Vitamin D spielt eine zentrale Rolle in zahlreichen physiologischen Prozessen, darunter Immunregulation, Zellteilung, Hormonbalance und neurologische Funktionen. Entscheidend für die Wirkung von Vitamin D ist nicht allein der Serumspiegel, sondern vor allem die Funktion des Vitamin-D-Rezeptors (VDR).
Der Vitamin-D-Rezeptor ist ein Rezeptor im Zellkern, der in fast allen Körperzellen vorkommt. Nach Bindung der aktiven Form von Vitamin D (1,25-Dihydroxyvitamin D) wirkt der VDR als Transkriptionsfaktor und reguliert die Aktivität von mehreren hundert Genen. Diese Gene sind unter anderem beteiligt an:
Von einer Vitamin-D-Rezeptor-Blockade spricht man, wenn der VDR seine Funktion nur eingeschränkt oder gar nicht ausüben kann. In diesem Fall kann Vitamin D zwar im Blut auch im optimalen Bereich vorhanden sein, erreicht aber seine Zielzellen nicht wirksam. Funktionell entsteht dadurch ein Vitamin-D-Mangel auf Zellebene, auch wenn Laborwerte scheinbar unauffällig sind.
Eine eingeschränkte Vitamin-D-Wirkung am Rezeptor kann sich wie ein Vitamin-D-Mangel äußern, unter anderem durch:
Die genetische Ausstattung spielt eine relevante Rolle für die Funktion des Vitamin-D-Rezeptors und für den gesamten Vitamin-D-Stoffwechsel. Genetische Varianten (sogenannte Polymorphismen) können dazu führen, dass Vitamin D weniger effektiv wirkt, selbst bei ausreichender Zufuhr oder guten Blutwerten.
Besonders relevante Gene sind:
Genetische Faktoren bedeuten in der Regel allerdings keine vollständige Blockade, sondern eine individuelle Neigung zu einer verminderten Vitamin-D-Wirkung. 70 % der Europäer haben mindestens einen Polymorphismus am VDR-Gen. Ein einzelner Polymorphismus hat meist nur einen moderaten Effekt. Wichtig ist, ob weitere Gene von einem ungünstigen Polymorphismus betroffen sind und auch ob weitere (Umwelt-)faktoren vorhanden sind, wie z. B.
Die Diagnose einer tatsächlichen Vitamin-D-Rezeptor-Blockade ist komplex, da Standardlaborwerte meist nur 25-OH-Vitamin D und ggfs. 1,25 OH-Vitamin D erfassen. Funktionelle Marker, Entzündungsparameter, genetische Tests der oben genannten Gene sowie die klinische Symptomatik spielen daher eine wichtige Rolle in der ganzheitlichen Beurteilung.
Die Behandlung zielt nicht primär auf eine immer höhere Vitamin-D-Dosierung ab, sondern auf die Wiederherstellung der Rezeptorfunktion. Dazu gehören je nach individueller Situation:
Die Vitamin-D-Rezeptor-Blockade verdeutlicht, dass Gesundheit bzw. die Versorgung mit einzelnen Mikronährstoffen nicht allein anhand einzelner Laborwerte beurteilt werden kann. Entscheidend ist die Funktion auf Zellebene. Ein ganzheitliches Verständnis des Vitamin-D-Stoffwechsels eröffnet neue Perspektiven für Diagnostik und Therapie – insbesondere bei chronischen und komplexen Beschwerdebildern.
Rund um das Thema „Vitamin-D-Rezeptor-Blockade“ taucht immer vor allem in Social Media-Kanälen die so genannte 25-OH-/1,25-(OH)-Ratio auf. Was sie wirklich aussagt – und wann sie eher in die Irre führt – kläre ich in der nächsten News.
Quellen:
Rosli NFH, Mohd Nor NS, Adnan RA, Sheikh Abdul Kadir SH. A review of vitamin D deficiency and vitamin D receptor polymorphisms in endocrine-related disorders. Clin Exp Pediatr. 2025 Jan;68(1):30-52. doi: 10.3345/cep.2024.00227. Epub 2024 Nov 6. PMID: 39533737; PMCID: PMC11725620.
Vulcan T, Iancu M, Procopciuc LM, Suciu TS, Filip GA. Association of vitamin D receptor gene polymorphisms, metabolic features and susceptibility to polycystic ovary syndrome: a preliminary study. Reprod Biomed Online. 2025 Feb;50(2):104447. doi: 10.1016/j.rbmo.2024.104447. Epub 2024 Sep 8. PMID: 39753037.
Über die Autorin:
"Kyra Kauffmann, Jahrgang 1971, Mutter zweier kleiner Söhne, Volkswirtin, seit 20 Jahren niedergelassene Heilpraktikerin, Buchautorin, Dozentin, Journalistin und seit 3 Jahren begeisterte Medizinstudentin.
