Die Rolle von Histamin im weiblichen Hormonhaushalt (News vom 27.12.2025 | Kyra Kauffmann)

Viele kennen Histamin als Botenstoff, der bei Allergien eine Rolle spielt. Doch kaum jemand weiß, wie stark Histamin auch den weiblichen Hormonhaushalt beeinflusst, und zwar vor allem in Lebensphasen, in denen hormonelle Balance besonders wichtig ist: während der Kinderwunschzeit, in der Frühschwangerschaft und in der Perimenopause.

Die Einnistung einer befruchteten Eizelle ist ein komplexer Prozess, bei dem verschiedene Hormone und Botenstoffe zusammenwirken. Auch Histamin spielt hierbei eine Rolle, vor allem weil es an der Durchblutung, Gefäßneubildung und Immunregulation während der Einnistung beteiligt ist. Entscheidend ist jedoch weniger die genaue Menge an Histamin, sondern dass das hormonelle Gleichgewicht insgesamt gut funktioniert. Östradiol steht dabei in enger Verbindung mit Histamin: Es kann Mastzellen zur Histaminfreisetzung anregen, und umgekehrt verstärkt Histamin die Wirkung von Östradiol auf das Gewebe. Beide fördern somit Prozesse, die für eine erfolgreiche Einnistung wichtig sind. Wichtig ist daher vor allem ein gut abgestimmtes Zusammenspiel zwischen Hormonen und Immunsystem.

Nach dem Eisprung steigt normalerweise der Progesteronspiegel an. Progesteron stabilisiert die Gebärmutterschleimhaut und unterstützt Einnistung und frühe Schwangerschaft. Gleichzeitig hemmt es die Freisetzung von Histamin. Umgekehrt kann ein erhöhter Histaminspiegel die Progesteronproduktion beeinträchtigen. Führt dies zu einem Progesteronmangel, wird die Gebärmutterschleimhaut nicht ausreichend vorbereitet, was die Einnistung erschweren und frühe Abgänge begünstigen kann. Ein ausgewogener Histamin- und Hormonhaushalt ist daher vor und zu Beginn einer Schwangerschaft besonders wichtig.

Sobald eine Frau schwanger wird, zeigt der Körper eine beeindruckende Anpassung:
Das Enzym DAO (Diaminoxidase) als essenzielles Abbauenzym im Darm und in der Niere schießt im Laufe der Schwangerschaft deutlich in die Höhe. Häufig steigt die Aktivität am Ende des 1. Trimenon auf das 10- bis 100-fache.
Viele Frauen mit Histaminproblemen, die vor der Schwangerschaft nur niedrige DAO-Werte hatten, berichten von plötzlichen Werten über 200 U/ml.
Der Körper sorgt aktiv dafür, überschüssiges Histamin effektiv abzubauen zum Schutz des Embryos und zur Stabilisierung der Schwangerschaft.

Durch die extreme DAO-Aktivität erleben viele Betroffene eine deutliche Linderung ihrer üblichen Symptome, wie z. B. Hautausschläge oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Dennoch können auch in der Schwangerschaft Ernährung, Stress oder Medikamente weiterhin Einfluss auf die Histaminbalance nehmen. Ganz „geschützt“ ist der Körper also nicht vor einem Histaminungleichgewicht, aber er ist in dieser Zeit deutlich belastbarer.

In den Wechseljahren bemerken viele Frauen, dass Beschwerden wie Hitzegefühle, Schlafstörungen, Herzrasen, Migräne, Verdauungsprobleme oder Hautreaktionen zunehmen. Ein Grund, der häufig übersehen wird: Veränderungen in der Histaminbalance.

In der Perimenopause sinkt der Hormonspiegel nicht gleichmäßig; vielmehr kommt es zu starken Schwankungen: Östradiol kann sprunghaft ansteigen, während Progesteron deutlich früher und stärker abfällt. Gerade dieser Progesteronabfall ist entscheidend, denn Progesteron wirkt von Natur aus mastzellstabilisierend, also beruhigend auf die Zellen, die Histamin ausschütten. Wenn Progesteron fehlt, reagieren Mastzellen empfindlicher, sie setzen leichter und häufiger Histamin frei.

Gleichzeitig führt der unregelmäßige und oft phasenweise sehr hohe Östradiolspiegel dazu, dass Mastzellen zusätzlich aktiviert werden.

Dazu kommt, dass mit zunehmendem Alter häufig der DAO-Spiegel – das Enzym, das Histamin im Darm und an der Niere abbaut – reduziert ist. Gründe dafür können chronische Entzündungen der Darmschleimhaut, Veränderungen des Mikrobioms mit hohem Anteil von histaminbildenden Bakterien, Mikronährstoffmängel (Kupfer!), Stress, Alkohol oder Medikamenteneinflüsse sein.

Das Ergebnis ist eine Situation, die viele Frauen erst in dieser Lebensphase bemerken: Mehr Histamin wird freigesetzt, während oftmals weniger Stabilität durch Progesteron und Abbaukapazität durch DAO vorhanden sind.

