Don’t tox statt detox (News vom 03.01.2026 | Dipl.-Biol. Ursula Bien)

Ich werde in meiner Praxis oft gefragt, wie man am besten entgiften könne – Detoxen, wie es auf Neudeutsch so schön heißt.
Meine Antwort lautet dann: Arbeiten Sie bitte zuerst daran, sich so wenig wie möglich zu vergiften.

Dass Rauchen, ob klassische Zigarette oder vermeintlich harmlose E-Zigarette mit einem “Forever Young” Lebensstil nicht vereinbar ist, versteht sich von selbst. Auch die vorschnelle Einnahme von Medikamenten muss unbedingt vermieden werden. Wärme, Ruhe und Ingwertee helfen bei manchem Infekt oft genau so gut wie ein Erkältungsmittel aus der Apotheke.

Und ja, auch über Alkohol müssen wir natürlich reden, wenn wir ernsthaft über Entgiftung sprechen wollen.
Denn Alkohol ist kein harmloses Genussmittel, sondern ein Zellgift, das der Körper nur unter großem Aufwand abbauen kann.
Die Leber trägt dabei die Hauptlast – und während sie sich um das Ethanol kümmert, bleiben andere Entgiftungsprozesse auf der Strecke.

Ein gelegentliches Glas Wein zum Essen ist das eine, täglicher Konsum das andere. Wer regelmäßig trinkt, merkt oft gar nicht mehr, wie sehr der Alkohol den Schlaf, die Haut, das Hormonsystem oder die Stimmung beeinflusst.
Wer also detoxen will, muss nicht gleich mit Selleriesaft anfangen, sondern mit ein paar alkokolfreien Tagen.

Doch viele der Stoffe, die unseren Körper belasten, stecken in ganz alltäglichen Dingen. Kein Nahrungsmittel – auch nicht “Bio” – ist völlig frei von Pestizidrückständen. Thunfisch etwa gilt wegen seines hohen Omega-3-Gehalts als gesund, steht aber als Raubfisch am Ende der Nahrungskette und ist entsprechend stark mit Quecksilber belastet. Die bessere Wahl: kleine “Friedfische” wie Sardinen oder Sardellen, die am Anfang der Nahrungskette stehen.

Auch in vielen Kosmetik- und Pflegeprodukten finden sich potenziell bedenkliche Substanzen: Duftstoffe, Mikroplastik, hormonaktive UV-Filter, Emulgatoren und Konservierungsmittel. Besonders problematisch sind Haarfärbemittel.
Sie enthalten häufig aromatische Amine, die unter Krebsverdacht stehen.

Wer wissen möchte, was in seinem Duschgel, Shampoo oder Rasierschaum steckt, dem sei die kostenfreie App ToxFox vom Bund für Umwelt und Naturschutz empfohlen. Einfach den Barcode scannen – und schon erfährt man, ob und welche bedenklichen Inhaltsstoffe enthalten sind.

Kommen wir nun zu Plastikflaschen. Natürlich sind sie praktisch, leicht und überall verfügbar, aber sie enthalten Weichmacher, die sich negativ auf unser Hormonsystem auswirken können.
Eine PET-Flasche braucht rund 500 Jahre, bis sie sich zersetzt hat. Und selbst dann ist sie nicht „weg“, sondern nur in Form von Mikroplastik zurück in unseren Böden, Flüssen, Nutztieren und am Ende wieder bei uns.

Alles, was dauerhaft in unseren Körper eingebracht wird, stellt eine potenzielle Belastung dar. Das gilt für Zahnfüllungen ebenso wie für Gelenkprothesen.
Ob Amalgam, Komposit oder Keramik. Wer auf Zahnpflege achtet, kann die Notwendigkeit des Einsetzens solcher Materialien zumindest hinauszögern.


Auch Gelenkimplantate sind längst nicht so „neutral“, wie man denken könnte: Vor allem Modelle mit Metallkomponenten können über Jahre winzige Abriebpartikel oder Metallionen freisetzen – zum Beispiel Kobalt, Chrom oder Titan. Diese gelangen ins Gewebe oder sogar in den Blutkreislauf und können in seltenen Fällen lokale Entzündungen, so genannte “Metallosen” verursachen.

Und schließlich: Tattoos. Was heute als Körperschmuck oder Stilmittel gilt, ist aus medizinischer Sicht eine dauerhafte Pigmenteinlagerung in ein lebendiges Organ – unsere Haut.

Was viele nicht wissen: die eingebrachten Farbpartikel bleiben nicht einfach an Ort und Stelle. Ein Forschungsteam um Dr. Bernhard Hesse und Dr. Hiram Castillo-Michel vom Europäischen Synchrotronstrahlungszentrum in Grenoble konnte mittels spezieller Röntgenfluoreszenz nachweisen, dass sich Pigmente aus Tattoofarben – darunter Titan, Nickel, Chrom und Kupfer bis in die Lymphknoten ausbreiten. Dort lagern sie sich teils in Nanopartikelgröße ein. Der Körper schickt Freßzellen dorthin, um sie zu bekämpfen, doch diese können mit den winzigen, unlöslichen Farbpartikeln wenig anfangen. Die Folge: ein anhaltender Entzündungsreiz mit unvorhersehbaren Konsequenzen.
Die Forscher sprechen von einer dauerhaften Belastung des körpereigenen Reinigungssystems. Die Haut ist eben keine isolierte Tapete, sondern Teil eines hochsensiblen Systems.

Und ob über die Haut, den Darm oder die Lunge – unser Körper nimmt auf, was wir ihm anbieten. Wer detoxen will, kann den Körper zwar mit Bitterstoffen und basischen Bädern unterstützen, aber er braucht vor allem gesunden Menschenverstand.

