ist. Und wenn es gerade nicht gut ist, dann ist es spätestens nach dem Laufen wieder gut. Umso weiter desto besser. Und jetzt kommen wir der Sache mit der Zielfindung langsam näher. Denn hierher rührt meine Ur-Motivation des Laufens - fernab der normalen 10 km. Ich bin nämlich vor knapp 3 Jahren über die Dokumentation von Billy Yang gestolpert. Sie heißt WHY / WARUM und handelt von einem Ultra-Trail-Lauf in den USA. Die Strecke?

100 Meilen- also 160 Kilometer

Bis zu diesem Tag lag meine längste Laufrunde bei 8 Kilometern und alles andere weit außerhalb meiner Vorstellungskraft. Dann hat es irgendwie Klick gemacht und ich wusste, dass auch ich weiter laufen kann, wenn ich daran glaubte. Am nächsten Morgen lief ich unglaubliche 17 Kilometer. Am Stück! :-)

Und ich dachte mir, wenn ich 17 laufen kann, dann kann ich auch 100. Also nicht sofort, aber irgendwann. Und nun sind wir bei meinem Ziel. Einmal die 100 Kilometer am Stück laufen. Hierbei geht es mir nicht mal um die Geschwindigkeit, sondern um die Erfahrung. Der Weg ist das Ziel. Meinen ersten Ultra von 53 Kilometern lief ich dann Ende 2020. Einmal quer durch den Harz. Und es machte einfach nur Spaß! Nun war natürlich meine Motivation erst Recht geweckt und ich lief so viel und soweit mich meine Beine tragen konnten.

Überlastungsgefahr

Allerdings auch immer wieder mit der ein- oder anderen Überlastungs-Verletzung, denn ich wusste ja nicht wirklich, was ich da tat- ich lief eben. Morgens, mittags, abends- am liebsten den ganzen Tag lang! Etwa ein Jahr später traf ich das Team von Greifsport und nun tat sich für mich die einmalige Chance auf, gezielt und angepasst zu trainieren. Seitdem hatte ich keine Verletzungsbeschwerden mehr. Die eingebauten Regenerations-Phasen des Trainingsplans zusammen mit meinem immer besser werdenden Körpergefühl ergaben eine gute Kombination.

SCHNELLER LAUFEN hat dank des Traininsplans wunderbar funktioniert.
Wie sieht es mit WEITER LAUFEN aus?

Das nächste Ziel soll also ein Ultra-Lauf sein. Irgendwann möchte ich die 100 Kilometer knacken, das weiß ich ganz sicher. Erstmal werden wir uns aber einen Lauf um die 60 - 80 Kilometer raussuchen. Das ist immerhin schon ein ganzes Stück weiter als ein Marathon ;-) Der Ultra- Lauf soll im Herbst 2022 oder spätestens Frühling 2023 stattfinden.

Und jetzt seid ihr dran!

Welchen Lauf würdet ihr empfehlen für einen Ultra-Neuling? Vielleicht einen besonders schönen Lauf, der nicht allzu viele Höhenmeter hat? Welche Distanz ?  Wir sind gespannt auf eure Tipps, bitte schreibt doch in die Kommentare oder per Nachricht. Der Trainingsplan wird momentan angepasst und ich bin schon so gespannt!

Ich freue mich darauf, von euch zu lesen!
Herzlichst, eure Hanna


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