Die Kombination aus


  • weniger Progesteron,
  • schwankender oder überhöhter Östradiolausschüttung
  • stärker reagierenden Mastzellen und
  • vermindertem Histaminabbau

macht die Perimenopause und frühe Postmenopause zu einer Phase, in der histaminverbundene Beschwerden besonders häufig auftreten oder sich verstärken.

Der weibliche Körper funktioniert wie ein fein abgestimmtes Orchester. Hormone, Neurotransmitter und Immunbotenstoffe greifen ineinander und beeinflussen sich immer gegenseitig.

Quelle:
Duelo A, Sánchez-Pérez S, Pellicer-Roca S, Sánchez-Buxens S, Comas-Basté O, Latorre-Moratalla ML, Vidal-Carou MC. Improvement of Histamine Intolerance Symptoms in Pregnant Women with Diamine Oxidase Deficiency: An Exploratory Study. J Clin Med. 2025 Jun 27;14(13):4573. doi: 10.3390/jcm14134573. PMID: 40648942; PMCID: PMC12249752.

Zierau O, Zenclussen AC, Jensen F. Role of female sex hormones, estradiol and progesterone, in mast cell behavior. Front Immunol. 2012 Jun 19;3:169. doi: 10.3389/fimmu.2012.00169. PMID: 22723800; PMCID: PMC3377947.



Über die Autorin:

"Kyra Kauffmann, Jahrgang 1971, Mutter zweier kleiner Söhne, Volkswirtin, seit 20 Jahren niedergelassene Heilpraktikerin, Buchautorin, Dozentin, Journalistin und seit 3 Jahren begeisterte Medizinstudentin.

Zur Medizin kam ich durch meine eigene schwere Erkrankung mit Anfang 30, bei der mir seinerzeit kein Arzt wirklich helfen konnte. („Ihre Werte sind alle super – es ist alles rein psychisch!“). Hilfe bekam ich von Heilpraktikern, die zunächst einmal eine wirklich gründliche Labordiagnostik durchgeführt haben, ganz nach dem Vorbild von Dr. Ulrich Strunz. Es war eine neue Welt, die sich mir eröffnete und die Erkenntnisse, haben mich sofort fasziniert (ohnehin bin ich ein Zahlen-Daten-Fakten-Fan und habe nicht umsonst das Studium der VWL gewählt). Die Begeisterung war so groß, dass ich meinen alten Beruf an den Nagel hängte und Heilpraktikerin wurde. Meine Praxis führe ich seit 20 Jahren mit großer Begeisterung und bin – natürlich - auf Labordiagnostik spezialisiert und kann so oft vielen Symptomen auf den Grund gehen. In 2 Jahren hoffentlich dann auch als Ärztin.

Das Bild zeigt ein Porträt der News-Autorin Kyra Kauffmann.

Phasentrennung: Wie Zellen ihre innere Ordnung erhalten und die Schlüsselrolle von Melatonin (News vom 28.12.2025 | Kyra Kauffmann)

Seit Jahren beschäftige ich mich eingehend mit Melatonin und schreibe ebenso gerne darüber. Denn ich bin der Meinung, dass Melatonin immer noch unterschätzt und oft ausschließlich mit Schlaf in Verbindung gebracht wird. In meinem Beitrag vom 5. April 2025 habe ich unter anderem erklärt, welche Bedeutung Melatonin als Antioxidans hat und dass sogar die Mitochondrien es selbst herstellen können.

Besonders spannend sind für mich die Arbeiten von Professor Dr. Russell J. Reiter, der mit seinen fast 90 Jahren wie kein anderer Forscher weltweit ein Lebenswerk über Melatonin geschaffen hat. Seine über Jahrzehnte angesammelte Expertise ist unvergleichlich. An seiner Seite liefert Doris Loh mit ihren Publikationen und Analysen einen unschätzbaren Beitrag, indem sie komplexe Zusammenhänge verständlich macht und die immense Bandbreite von Melatonin erforscht. Es bleibt zu hoffen, dass Professor Reiter noch viele Jahre seine außergewöhnliche Erfahrung einbringen wird.

In den vergangenen Jahren hat die Zellbiologie einen Begriff hervorgebracht, der unser Verständnis der inneren Architektur der Zelle von Grund auf verändert hat: Die biomolekulare Phasentrennung. Es handelt sich dabei um einen zellulären Mechanismus, der es Proteinen und der RNA erlaubt, ohne Membranen kleine Funktionsräume zu bilden – ähnlich wie Öltröpfchen, die sich in Wasser sammeln. Dieser faszinierende Prozess bestimmt weit mehr Zellfunktionen, als wir lange gedacht haben und rückt immer stärker in den Fokus moderner Forschung.

Phasentrennung beschreibt die spontane Bildung von flüssigen Tröpfchen aus bestimmten Molekülen. Diese sogenannten membranlosen Organellen können sich innerhalb von Sekunden bilden und wieder auflösen. Dadurch kann die Zelle biochemische Reaktionen flexibel steuern, Moleküle kurzfristig speichern oder Stressreaktionen regulieren.