Wer während seiner Detox-Kur gedankenlos Schadstoffe aufträgt, einatmet oder hinuntterschluckt, betreibt eher Schönfärberei als Reinigung.

Detox beginnt nicht im Teeglas, sondern im Kopf.

Quelle:
Ines Schreiver, Bernhard Hesse, Christian Seim, Hiram Castillo-Michel, Julie Villanova, Peter Laux, Nadine Dreiack, Randolf Penning, Remi Tucoulou, Marine Cotte & Andreas Luch: Synchrotron-based ν-XRF mapping and μ-FTIR microscopy enable to look into the fate and effects of tattoo pigments in human skinScientific Reports 7, Article number: 11395 (2017) doi:10.1038/s41598-017-11721-z
Illustration erstellt mit DALL E, OpenAI, 2025



Über die Autorin:

"Die Biologin Ursula Bien, Jahrgang 1963, ging nach ihrer Zeit am Institut für Biotechnologie des Forschungszentrums Jülich in die Pharmaindustrie und war zuletzt 15 Jahre lang Geschäftsführerin eines kleinen forschenden Pharmaunternehmens. Ihr Arbeitsschwerpunkt lag dabei immer im Bereich der Hämatologie und Onkologie (Blutkrebs, Stammzelltransplantation, Tumore). Motiviert durch Fragen krebskranker Patienten, begann sie sich mit alternativen und komplementären Therapieverfahren zu beschäftigen. Sie absolvierte eine Zusatzausbildung als Heilpraktikerin und bildete sich über viele Jahre intensiv zu den Themen orthomolekulare Medizin und Ernährungsmedizin weiter. Nicht zuletzt durch den wissenschaftlichen Austausch mit Dr. med. Ulrich Strunz fand sie zum Thema Epigenetik und Bluttuning. Mittlerweile gibt sie die „Strunzsche Philosophie“ in eigener Praxis voller Überzeugung auch an ihre Patienten weiter.
Das sagt sie selbst zu ihrer Tätigkeit:

„So sinnvoll die Schulmedizin in vielen Bereichen auch ist, darf es bei chronischen Erkrankungen nicht das Ziel sein, Symptome zu unterdrücken. Es gilt, die Ursachen einer Erkrankung zu finden und abzustellen. Was durch Ernährungsumstellung, gezielte Zufuhr fehlender Mikronährstoffe und Bewegung erreicht werden kann, ist immer wieder verblüffend. Ich bin Dr. Strunz für das, was ich von ihm lernen durfte unendlich dankbar und freue mich für jeden Menschen, der am eigenen Leibe erfahren darf, dass manche Krankheiten nicht nur Schicksal sind.“

Das Bild zeigt ein Porträt der News-Autorin Dipl. Biol. Ursula Bien.


Warum Östrogen für gesunde Knochen unverzichtbar ist (News vom 04.01.2026 | Kyra Kauffmann)

Östrogen – genauer gesagt Östradiol – ist vielen vor allem als weibliches Sexualhormon bekannt. Tatsächlich gehört es jedoch zu den zentralen Schutzfaktoren für unsere Knochengesundheit. Ein Mangel an Östradiol zählt zu den wichtigsten Ursachen für Knochenschwund (Osteoporose) und geht mit einem deutlich erhöhten Frakturrisiko einher.

Osteoporose ist bekanntermaßen eine der häufigsten Erkrankungen nach der Menopause. Etwa jede dritte Frau entwickelt hierzulande im Laufe ihres Lebens eine Osteoporose. Bereits bei Frauen über 50 Jahren sind rund 30–35 % betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit deutlich an: In der Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen leiden bereits 40–50 % an Osteoporose, bei Frauen ab 80 Jahren sogar mehr als die Hälfte.

Diese Entwicklung ist kein Zufall. Das rasche Absinken des Östrogenspiegels in der Perimenopause und nach der Menopause führt zu einem beschleunigten Knochenabbau und damit zu einem deutlichen Anstieg dieser schweren und mitunter lebensbedrohlichen Erkrankung. Besonders tragisch ist, dass Osteoporose auch Frauen betrifft, die ihr Leben lang gesund gelebt haben und glaubten, alles für ihre Knochengesundheit getan zu haben.

Seit vielen Jahren empfehle ich Frauen daher, bereits im 5. Lebensjahrzehnt, also etwa ab dem 45. Lebensjahr, eine Knochendichtemessung (DXA) durchführen zu lassen. Sie liefert einen wichtigen Ausgangswert und ermöglicht es, rechtzeitig gegenzusteuern, falls, wie es leider schon oft vorkommt, eine Vorstufe der Osteoporose, eine Osteopenie, festgestellt wurde. Oftmals kommen viele Frauen erst im 6. Lebensjahrzehnt in meine Praxis und zu diesem Zeitpunkt zeigt der erstmalige DXA-Befund häufig bereits deutlich reduzierte Knochendichtewerte.

Die betroffenen Frauen sind dann oft sehr verunsichert und fragen sich, was sie „falsch gemacht“ haben könnten. Die ehrliche Antwort lautet in den meisten Fällen: nichts. Vielmehr wurden sie häufig nicht ausreichend über die Bedeutung des Östrogens für die Knochengesundheit und über die Möglichkeiten einer frühzeitigen, individuell abgestimmten bioidentischen Hormonersatztherapie aufgeklärt.