Problematisch wird es, wenn diese Tröpfchen ihre flüssige Natur verlieren. Eine gestörte Phasentrennung kann dazu führen, dass Proteine verklumpen – ein Vorgang, der bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Frontotemporaler Demenz oder ALS eine entscheidende Rolle spielt. Die Fähigkeit der Zelle, Tröpfchen dynamisch zu regulieren, ist daher enorm wichtig für ihre Gesundheit.

Dank der Erkenntnisse vom Forscherteam Reiter/Loh wissen wir, dass es sich bei Melatonin um ein multifunktionales Schutzmolekül handelt, das auch in die Mechanismen der Phasentrennung eingreift. Melatonin unterstützt diese membranlosen Organellen, indem es sie flüssig und stabil hält. Dadurch verhindert es, dass sie verklumpen oder ihre Funktion verlieren. Dies ist ein zentraler Faktor für gesunde Zellabläufe.

Dies lässt sich gut an dem Beispiel der Stressgranula zeigen: Unter Stress entstehen in Zellen sogenannte Stressgranula, die wie Notfallablagen funktionieren. Zu viele oder zu langlebige Stressgranula können jedoch schaden.
Melatonin wirkt hier wie ein Schutzfaktor. Es verringert die übermäßige Entstehung solcher Granula und beschleunigt ihre Auflösung, sobald der Stress nachlässt.
So hilft es Zellen, schneller in einen gesunden Zustand zurückzukehren.

Phasentrennung ist ein zentrales Organisationsprinzip der Zelle. Melatonin stabilisiert die Phasentrennung, schützt vor Fehlentwicklungen und trägt entscheidend zur zellulären Gesundheit und Schutz vor Alterserkrankungen bei.

Die Forschung von Professor Reiter und seinem Team zeigt eindrucksvoll: Melatonin könnte eines der fundamentalsten Moleküle für Gesundheit, Alterung und Zellschutz sein. Je mehr wir darüber erfahren, desto klarer wird, wie tief es in biologische Kernprozesse eingebettet ist. Daher ist es wichtig, entweder die körpereigene Melatoninproduktion – auch in den Mitochondrien – zu unterstützen (durch ausreichende Mengen an Tryptophan, B-Vitaminen, Magnesium und SAME) und/oder gegebenenfalls Melatonin zu supplementieren.

Quelle:
Loh D, Reiter RJ. Light, Water, and Melatonin: The Synergistic Regulation of Phase Separation in Dementia. Int J Mol Sci. 2023 Mar 19;24(6):5835. doi: 10.3390/ijms24065835. PMID: 36982909; PMCID: PMC10054283.

Loh D, Reiter RJ. Melatonin: Regulation of Biomolecular Condensates in Neurodegenerative Disorders. Antioxidants (Basel). 2021 Sep 17;10(9):1483. doi: 10.3390/antiox10091483. PMID: 34573116; PMCID: PMC8465482.



Über die Autorin:

"Kyra Kauffmann, Jahrgang 1971, Mutter zweier kleiner Söhne, Volkswirtin, seit 20 Jahren niedergelassene Heilpraktikerin, Buchautorin, Dozentin, Journalistin und seit 3 Jahren begeisterte Medizinstudentin.

Zur Medizin kam ich durch meine eigene schwere Erkrankung mit Anfang 30, bei der mir seinerzeit kein Arzt wirklich helfen konnte. („Ihre Werte sind alle super – es ist alles rein psychisch!“). Hilfe bekam ich von Heilpraktikern, die zunächst einmal eine wirklich gründliche Labordiagnostik durchgeführt haben, ganz nach dem Vorbild von Dr. Ulrich Strunz. Es war eine neue Welt, die sich mir eröffnete und die Erkenntnisse, haben mich sofort fasziniert (ohnehin bin ich ein Zahlen-Daten-Fakten-Fan und habe nicht umsonst das Studium der VWL gewählt). Die Begeisterung war so groß, dass ich meinen alten Beruf an den Nagel hängte und Heilpraktikerin wurde. Meine Praxis führe ich seit 20 Jahren mit großer Begeisterung und bin – natürlich - auf Labordiagnostik spezialisiert und kann so oft vielen Symptomen auf den Grund gehen. In 2 Jahren hoffentlich dann auch als Ärztin.

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Fleisch vs. Pflanzen-Burger – wie Mamas Speiseplan die Muttermilch ändert (News vom 29.12.2025 | Marion Meiners)

Spannende Frage für stillende Mütter: Wird statt Fleisch pflanzlicher Fleischersatz gegessen – macht sich das in der Muttermilch bemerkbar, und wenn ja, mit welchen Veränderungen? Das interessierte auch US-Forscher der University of Texas in Austin. In einer 25-tägigen doppelblind-randomisierten Crossover-Studie mit 17 stillenden Frauen, deren Säuglinge ausschließlich Muttermilch erhielten, untersuchten sie die Frage: Verändert der Ersatz von Fleisch durch ultra-hochverarbeitete pflanzliche Fleischersatzprodukte in der mütterlichen Ernährung die Muttermilch, insbesondere deren Fettsäure-Struktur? Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie gerade im „American Journal of Nutrition“ (Article in press).