Knochen sind lebendiges Gewebe, das sich kontinuierlich an Belastungen anpasst. Dieses sogenannte Knochenremodelling wird durch das Zusammenspiel von Osteoklasten (Knochenabbau) und Osteoblasten (Knochenaufbau) gesteuert. Wie stabil ein Knochen langfristig bleibt, hängt sowohl von der genetisch festgelegten Ausgangsknochenmasse als auch von hormonellen Signalen ab. Gene beeinflussen unter anderem die maximale Knochenmasse, die Empfindlichkeit der Knochenzellen gegenüber Hormonen und die Qualität der Knochenmikroarchitektur.

Die wichtigste knochenschützende Wirkung von Östradiol liegt in der Begrenzung des Knochenabbaus. Sinkt der Östradiolspiegel – etwa in der Menopause –, verschiebt sich das Gleichgewicht des Remodelings deutlich zugunsten der Resorption. Und ich möchte dies noch einmal betonen: Dieser Prozess betrifft leider auch körperlich aktive und gut ernährte Menschen mit jahrelangen optimalen Spiegeln von Vitamin D, Zink, Magnesium, Bor, Calcium, Omega-3-Index etc..

Im Zentrum des Remodelings steht das RANK/RANKL/OPG-System. RANKL ist ein Signalprotein, das von Osteoblasten und Knochenzellen gebildet wird und an den RANK-Rezeptor auf Vorläuferzellen der Osteoklasten bindet. Dadurch werden diese zur Reifung und Aktivierung angeregt. Osteoprotegerin (OPG) fungiert als natürlicher Gegenspieler, indem es RANKL bindet und so die Aktivierung der Osteoklasten verhindert. Östradiol fördert die Bildung von OPG und senkt gleichzeitig die RANKL-Expression. Bei Östradiolmangel überwiegen die Abbausignale, was zu beschleunigtem Knochenverlust führt.

Neben der Hemmung des Abbaus unterstützt Östradiol auch den Knochenaufbau. Es fördert die Aktivität und das Überleben von Osteoblasten und erhält die Funktion der Osteozyten, die als Sensoren mechanischer Belastung dienen. Dadurch bleibt nicht nur die Knochendichte erhalten, sondern auch die feine Mikroarchitektur, die für die Stabilität des Skeletts entscheidend ist.

Die entscheidende Frage, die meine Patientinnen mir oft stellen, ist: Können viel Sport und eine gesunde, eiweißreiche Ernährung bzw. Mikronährstoff-Supplemente den natürlichen Östradiolverlust, der Frauen ab Mitte/Ende 40 betrifft, in Bezug auf die Knochengesundheit ausgleichen?

Regelmäßige Bewegung, insbesondere Kraft- und Impacttraining, sowie eine ausreichende Versorgung mit Kalzium, Aminosäuren, Vitamin D und anderen Mikronährstoffen sind essenziell für gesunde Knochen. Sie können den Knochenaufbau stimulieren. Dennoch können Sport und Ernährung den hormonellen Wegfall von Östradiol nur sehr begrenzt kompensieren. Der entscheidende antiresorptive Effekt von Östradiol lässt sich durch Lebensstilmaßnahmen allein leider nicht ersetzen.

Vor diesem Hintergrund kommt der bioidentischen Hormonersatztherapie eine zentrale Rolle zu. Bioidentisches Östradiol (in der Regel kombiniert mit bioidentischem Progesteron) entspricht in seiner chemischen Struktur dem körpereigenen Hormon und bindet physiologisch an die Östrogenrezeptoren im Knochen. Dadurch kann der überschießende Knochenabbau effektiv gebremst und das Gleichgewicht des Remodelings wiederhergestellt werden. Besonders bei frühzeitigem, individuell dosiertem Einsatz kann die biodidentische Hormonersatztherapie den Knochendichteverlust deutlich reduzieren. Gerade bei genetischer Vorbelastung kann eine individuell abgestimmte, bioidentische Hormonersatztherapie daher ein zentraler Baustein für die langfristige Knochengesundheit sein. Umso wichtiger wäre eine fundierte, ganzheitliche Beratung von Frauen – ein Aspekt, der in der Praxis leider noch viel zu oft zu kurz kommt.

Von daher empfehle ich allen Frauen ab Mitte 40, regelmäßige DXA-Messungen vornehmen zu lassen (siehe auch News vom 11.10.25) und sich zumindest bei einer Osteoporose-Vorstufe, auch Osteopenie, genannt, hinsichtlich einer Verbesserung der Lebensstilmaßnahmen bzw. einer bioidentischen Hormontherapie beraten zu lassen.

Quellen:
Platt O, Bateman J, Bakour S. Impact of menopause hormone therapy, exercise, and their combination on bone mineral density and mental wellbeing in menopausal women: a scoping review. Front Reprod Health. 2025 May 12;7:1542746. doi: 10.3389/frph.2025.1542746. PMID: 40421002; PMCID: PMC12104296.
Holloway-Kew KL, Morse AG, Anderson KB, Kotowicz MA, Pasco JA. Patterns of Bone Mineral Density Loss at Multiple Skeletal Sites Following Recent Menopause in Users and Non-Users of Menopausal Hormone Therapy. Calcif Tissue Int. 2025 Jun 4;116(1):80. doi: 10.1007/s00223-025-01392-8. PMID: 40468025; PMCID: PMC12137504.

Über die Autorin:

"Kyra Kauffmann, Jahrgang 1971, Mutter zweier kleiner Söhne, Volkswirtin, seit 20 Jahren niedergelassene Heilpraktikerin, Buchautorin, Dozentin, Journalistin und seit 3 Jahren begeisterte Medizinstudentin.

Zur Medizin kam ich durch meine eigene schwere Erkrankung mit Anfang 30, bei der mir seinerzeit kein Arzt wirklich helfen konnte. („Ihre Werte sind alle super – es ist alles rein psychisch!“). Hilfe bekam ich von Heilpraktikern, die zunächst einmal eine wirklich gründliche Labordiagnostik durchgeführt haben, ganz nach dem Vorbild von Dr. Ulrich Strunz. Es war eine neue Welt, die sich mir eröffnete und die Erkenntnisse, haben mich sofort fasziniert (ohnehin bin ich ein Zahlen-Daten-Fakten-Fan und habe nicht umsonst das Studium der VWL gewählt). Die Begeisterung war so groß, dass ich meinen alten Beruf an den Nagel hängte und Heilpraktikerin wurde. Meine Praxis führe ich seit 20 Jahren mit großer Begeisterung und bin – natürlich - auf Labordiagnostik spezialisiert und kann so oft vielen Symptomen auf den Grund gehen. In 2 Jahren hoffentlich dann auch als Ärztin.

Das Bild zeigt ein Porträt der News-Autorin Kyra Kauffmann.

Metaanalyse: Krebs mag keine Keto-Diät (News vom 05.01.2026 | Marion Meiners)

Dem Krebs schmeckt’s nicht – das ist sinngemäß das Fazit einer Meta-Analyse chinesischer Forscher über die Wirksamkeit der Ketogenen Diät bei Tumorpatienten im Fachjournal „Frontiers in Nutrition“. Die Arbeitsgruppe um Meying Zhang von der Chinese Academy of Medical Sciences/ Peking Union Medical College in Peking wertete in dieser Analyse 14 Studien aus, in denen Krebs-Patienten entweder eine Ketogene Diät oder eine „Standard“-Ernährung in der Kontrollgruppe (überwiegend Mischkost) erhalten hatten.

In-vitro-oder Tierstudien wurden in dem Review ausgeschlossen; in die Analyse aufgenommen wurden Studien mit Patienten, die an verschiedenen Formen von Krebs (u.a. Brust, Darm, Eierstöcke, Gebärmutter, Gallengang) litten. Verschiedene Parameter der Patienten, die auf Entzündungen oder andere Störungen hindeuteten, wurden in der Arbeit analysiert. Die Forscher wollten dadurch herausfinden, ob und wie eine Ketogene Ernährung den Gesundheitszustand der Krebspatienten verbessert.

Das Ergebnis weist darauf hin: Eine Ultra-Low-Carb-Ernährung mit viel Fett kann vieles verbessern, von der Immunabwehr bis hin zum Energiehaushalt und der Lebensqualität. Im einzelnen änderten sich für die Krebspatienten aus den Studien unter dieser Kost:


  • Das C-reaktive Protein. Der Blutmarker für Entzündungen und deren Verlauf, sank unter der fettreichen Kost deutlich – was einmal mehr bestätigt, dass die Ketogene Diät anti-entzündlich wirkt. Die Forscher merkten an, dass sich der Effekt um so stärker bemerkbar macht, wenn man diese Ernährung mit einem Proteinanteil von 16 bis 18 Prozent, einem Kohlenhydrat-Anteil von zwei bis vier Prozent sowie einem Fettanteil von 80 bis 85 Prozent länger als drei Monate durchführt.

  • Insulin-und Blutzucker-Werte. Sie sanken. Was nach bisherigen Erkenntnissen auch Tumoren ihre Leibspeise bzw. ihre Wachstumshelfer entzieht.

  • Die Körperfettmasse. Sie verringerte sich signifikant – ohne zu negativen Nebenwirkungen zu führen. Ein höherer Körperfettanteil kann Entzündungen begünstigen - und damit auch das Tumorwachstum fördern. Gleichzeitig verbesserte sich die Proteinaufnahme bei den Patienten.

  • In fast einem Drittel der ausgewerteten Studien sank das Gesamtcholesterin, in sieben Arbeiten wurde auch eine signifikante Verringerung des LDL-Cholesterins nachgewiesen.

  • Noch interessanter: Auch erhöhte TSH-Werte sanken, was auf eine bessere Schilddrüsenfunktion und gesteigerte Energie hinweisen kann. Das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH, auch Thyreotropin genannt) regt die Schilddrüse zur Bildung von Hormonen (T3, T4) an; erhöhte TSH-Werte deuten auf eine Schilddrüsen-Unterfunktion hin.

Mein Senf dazu: Auch wenn immer noch vereinzelt Kritiker versuchen, durch „Gegenstudien“ eine Ketogene Ernährung als gefährlich oder nutzlos zu verteufeln – therapeutische Effekte bei geringen Nebenwirkungen wurden inzwischen vielfach nachgewiesen. Nicht nur bei neurologischen Störungen oder Demenz, mittlerweile auch für Tumore (speziell Hirntumoren). Mehr gut designte Langzeitstudien wären wünschenswert.

Quelle:
Zhang M, Zhang Q, Huang S, Lu Y, Peng M. Impact of ketogenic diets on cancer patient outcomes: a systematic review and meta-analysis. Front Nutr. 2025 Jul 18;12:1535921. doi: 10.3389/fnut.2025.1535921. PMID: 40756563; PMCID: PMC12313497.



Über die Autorin:

Marion Meiners ist ausgebildete Verlagskauffrau und Journalistin und arbeitete viele Jahre für Zeitschriften als Redakteurin für Gesundheit und Ernährung. Zusammen mit Labor-Professor Hans-Peter Seelig schrieb sie das Buch „Laborwerte klar und verständlich“.
Ihre Begeisterung für Medizinthemen entdeckte sie in frühen Berufsjahren, nachdem ihr eine Verwandte einen Pschyrembel schenkte. Seither heißt ihr digitales „Wohnzimmer“ PubMed und die Faszination für die Ursachen-Fahndung bei Krankheiten sowie die Effekte von Ernährung und Lebensstil auf die Gesundheit hält an.