In der Studie erhielten die Mütter wahlweise eine speziell zubereitete Kost, die entweder täglich 339 Gramm Rindfleisch-Hack oder ein pflanzenbasiertes Hackfleisch-Imitat enthielt; darüber hinaus bestanden die Mahlzeiten us vollwertign, naturbelassene Lebensmitteln. Nach jeweils sechs Tagen wurde die Muttermilch auf ihren Gehalt an 27 verschiedenen Fettsäuren untersucht; weiter wurde u.a. auch der Glukosespiegel der Mütter und die getrunkene Milchmenge der Säuglinge erfasst.

Ergebnis: Durch den pflanzlichen Fleischersatz veränderte sich, abhängig von der Diät, die Fettsäure-Struktur der Muttermilch in nur sechs Tagen deutlich – obwohl ihr Gesamtfettgehalt vergleichbar blieb. Die Brustmilch von Müttern, die statt Fleisch hochverarbeitete Burger aus pflanzenbasiertem Fleischersatz aßen, wies geringere Konzentrationen an langkettigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega 3, Omega 6) und höhere Spiegel an gesättigten Fettsäuren aus tropischen Ölen (z.B. Laurinsäure) auf, wie sie häufig ultra-hochverarbeiteten Lebensmittel zugesetzt werden.

„Wir wussten, dass die Muttermilch widerspiegelt, was die Mütter essen“, sagt Leitautorin Marissa Burgermaster vom Department of Popular Health an der Dell Medical School. „Aber wir waren überrascht, wie schnell und deutlich diese Veränderung nach einer einzigen Veränderung der Ernährung sahen.“ Die Forscher weisen in ihrem Fazit daraufhin, dass ein solcher Wechsel der Fettsäurestruktur in der Muttermilch Auswirkungen auf die Entwicklung von Gehirn und Immunsystem des Säuglings haben kann – welche, ist noch nicht schlussendlich erforscht. „Wir sagen nicht, dass ein Lebensmittel gut oder schlecht ist“, erklärt Marissa Burgermaster in einer Pressemitteilung der Dell Medical School. „Aber wir möchten darüber aufklären, dass selbst Lebensmittel mit vergleichbaren Nährstoffgehalten unterschiedliche Auswirkungen haben können.“

Noch mehr interessante Fakten zur Muttermilch – und welche Rolle u.a. die Jodversorgung spielt, finden Sie hier: https://www.strunz.com/news/stillen-klappt-nicht

Quellen:
Messer S, Hudson E, Rosenthal M, Leidy H, Li YN, Brenna JT, Park HG, Dahale N, Kan L, Mai JL, Widen EM, Harper L, Cooper MH, Burgermaster M. The effect of consuming diets containing beef compared with plant-based beef substitute on human milk composition in the study of nutrition in postpartum and early-life (SUPER) randomized crossover feeding trial. Am J Clin Nutr. 2025 Nov 13:S0002-9165(25)00666-5. doi: 10.1016/j.ajcnut.2025.11.001. Epub ahead of print. PMID: 41241005.

https://dellmed.utexas.edu/news/beef-vs-plant-based-meat-ut-austin-study-finds-diet-alters-breast-milk-composition-in-under-a-week



Über die Autorin:

Marion Meiners ist ausgebildete Verlagskauffrau und Journalistin und arbeitete viele Jahre für Zeitschriften als Redakteurin für Gesundheit und Ernährung. Zusammen mit Labor-Professor Hans-Peter Seelig schrieb sie das Buch „Laborwerte klar und verständlich“.
Ihre Begeisterung für Medizinthemen entdeckte sie in frühen Berufsjahren, nachdem ihr eine Verwandte einen Pschyrembel schenkte. Seither heißt ihr digitales „Wohnzimmer“ PubMed und die Faszination für die Ursachen-Fahndung bei Krankheiten sowie die Effekte von Ernährung und Lebensstil auf die Gesundheit hält an.

Das sagt sie über ihre Tätigkeit:

„Alles hängt mit allem zusammen im Körper. Das ist leider in unserer „Schubladen“-Medizin noch nicht so ganz angekommen. Ein Nährstoffmangel kann etwa ebenso fatale Auswirkung auf alle Organsysteme haben wie z.B. ein kranker Zahn. Umgekehrt kann schon eine veränderte Zusammenstellung der Makro-oder Mikronährstoffe in der Ernährung gigantische therapeutische Effekte entfalten. Welche, und wie gut belegt diese sind – darüber möchte ich informieren.“

Das Bild zeigt ein Porträt der News-Autorin Marion Meiners.

Fallen bei einer Ernährungsumstellung: Teil 1 (News vom 30.12.2025 | Robert Krug)

In der gerade beendeten Vortragsserie in Brisbane, Australien, habe ich den sehr einfühlsamen Vortrag von Dr. Sanjeev Balakrishnan gesehen. Balakrishnan ist Arzt und behandelt Patienten mit Diabetes Typ-2 nebst Folgeerkrankungen durch gesundes Essen. In seiner Rede geht Balakrishnan zunächst auf die Umstellung auf eine karnivore Ernährung ein, später jedoch auch auf eine Umstellung auf Low Carb.