Das sagt sie über ihre Tätigkeit:

„Alles hängt mit allem zusammen im Körper. Das ist leider in unserer „Schubladen“-Medizin noch nicht so ganz angekommen. Ein Nährstoffmangel kann etwa ebenso fatale Auswirkung auf alle Organsysteme haben wie z.B. ein kranker Zahn. Umgekehrt kann schon eine veränderte Zusammenstellung der Makro-oder Mikronährstoffe in der Ernährung gigantische therapeutische Effekte entfalten. Welche, und wie gut belegt diese sind – darüber möchte ich informieren.“

Das Bild zeigt ein Porträt der News-Autorin Marion Meiners.

Fallen bei einer Ernährungsumstellung: Teil 2 (News vom 06.01.2026 | Robert Krug)

In den letzten News habe ich über einen Arzt, Dr. Sanjeev Balakrishnan, berichtet, der Patienten mit Diabetes Typ-2 behandelt. Ein weiterer Punkt, den Balakrishnan häufig beobachtet: Seine Patienten konsumieren sehr viele Milchprodukte, was zur Folge hat, dass der Körper relativ viel Laktose und Casein verstoffwechseln muss und in Laktose ist nun einmal auch Glukose enthalten. Dadurch wird Insulin vom Körper hergestellt, auch wenn die Person meint, gar keine Glukose in Form von Stärke zu sich zu nehmen. Das Casein-Eiweiß ist zudem ein Eiweiß, das von uns Menschen – ähnlich wie Gluten – nur sehr schlecht verdaut werden kann, weshalb einige Menschen auch sehr sensibel auf Milcheiweiß reagieren. Ich selbst habe genau dieses Problem seit meiner Kindheit. Entdeckt und verstanden habe ich es erst im Jahr 2017, da sich meine Probleme primär auf der Haut zeigen. Auf jeden Fall sind das stille Entzündungsreaktionen durch Unverträglichkeiten, die ihrerseits auch wieder den Körper u.a. Cortisol produzieren lassen. Kaffee mit Milch wäre in diesem Fall dann eine noch stärkere Kombination, da Kaffee auch direkt einen Cortisolausstoß erzeugt.

Ein weiterer Fehler seiner Patienten ist, dass sie zu viel Fett essen. Vor allem wird Fett gern getrunken durch das gute Stück Butter im Kaffee. Das Verhalten beobachtet man auch bei der ketogenen Ernährung, wo zudem häufig sehr viele Nüsse gegessen werden, die eben auch sehr reich an Fett sind. Die Erwartungshaltung bei einigen Patienten ist hier so, dass man Fett in beliebigen Mengen essen könne, da der Körper ja nun Fett verbrennt. Und da muss man erklären, dass die Gesamtenergiemenge über den Tag betrachtet schon noch eine Rolle spielt.

Bei den Frauen, die Balakrishnan behandelt, stellt er häufig fest, dass die sich umgedreht verhalten und viel zu wenig essen, da sie unbedingt abnehmen wollen. Auch das ist ein Problem, da der Körper sich erst einmal komplett auf die ketogene oder karnivore bzw. auch die Low Carb-Ernährung umstellen muss. Und wie ich schon letzte Woche geschrieben habe: Das kann viele Monate bzw. sogar ein ganzes Jahr konsequenter Ernährungsumstellung dauern, weil Insulin sich erst auf ein gesundes Level zurückbilden muss. Ron Rosedale hat in einer Studie sehr schön aufgezeigt, dass sich Insulin infolge einer strikten ketogenen Ernährung binnen 90 Tagen halbiert.

Balakrishnan hat dann auch noch ein schönes Beispiel. Eine Patientin hat 12 Monate lang strikt karnivor mit nur Wasser, Salz und Fleisch gegessen, jedoch kein Gramm abgenommen. Nach diesen 12 Monaten fing sie an, sehr schnell sehr viel Gewicht zu verlieren. Balakrishnan fragt sie: „Wieso haben Sie an der Ernährung festgehalten, obwohl sie so lange keinen Erfolg hinsichtlich des Gewichtes hatten?“ Die Patientin antwortet: „Weil ich mich viel besser gefühlt habe und weil mir das Gewicht egal war.“

Das ist ein Punkt, auf den Balakrishnan nochmals intensiv eingeht: Man soll nicht täglich auf sein Gewicht schauen und sich über diesen einen Wert sozusagen definieren. Der Körper muss sich in der Regel auf vielen Ebenen erholen und das dauert. Man sollte jedoch auf seinen Körper hören und wenn der sich besser anfühlt, dann ist man auf dem richtigen Weg. Alles andere pendelt sich dann schon ein. Und an vielen sehr wichtigen Blutwerten kann man die Verbesserungen auch schon nach wenigen Wochen ablesen, wenn man sozusagen Motivation braucht, um weiterzumachen.

Quelle: Clinical Experience of a Diet Designed to Reduce Aging, Ron Rosedale et. al., 2009, PMID: 20204146



Über den Autor:

“Robert Krug beschäftigt sich seit 2016 intensiv mit dem Thema Gesundheit und Ernährung im Hinblick auf die Biochemie des Menschen. Seit 2019 veröffentlicht Robert Krug Bücher zu den Themen genetisch korrekte Ernährung und zur ganzheitlichen Betrachtung des Menschen. Doch lassen wir ihn selbst einmal zu Wort kommen, wie er seinen Weg zur Biochemie gefunden hat:

"Ich liebe es, Probleme zu lösen. Das wird mit ein Grund dafür gewesen sein, dass ich 1994 Wirtschaftsinformatik studiert und warum ich leidenschaftlich gern Software programmiert habe. Mein Weg zur ganzheitlichen Medizin erfolgte aus der Not heraus, da ich in 2016 selbst erkrankte und von der Schulmedizin leider keine Hilfe bekam. So fing ich an, mich Stück für Stück mit meinen Problemen zu beschäftigen und zu lesen, um den Problemen auf den Grund zu gehen. Also das gleiche Vorgehen wie bei der Arbeit. Das war sozusagen der Start für mein inzwischen leidenschaftliches Interesse an der Biochemie und somit der Start meiner Reise." ”

Das Bild zeigt ein Porträt des News-Autors Robert Krug.

Zuckerentzug fühlt sich wie Sucht an (News vom 07.01.2026 | Dr. Kristina Jacoby)

Wer sich hierzulande ganz normal ernährt, isst oft Brot, Pasta, Reis, Kuchen und Snacks aus Getreide. Diese Lebensmittel liefern schnell verfügbare Einfachzucker und trainieren Körper und Gehirn auf ständigen Nachschub. Bricht die Versorgung abrupt ab, meldet sich ein starkes Verlangen nach Süßem. Müdigkeit, Reizbarkeit, Kopfschmerzen und innere Unruhe sind typische Zeichen. Wie nah das an Sucht ist, zeigte ein Tierversuch. Ratten bekamen Zuckerwasser, gewöhnten sich daran und zeigten bei Entzug deutliches Leiden. Ihre Zähne klapperten, die Tiere wurden ängstlich und zogen sich zurück statt neugierig die Umgebung zu erkunden.

Belohnungssystem in Schieflage

Die Forscher fanden die Ursache im Gehirn. Durch die wiederholte Dopaminausschüttung unter Zucker fiel die Zahl der Rezeptoren für diesen Botenstoff. Bleibt Zucker aus, fehlt die gewohnte Stimulation des Belohnungssystems, Entzugserscheinungen treten auf. Der Mechanismus erinnert an Drogen, nur das Ausmaß ist bei Drogenabhängigen in der Regel größer. Aber auch beim Kohlenhydrate-Rausch folgt auf das kurze Hoch oft ein Stimmungsabfall. Das Ergebnis ist der Drang nach Nachschub und damit eine Spirale aus Hunger auf Süßes und erneuter Belohnung.

Zucker hat viele Namen

Wer den Ausstieg versucht, stolpert über Etiketten mit harmlos klingenden Begriffen. Hinter Dextrose, Maltodextrin, Traubensüße, Xylit, Stärkesirup, Süßmolkenpulver, Glucose, Fruchtzucker, Dicksaft oder Saccharose verstecken sich nur Varianten weniger Zuckerarten. Im Handel kursieren rund siebzig Bezeichnungen. Werbesprüche wie mit natürlicher Fruchtsüße oder ohne Zuckerzusatz oder mit Pflanzensirup gesüßt klingen beruhigend, senken die Menge an Süßmachern jedoch kaum. Oft wird Haushaltszucker nur gegen fructosereiche Alternativen getauscht.

Der Ausstieg lohnt sich

Nach einigen Tagen ohne Zucker und Getreideprodukte flacht das Verlangen ab. Der Blutzucker stabilisiert sich, die Energie kehrt zurück, die Stimmung wird ruhiger. Das Belohnungssystem erholt sich. Ganz ohne Zuckertrick.

Quelle: Avena NM, Rada P, Hoebel BG. Evidence for sugar addiction: behavioral and neurochemical effects of intermittent, excessive sugar intake. Neurosci Biobehav Rev. 2008;32(1):20-39.

Über die Autorin:

"Dr. Kristina Jacoby arbeitet seit 2014 Dr. U. Strunz bei der Erstellung seiner Bücher zu. Besonders fasziniert ist sie von den physiologischen Abläufen im Organismus sowie den Möglichkeiten diese mit Lebensstilveränderungen positiv zu beeinflussen.
Physiologie und Genetik waren ihre Schwerpunkte in ihrem Biologie-Studium, welches sie 2002 abschloss. Von 2004 bis 2010 studierte und promovierte sie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit 2008 beschäftigt sie sich intensiv mit Meditation und praktiziert täglich.

Das sagt sie selbst zu Ihrer Tätigkeit:

„Jede Krankheit basiert auf Schieflagen im Organismus, die man aufspüren und verändern kann. Davon bin ich überzeugt. Mittlerweile gibt es etliche wissenschaftliche Veröffentlichungen, die das bestätigen. Leider ist das Wissen noch nicht in den Arztpraxen angekommen. Daher möchte ich dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen von diesen Möglichkeiten der Heilung erfahren und in die Lage versetzt werden, sie umzusetzen.“"

Das Bild zeigt ein Porträt der News-Autorin Dr. Kristina Jacoby.

Freiheit endlich zurückgewinnen (News vom 08.01.2026 | Justus Mörstedt)

Gibt es unter Ihnen noch jemand der mit sich hadert, wenn es um tägliche Bewegung als Zukunftsinvestition geht? Gibt es jemanden, der es einfach nicht schafft einmal am Tag in Schwung zu kommen, der immer eine Ausrede parat hat? Jemanden, der vor der Freiheit der Selbstbestimmung flieht, weil es Verantwortung bedeutet?