Balakrishnan empfiehlt einigen seiner Patienten tatsächlich diese Ernährung, da er – genauso wie ich – sagt, dass eine strikte karnivore Ernährung eine wunderbare „Reset“-Funktion hat. Ich füge mal hinzu: Vor allem bei Patienten, die bereits ein „Problem“ mit dem Darm oder eine andere chronische Erkrankung haben. Des Weiteren kommen Patienten zu Balakrishnan, die ihrerseits entschieden haben, diese Form der Ernährung auszuprobieren. In seinem Vortrag geht Balakrishnan auf die Fehler und Fallen ein, die seine Patienten gern machen und ich finde diese Fehler interessant, da sie zum Teil eben auch bei Low Carb auftreten können. Also schauen wir uns mal die gängigen Fehler an:

Patienten haben häufig eine falsche Erwartungshaltung bzw. ein falsches Verständnis davon, was die Ernährungsumstellung bewirken kann. Vor allem in welchem Zeitraum man deutliche Verbesserungen wahrnimmt. Ich führe in diesem Zusammenhang immer gern Insulin an. Insulin fällt nun einmal nicht über Nacht, sondern es benötigt – je nach Ausgangswert – viele Monate, um einen Wert unter 6 mIE/ml zu erreichen. Und diese Zeit muss man der Umstellung auch zugestehen. Was sich viel schneller ändert und was man, sozusagen als Anfangserfolg, prüfen kann, sind die Blutwerte wie Triglyceride und HDL.

Was hier auch mit hineinspielt ist die Motivation für die Ernährungsumstellung. Wenn Balakrishnan diese Ernährung nicht angeordnet bzw. empfohlen hat, dann fragt er den Patienten zunächst, warum er sich für eine Umstellung entschieden hat. Und häufig kommt der Punkt „Abnehmen“, den man jedoch auch mit einer gut formulierten Low Carb-Ernährung erreichen kann, die dann auch nicht so einschränkend gestaltet ist. Auch denken einige Patienten, dass eine karnivore Ernährung bedeuten würde, dass man täglich Fleisch isst, aber ruhig weiter sein Glas Wein, seinen Kaffee und sein Gemüse essen kann. Generell stellt Balakrishnan häufig fest, dass die Ernährung an sich ziemlich gut umgesetzt wird, der Patient jedoch weiterhin die vollkommen falschen Getränke konsumiert. Wir Menschen sollten generell Wasser oder ungesüßten Tee trinken. Auch Kaffee wird häufig unverändert konsumiert. Gesunde Menschen können ruhig 1-2 Tassen Kaffee am Tag trinken, aber Balakrishnan behandelt nun einmal keine gesunden Menschen und da ist Kaffee häufig ein Problem, da es auch nicht bei diesen 1-2 Tassen bleibt, sondern es werden gern einmal 4-6 Tassen am Tag. Wenn man dann abnehmen möchte oder sollte, dann muss man wissen, dass Kaffee hier ein echtes Problem sein kann, da Kaffee dazu führt, dass der Mensch zusätzliches Cortisol produziert, was in Folge Insulin steigen und die Biochemie des Menschen genau in die falsche Richtung steuern lässt.

Das sind zwei sehr wichtige Aspekte, die generell für eine gesunde Ernährung bzw. Umstellung auf eine gesunde Ernährung gelten. Nächste Woche geht es weiter mit diesem Thema!

Quelle: Clinical Experience of a Diet Designed to Reduce Aging, Ron Rosedale et. al., 2009, PMID: 20204146



Über den Autor:

“Robert Krug beschäftigt sich seit 2016 intensiv mit dem Thema Gesundheit und Ernährung im Hinblick auf die Biochemie des Menschen. Seit 2019 veröffentlicht Robert Krug Bücher zu den Themen genetisch korrekte Ernährung und zur ganzheitlichen Betrachtung des Menschen. Doch lassen wir ihn selbst einmal zu Wort kommen, wie er seinen Weg zur Biochemie gefunden hat:

"Ich liebe es, Probleme zu lösen. Das wird mit ein Grund dafür gewesen sein, dass ich 1994 Wirtschaftsinformatik studiert und warum ich leidenschaftlich gern Software programmiert habe. Mein Weg zur ganzheitlichen Medizin erfolgte aus der Not heraus, da ich in 2016 selbst erkrankte und von der Schulmedizin leider keine Hilfe bekam. So fing ich an, mich Stück für Stück mit meinen Problemen zu beschäftigen und zu lesen, um den Problemen auf den Grund zu gehen. Also das gleiche Vorgehen wie bei der Arbeit. Das war sozusagen der Start für mein inzwischen leidenschaftliches Interesse an der Biochemie und somit der Start meiner Reise." ”

Das Bild zeigt ein Porträt des News-Autors Robert Krug.

Scrollen macht unzufrieden (News vom 31.12.2025 | Dr. Kristina Jacoby)

Immer mehr Menschen verbringen ihre freie Zeit mit dem Smartphone. Viele merken gar nicht, wie sie minutenlang durch Nachrichten und Bilder scrollen. Das geschieht nicht nur bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen. Auch Menschen in der Lebensmitte und Ältere sind längst betroffen. Das ständige Wischen, Tippen und Schauen hält das Gehirn in Daueralarm.

Wer immer wieder neue Reize empfängt, kann sich nicht mehr richtig konzentrieren. Die Gedanken springen, die Aufmerksamkeit nimmt ab. Nach einer Stunde Scrollen bleibt oft ein Gefühl der Leere. Es scheint, als hätte man etwas getan, tatsächlich ist nichts passiert. Gerade wenn ohne Ziel gescrollt wird, führt das zu innerer Unruhe und Unzufriedenheit. Viele fühlen sich nach solchen Phasen erschöpft, obwohl sie körperlich kaum etwas getan haben. Das Gehirn war überfordert, die Sinne überreizt.

Warum Achtsamkeit hilft

Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen Achtsamkeit und Smartphone-Nutzung bei jungen Erwachsenen. Dabei zeigte sich, dass Menschen, die regelmäßig achtsam leben, ihr Smartphone viel seltener benutzen, besonders vor dem Schlafengehen. Sie haben mehr Selbstkontrolle und neigen weniger zum Grübeln. Beides sind entscheidende Faktoren für Konzentration und innere Ruhe.

Achtsamkeit bedeutet, mit den Gedanken im Moment zu sein. Wer beim Atmen, Gehen oder Essen aufmerksam bleibt, unterbricht die ständige Reizsuche. Dadurch kommt der Geist zur Ruhe. Menschen mit höherem Maß an Achtsamkeit schlafen besser, sind ausgeglichener und fühlen sich zufriedener. Der innere Drang, das Smartphone immer wieder in die Hand zu nehmen, lässt nach.

Einfach anfangen

Man muss nicht gleich auf Technik verzichten. Es reicht, bewusste Pausen einzubauen. Schon wenige Minuten am Tag, in denen das Smartphone beiseitegelegt wird, verändern spürbar den Gemütszustand. Abends den Bildschirm auslassen, stattdessen atmen, meditieren, Yoga- oder Stretching-Übungen praktizieren, lesen oder spazieren gehen, ist ein wirksames Training für das Gehirn.

Mit jeder achtsam verbrachten Minute steigt die Fähigkeit, sich zu konzentrieren. Wer lernt, still zu werden, fühlt sich wacher und klarer. Der Schlaf verbessert sich, die Stimmung ebenso. Es ist erstaunlich, wie sehr ein wenig Bewusstheit die eigene Lebensqualität steigern kann. Wer sich regelmäßig in Achtsamkeit übt, wird feststellen, dass das Leben auch ohne ständiges Scrollen spannend genug ist.

Quelle: Cheng SS, Zhang CQ, Wu JQ. Mindfulness and Smartphone Addiction before Going to Sleep among College Students: The Mediating Roles of Self-Control and Rumination. Clocks Sleep. 2020;2(3):354-363. Published 2020 Aug 29. doi:10.3390/clockssleep2030026



Über die Autorin:

"Dr. Kristina Jacoby arbeitet seit 2014 Dr. U. Strunz bei der Erstellung seiner Bücher zu. Besonders fasziniert ist sie von den physiologischen Abläufen im Organismus sowie den Möglichkeiten diese mit Lebensstilveränderungen positiv zu beeinflussen.
Physiologie und Genetik waren ihre Schwerpunkte in ihrem Biologie-Studium, welches sie 2002 abschloss. Von 2004 bis 2010 studierte und promovierte sie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit 2008 beschäftigt sie sich intensiv mit Meditation und praktiziert täglich.

Das sagt sie selbst zu Ihrer Tätigkeit:

„Jede Krankheit basiert auf Schieflagen im Organismus, die man aufspüren und verändern kann. Davon bin ich überzeugt. Mittlerweile gibt es etliche wissenschaftliche Veröffentlichungen, die das bestätigen. Leider ist das Wissen noch nicht in den Arztpraxen angekommen. Daher möchte ich dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen von diesen Möglichkeiten der Heilung erfahren und in die Lage versetzt werden, sie umzusetzen.“"

Das Bild zeigt ein Porträt der News-Autorin Dr. Kristina Jacoby.

2026 – ein Jahr in Bewegung (News vom 01.01.2026 | Justus Mörstedt)

Heute, liebe News-Leser, habe ich die Ehre, die erste News des Jahres 2026 für Sie zu veröffentlichen. Weihnachten ist vergangen, das Neujahrsfest bestritten und damit endet nicht nur die Zeit der Lichter und Wärme, sondern auch das Jahr 2025. Uns stehen nun die unangenehmsten Monate des Jahres bevor. Sie werden von grauem Himmel, matschigen Straßen, grummelnden Mitmenschen und dieser Art unbefriedigender Kälte geprägt, die zu warm für Schneefall ist und zu kalt für Behaglichkeit.