Wir befinden uns in der Jahreszeit der Frustration. Es platzen die ersten viel zu großen Träume des Jahres und damit werden auch die Fitnessstudios wieder leerer. Wir neigen nun dazu, Ausreden zu finden:

„Entweder ich halte meinen Trainingsplan perfekt ein – oder ich lasse es gleich ganz.“

„Ich kenne jemanden, der trotz Kraftsport viel Rückenschmerzen hat. Bewegung ist wohl überschätzt.“

„Wenn ich jetzt wieder anfange zu laufen, ruiniere ich mir bestimmt sofort das Knie.“

„Sport hat bei mir noch nie funktioniert, das wird auch diesmal nichts.“

„Ich fühle mich gerade so erschöpft. Also ist Bewegung im Moment eindeutig falsch für mich.“

„Ich muss mindestens eine Stunde trainieren, sonst lohnt es sich nicht.“

Psychologisch betrachtet spiegeln diesen Gedanken systematische Denkfehler wider, die viele von uns kennen: Wir denken zu oft in Ganz-oder-gar-nicht, achten vor allem auf das, was gegen Bewegung spricht, malen uns mögliche Folgen schlimmer aus, als sie sind, ziehen aus einzelnen Erfahrungen falsche Schlüsse oder halten unser momentanes Gefühl für einen Beweis. Dazu kommen starre Vorstellungen davon, wie Sport „sein muss“. All das verstellt den Blick darauf, dass schon kleine Schritte Bewegung zu einer echten Zukunftsinvestition machen.

Dabei schafft Bewegung das, wonach der Mensch seit jeher frönt: Freiheit.

Statt im eigenen Käfig der Ausreden und Erklärungen festzustecken, sollte jeder diesem Gefühl entgegeneifern, denn echte Gesundheit erhält Freiheit bis in das hohe Alter. Während tägliche Bewegung im Hier und Jetzt insbesondere unsere Lebensqualität erhöht, ist sie für den betagten Menschen die beste Möglichkeit, um ohne große Einschränkungen zu altern: Menschen, die in ihrem 60. Bis 70. Lebensjahr körperlich aktiv sind, halbieren ihr Risiko später im Pflegeheim zu leben. Doch selbst die, die sich ein Leben lang nicht bewegt haben, können durch Bewegung noch Muskelkraft, Gehfähigkeit, körperliche Leistungsfähigkeit und Kognition retten (1,2).

Manchen wird durch den Kopf gehen, dass Freiheit in dem Kontext ein zu großes Wort ist. Doch wer das tägliche Leid der Menschen beim Arzt, im Krankenhaus oder anderen Einrichtungen sieht, dem wird früher oder später bewusst:

Frei ist, wer sich selbst Gesetze geben kann.
(Frei nach Immanuel Kant)

Quellen:
(1) Gibson AA, Gale J, Stamatakis E, Lindley RI, Fontana L, Cistulli PA, et al. Impact of lifestyle risk factors on admission to nursing home care: a cohort study of 127 108 people aged 60 years and over. J Epidemiol Community Health. 2023;77(12):744–751. doi:10.1136/jech-2023-220518.
(2) Rodríguez-Rodríguez S, Oviedo GR, López-de-Celis C, Bosch-Sabater J, Jovell-Fernández E, Pérez-Bellmunt A, et al. Stay active, stay healthy: a cross-sectional view of the impact of physical activity levels on health parameters of older adults institutionalized in nursing homes of Barcelona. Life (Basel). 2025;15(3):412. doi:10.3390/life15030412.



Über den Autor:

“Justus Mörstedt widmete sich bis zu seinem 14. Lebensjahr in seiner Freizeit dem Triathlon, bevor er sich endgültig auf sein Lieblingselement, das Wasser, fokussierte und Finswimmer wurde. Seit 2019 ist er Sportsoldat und studiert und trainiert im Leistungszentrum Leipzig.

Doch lassen wir ihn selbst zu Wort kommen: „Hier lebe ich meinen Traum: Leistungssport und Medizinstudium. Mich fasziniert es, das neu Erlernte im Sportleralltag in die Praxis umzusetzen und somit den oft trockenen Inhalten ein wenig Leben einzuhauchen.“

Diese Kombination macht sich bezahlt: im Juli 2024 wurde er zweifach Weltmeister. Über 200 m Streckentauchen hält er den Weltrekord. Falls Sie neugierig geworden sind, was Finswimming ist, sehen Sie sich in den News um, oder werfen eine beliebige Suchmaschine an!

Forever young wurde ihm mit seinem Einstieg in den Profisport sozusagen „in die Wiege gelegt“. Sein Trainer sagte immer: „Wer hier mitmachen will, muss mindestens ein Strunz-Buch gelesen haben.“ Zu Wettkämpfen verteilte er den Sportlern immer Vitamineral 32. Mit den Jahren in Leipzig hat sich in seinem 24 Jahre jungem Kopf so einiges zusammengesammelt, was er gerne mit Sportlerkollegen unter anderem hier in den News teilt. Dabei unterstützen wir als forever young ihn als Sponsor."

Das Bild zeigt ein Porträt des News-Autors und Finschwimmers Justus Mörstedt.

Gute Vorsätze oder wenn der innere Schweinehund leise lacht (News vom 09.01.2026 | Dipl.-Biol. Ursula Bien)

Der Jahreswechsel ist dieser magische Moment, in dem sich viele Menschen nach Raclette, Sekt und zu wenig Schlaf vornehmen, ab dem 1. Januar ein anderer Mensch zu werden. “Fresh Start Effect” nennt man dieses Phänomen.

Mehr Bewegung, kein Zucker mehr, früher ins Bett, morgens kalt duschen, gelassener durchs Leben gehen und das bitte alles gleichzeitig, dauerhaft und ohne Schwierigkeiten.

Das Erstaunliche ist nicht, dass diese Vorsätze oft schon nach kurzer Zeit scheitern, sondern dass wir jedes Jahr aufs Neue überrascht und enttäuscht sind, wenn wir bereits nach wenigen Tagen das Handtuch werfen.

Dabei liegt das Problem weniger an fehlender Motivation, sondern an einem kleinen, verflixten Detail: Unser Körper mag keine abrupten Kurswechsel.
Er liebt Routinen, Wiederholungen – und hängt erstaunlich hartnäckig an seinen Fettpölsterchen. Man weiß ja nie.

„Ich mache im kommenden Jahr regelmäßig Sport“ klingt entschlossen, ist für das Gehirn aber ein riesiges, eher unscharf definiertes Langzeitprojekt.
Denn unser Kopf plant in Kurzstrecken-Etappen, nicht in Jahresläufen – und schon gar nicht über den Januar hinaus.

Damit der innere Schweinehund nicht ständig „Mach’s doch morgen!“ raunt, müssen Vorsätze simpel, konkret und alltagskompatibel sein.
Gehen Sie daher so vor:


  1. Feste Termine setzen (nach dem Aufstehen, nach der Arbeit, jeden Mittwoch). Nicht warten, bis Zeit übrig ist. Zeit ist NIE übrig!

  2. Kopplung an Bestehendes. Zähneputzen? Direkt danach: Kniebeugen! Kaffee? Danach 20‑Minuten walken. Ritual trifft Ritual.

  3. Tracking: alles aufschreiben. Dokumentation ist sexy. Es ist so befriedigend am Ende der Woche die gelaufenen Kilometer oder die verlorenen Gramm schwarz auf weiß zu sehen.

  4. Öffentliche Selbstbindung: Suchen Sie sich Mitstreiter. Wer fest verabredet ist – zum Sport, Yoga oder Spanischkurs – geht deutlich wahrscheinlicher hin.

  5. Belohnen Sie sich bei Erreichen ihrer Ziele dopaminfreundlich, aber nicht sabotierend: Ein neues Buch, ein Saunagang, eine schöne Massage, aber nicht eine Tüte Gummibärchen!

Durchhalten hat weniger mit Disziplin zu tun als mit dem Etablieren fester Gewohnheiten im Alltag.

Vielleicht liegt das Geheimnis guter Vorsätze darin, sie nicht wie einen militärischen Befehl zu formulieren, sondern wie eine freundliche Einladung an den eigenen Körper.

Und seien Sie ruhig ab und zu nachsichtig mit sich selbst.
Wer jeden kleinen Aussetzer als Scheitern wertet, kapituliert schneller, als der Fitness-Tracker zählen kann. Entscheidend ist: Dranbleiben und nicht aufgeben! Der beste Vorsatz ist nicht der, der am 1. Januar beginnt, sondern der, der auch im Februar noch Bestand hat.

Apropos gute Vorsätze: Wenn Sie 2026 Ihrem Leben einen echten Schub geben möchten, melden Sie doch einmal bei einem “Forever‑Young”‑Seminar an, entweder im Mai oder im Oktober.

Dort können Sie nicht nur Ihre Blutwerte kompetent checken lassen, sondern auch spannende Impulse zu Ernährung, Bewegung und Denken mitnehmen – in fantastischer Kulisse, mit Gleichgesinnten und Referierenden, die die „Strunzsche Philosophie“ nicht nur lehren, sondern auch leben.

Mehr Informationen auf: https://www.strunz.com/seminare

Über die Autorin:

"Die Biologin Ursula Bien, Jahrgang 1963, ging nach ihrer Zeit am Institut für Biotechnologie des Forschungszentrums Jülich in die Pharmaindustrie und war zuletzt 15 Jahre lang Geschäftsführerin eines kleinen forschenden Pharmaunternehmens. Ihr Arbeitsschwerpunkt lag dabei immer im Bereich der Hämatologie und Onkologie (Blutkrebs, Stammzelltransplantation, Tumore). Motiviert durch Fragen krebskranker Patienten, begann sie sich mit alternativen und komplementären Therapieverfahren zu beschäftigen. Sie absolvierte eine Zusatzausbildung als Heilpraktikerin und bildete sich über viele Jahre intensiv zu den Themen orthomolekulare Medizin und Ernährungsmedizin weiter. Nicht zuletzt durch den wissenschaftlichen Austausch mit Dr. med. Ulrich Strunz fand sie zum Thema Epigenetik und Bluttuning. Mittlerweile gibt sie die „Strunzsche Philosophie“ in eigener Praxis voller Überzeugung auch an ihre Patienten weiter.
Das sagt sie selbst zu ihrer Tätigkeit:

„So sinnvoll die Schulmedizin in vielen Bereichen auch ist, darf es bei chronischen Erkrankungen nicht das Ziel sein, Symptome zu unterdrücken. Es gilt, die Ursachen einer Erkrankung zu finden und abzustellen. Was durch Ernährungsumstellung, gezielte Zufuhr fehlender Mikronährstoffe und Bewegung erreicht werden kann, ist immer wieder verblüffend. Ich bin Dr. Strunz für das, was ich von ihm lernen durfte unendlich dankbar und freue mich für jeden Menschen, der am eigenen Leibe erfahren darf, dass manche Krankheiten nicht nur Schicksal sind.“

Das Bild zeigt ein Porträt der News-Autorin Dipl. Biol. Ursula Bien.


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