Gott sei Dank, dass wir die Wärme der Festtage noch ein wenig in uns spüren. Sie verhelfen uns zu einem tatkräftigen Start nach dem Jahreswechsel. Wir erinnern uns an herzliche Umarmungen, tönende Schallplatten, freudige Gesichter, funkelnde Weihnachtsbäume und zahlreiche Köstlichkeiten. Viele verbringen diese Tage mit der Familie. Diese Art von alljährlichem Symposium funktioniert mal mehr und mal weniger gut. Es werden alte Rollenbilder ausgepackt, politische Diskussionen entfachen und tief verankerte Beziehungsmuster erscheinen im alten Glanz. Während sich bestehende Nähe intensiver anfühlt, treten ungelöste Spannungen besonders deutlich zutage. Das qualifiziert die Feiertage dazu, zwischenmenschliche Probleme offenzulegen, anstatt sie zu überdecken. Ausufernder, provozierender politischer Diskurs kann ein Ausdruck dessen sein.

In jenem Zeitraum des Jahres findet ein Feuerwerk zwischenmenschlicher Spannungen statt. Mit dem Jahresbeginn werden dann Lichtmangel, schlechtes Wetter und sozialer Rückzug mit ambitionierten Zielstellungen, die zum Scheitern verurteilt sind, garniert. Das Produkt sind Frustrationen, Schuldgefühle und Motivationsverlust.

Die Gemeinsamkeit liegt insbesondere beim Ursprung des Problems: Der Kommunikation. Wir kommunizieren heute weniger offen und bewusst als früher, weil wir das bewusste Zuhören verlernt haben. Die dauerhafte Verfügbarkeit von Reizen überflutet unsere Kognition. Allerdings wäre gerade in dieser Situation der verbale Austausch essenziell – als mentales Ventil, zur Einordnung von Gedanken, zum Abbau innerer Spannungen und zur emotionalen Selbstregulation.

Fehlt dieser Austausch, staut sich Belastung an. Die Folgen können depressive Verstimmungen, psychosomatische Beschwerden, Angstzustände oder zwanghafte Gedankenschleifen sein. Kommunikation ist damit kein Luxus sozialer Nähe, sondern eine grundlegende Voraussetzung psychischer Gesundheit. Um die eigene Kommunikationsfähigkeit zu beobachten und weiterzuentwickeln, hilft es, regelmäßig innezuhalten und sich zu fragen, ob man spricht, um verstanden zu werden – oder nur reagiert. Vermeide ich gerade bewusste ein Thema – und wenn ja, warum?

Wer lernt, Gefühle klar zu benennen, aktiv zuzuhören und Gedanken ungefiltert, aber respektvoll auszudrücken, schafft nicht nur Verbindung nach außen, sondern auch Ordnung im eigenen Inneren.Drum gönnen Sie Ihrem Körper dieser Tage auch mal eine Auszeit von den Reizen. Finden sie eine Tätigkeit, bei der Sie Ihre Gedanken ordnen können. Ein selbstreflektierter Mensch, der in der Lage ist, eigene Verhaltensmuster zu analysieren, wird auch seine Ziele für das neue Jahr nicht nur realistischer aufstellen, sondern auch erfolgreicher umsetzen können.

„Zufälligerweise“ hat sich dafür genau eine Methode äußert wertvoll etabliert: Bewegung an der frischen Luft. Ohne Musik, ohne Podcast, ohne Telefonat, aber dafür mit Leichtigkeit und Freude!

Auf ein bewegtes Jahr 2026.



Über den Autor:

“Justus Mörstedt widmete sich bis zu seinem 14. Lebensjahr in seiner Freizeit dem Triathlon, bevor er sich endgültig auf sein Lieblingselement, das Wasser, fokussierte und Finswimmer wurde. Seit 2019 ist er Sportsoldat und studiert und trainiert im Leistungszentrum Leipzig.

Doch lassen wir ihn selbst zu Wort kommen: „Hier lebe ich meinen Traum: Leistungssport und Medizinstudium. Mich fasziniert es, das neu Erlernte im Sportleralltag in die Praxis umzusetzen und somit den oft trockenen Inhalten ein wenig Leben einzuhauchen.“

Diese Kombination macht sich bezahlt: im Juli 2024 wurde er zweifach Weltmeister. Über 200 m Streckentauchen hält er den Weltrekord. Falls Sie neugierig geworden sind, was Finswimming ist, sehen Sie sich in den News um, oder werfen eine beliebige Suchmaschine an!

Forever young wurde ihm mit seinem Einstieg in den Profisport sozusagen „in die Wiege gelegt“. Sein Trainer sagte immer: „Wer hier mitmachen will, muss mindestens ein Strunz-Buch gelesen haben.“ Zu Wettkämpfen verteilte er den Sportlern immer Vitamineral 32. Mit den Jahren in Leipzig hat sich in seinem 24 Jahre jungem Kopf so einiges zusammengesammelt, was er gerne mit Sportlerkollegen unter anderem hier in den News teilt. Dabei unterstützen wir als forever young ihn als Sponsor."

Das Bild zeigt ein Porträt des News-Autors und Finschwimmers Justus Mörstedt.

Mitochondrien lieben Kälte – warum Energie im Zellkern beginnt (News vom 02.01.2026 | Dr. Matthias Wittfoth)

Kälte ist mehr als nur ein Wachmacher. Sie wirkt bis in die kleinsten Einheiten des Körpers: die Mitochondrien.
Diese winzigen Zellorganellen sind die Kraftwerke Ihres Organismus – sie produzieren die Energie, mit der jede Zelle arbeitet, denkt und regeneriert.
Wenn Kälte gezielt eingesetzt wird, reagiert der Körper nicht nur an der Oberfläche, sondern tief im Zellkern. Genau hier beginnt wahre Leistungsfähigkeit.

Wie Kälte die Zellenergie ankurbelt
Trifft Kälte auf die Haut, schaltet der Körper um – von Komfort auf Anpassung.
Dieser Wechsel aktiviert den Stoffwechselregulator PGC-1α. Er ist so etwas wie der Dirigent für die Bildung neuer Mitochondrien.
Studien zeigen: Bereits kurze Kältereize (z. B. 2–3 Minuten bei 14–16 °C) steigern die mitochondriale Dichte in Muskelzellen und erhöhen die Aktivität von Enzymen, die Fettsäuren in Energie umwandeln.
Mehr Mitochondrien bedeuten: mehr ATP, weniger Erschöpfung, klarerer Kopf.

Warum das auch dem Gehirn hilft
Das Gehirn verbraucht rund 20 % der gesamten Körperenergie – aber nur, wenn die Mitochondrien dort effizient arbeiten.
Chronischer Stress, Schlafmangel oder Überernährung bremsen diese Energieproduktion.Kälte wirkt hier als „Reset“: Sie aktiviert Noradrenalin, verbessert die Durchblutung des Gehirns und senkt oxidativen Stress.
Ergebnisse aus Frontiers in Neuroscience (2023) zeigen, dass regelmäßige Kälteanwendungen die neuronale Energieproduktion stabilisieren und die mentale Leistungsfähigkeit erhöhen können.

Mitochondrien brauchen Training – und Nährstoffe
Kälte ist das Training. Aber auch die richtige Ernährung entscheidet, ob Zellen Energie freisetzen oder ermüden.
Für starke Mitochondrien braucht es:


  • Coenzym Q10 und Carnitin – sie transportieren Elektronen in der „Energiekette“ der Zelle.
  • Omega-3-Fettsäuren – sie halten die Mitochondrienmembran flexibel.
  • Magnesium und Vitamin B3 – als Schaltstellen im ATP-Zyklus. Diese Kombination verstärkt die Wirkung des Kältetrainings und sorgt dafür, dass die Energieproduktion nicht nur angeregt, sondern auch effizient bleibt.

Der praktische Einstieg
Drei bis vier Kältereize pro Woche reichen aus – z. B. 60 Sekunden kaltes Duschen nach dem Sport oder am Morgen.
Wichtiger als Intensität ist die Regelmäßigkeit. Schon nach zwei Wochen berichten viele von spürbar mehr Energie und innerer Ruhe.

Fazit: Kälte macht nicht einfach „wach“ – sie trainiert Ihre Zellen, Energie besser zu nutzen. Wer regelmäßig milden Kältereizen ausgesetzt ist und gleichzeitig seine Mitochondrien nährt, erlebt, was wahre Energie bedeutet: klare Gedanken, stabile Stimmung und Kraft bis in jede Zelle.

Weiterführende Studien (Kurzüberblick)


  1. Chondronikola, M. et al. (2016). Brown adipose tissue activation increases mitochondrial biogenesis. Cell Metabolism.
    → Wiederholte Kälteexposition steigert PGC-1α-Expression und Mitochondrienzahl.
  2. Heaton, J. M. et al. (2023). Cold exposure enhances brain energy metabolism and neurovascular coupling.Frontiers in Neuroscience.
    → Kälte verbessert Energiefluss und kognitive Funktion im Gehirn.
  3. Nakamura, K. et al. (2020). Hormetic effects of mild cold exposure on human metabolism. Temperature.
    → Moderate Kälte erhöht Stoffwechselrate und ATP-Effizienz bei gesunden Erwachsenen.


Über den Autor:

Dr. Matthias Wittfoth macht Hirnforschung spürbar: Als Neurowissenschaftler, Diplom Psychologe und CEO der Dr. Wittfoth Longevity GmbH synchronisiert er Gehirn, Körper und Bewusstsein für messbar mehr Lebensjahre in Vitalität.

Seine drei Power-Hebel

  1. Neuro-Longevity – Protokolle, die synaptische Alterung bremsen.
  2. Breath- & Kälte-Resets – Stress wird dort gelöst, wo er entsteht: im Nervensystem.
  3. KI-Personalisierung – individuelle Stacks statt One-Size-Fits-All.

Dr. Wittfoth coacht Vorstände bei BCG & Co., interviewte in seinen Podcasts Inside Brains, Der Atemcode und Matthias X inspirierende Forscher, Künstler und Biohacking-Legenden. Ab Q4 2025 liefert sein neues Format einzigartige Impulse, die man nicht nur versteht, sondern sofort im eigenen Körper erlebt.

Mission: Klarer denken. Tiefer fühlen. Länger leben. – Und genau das erwartet Sie in seinen News.

Das Bild zeigt ein Porträt des News-Autors Matthias Wittfoth.

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