Zur Medizin kam ich durch meine eigene schwere Erkrankung mit Anfang 30, bei der mir seinerzeit kein Arzt wirklich helfen konnte. („Ihre Werte sind alle super – es ist alles rein psychisch!“). Hilfe bekam ich von Heilpraktikern, die zunächst einmal eine wirklich gründliche Labordiagnostik durchgeführt haben, ganz nach dem Vorbild von Dr. Ulrich Strunz. Es war eine neue Welt, die sich mir eröffnete und die Erkenntnisse, haben mich sofort fasziniert (ohnehin bin ich ein Zahlen-Daten-Fakten-Fan und habe nicht umsonst das Studium der VWL gewählt). Die Begeisterung war so groß, dass ich meinen alten Beruf an den Nagel hängte und Heilpraktikerin wurde. Meine Praxis führe ich seit 20 Jahren mit großer Begeisterung und bin – natürlich - auf Labordiagnostik spezialisiert und kann so oft vielen Symptomen auf den Grund gehen. In 2 Jahren hoffentlich dann auch als Ärztin.

In einigen alternativmedizinischen Konzepten wird die Kombination aus niedrigem 25-Hydroxy-Vitamin D (25-OH-D) und erhöhtem 1,25-Dihydroxy-Vitamin D (1,25-(OH)₂-D, Calcitriol) als Hinweis auf eine sogenannte Vitamin-D-Rezeptor-Blockade (VDR-Blockade) interpretiert. Teilweise wird daraus sogar eine eigenständige Diagnose oder die Rechtfertigung spezieller Therapieprotokolle abgeleitet. Besonders häufig wird dabei eine „auffällige Ratio“ zwischen diesen beiden Laborwerten herangezogen. Dies möchte ich in der heutigen News näher ausführen.
Damit Sie dem heutigen Thema gut folgen können, ist ein Grundverständnis des zellulären Vitamin-D-Rezeptors wichtig. Schauen Sie daher gern auch noch einmal in die letzte News-Ausgabe.
Bekanntermaßen ist 25-OH-Vitamin D die Speicher- und Transportform von Vitamin D und der etablierte Marker zur Beurteilung des Vitamin-D-Status. Er spiegelt die Zufuhr über Sonne, Supplemente, Ernährung sowie die körpereigenen Reserven.
1,25-(OH)₂-Vitamin D hingegen ist die aktive Hormonform, deren Konzentration im Blut eng reguliert wird vor allem durch Parathormon (PTH), Calcium- und Phosphatspiegel sowie die Nierenfunktion. Der Körper kann die Bildung von 1,25-(OH)₂-D auch bei niedrigen 25-OH-D-Spiegeln gezielt steigern.
Was bedeutet eine erhöhte Ratio, also ein in Relation erhöhter Wert von 1,25-(OH)₂-D bei niedrigem 25-OH?
Die häufigste Erklärung für diese Konstellation ist ein sekundärer Hyperparathyreoidismus: Sinkt der 25-OH-D-Spiegel, kann der Calciumhaushalt gefährdet sein. Als Gegenreaktion steigt das Parathormon an, welches die Umwandlung von 25-OH-D in 1,25-(OH)₂-D stimuliert. Das ist eine physiologische Anpassung, keine Fehlfunktion und kein Beweis für eine blockierte Rezeptorwirkung am Zellkern.
Weitere bekannte Ursachen für erhöhte 1,25-(OH)₂-D-Spiegel sind unter anderem granulomatöse Erkrankungen wie Sarkoidose, bestimmte Lymphome sowie nephrologische Erkrankungen. Auch hier handelt es sich um gut beschriebene pathophysiologische Mechanismen und nicht um die häufig postulierte „VDR-Blockade“.
Die zentrale Annahme hinter der 25-OH-/1,25-(OH)₂-Ratio lautet: Wenn viel aktives Vitamin D im Blut vorhanden ist, die angebliche Wirkung aber ausbleibt, müsse der Rezeptor blockiert sein. Diese Schlussfolgerung greift jedoch zu kurz.
Die Vitamin-D-Rezeptor-Aktivität lässt sich nicht aus zwei Serumwerten ableiten. Die Wirkung von Vitamin D in der Zelle hängt von zahlreichen Faktoren ab: Gewebespezifischer Rezeptorexpression, intrazellulärer Verfügbarkeit, Co-Regulatoren, Entzündungsmediatoren und genetischen Variationen, wie in der letzten News beschrieben. Ein erhöhter Serum-Calcitriolspiegel sagt nichts darüber aus, wie effektiv Vitamin-D-Signalwege in einzelnen Zellen tatsächlich ablaufen.
Bis heute existieren keine validierten Referenzbereiche, keine Studien und keine klinischen Leitlinien, die eine bestimmte 25-OH-/1,25-(OH)₂-Ratio als diagnostischen Marker für eine Rezeptorblockade anerkennen.
Hinzu kommt, dass 1,25-(OH)₂-Vitamin D in sehr niedrigen Konzentrationen vorliegt und analytisch anspruchsvoll zu messen ist. Unterschiedliche Labormethoden können relevante Abweichungen erzeugen. Starre Grenzwerte oder feste Ratio-Modelle ignorieren diese Unsicherheiten und erhöhen das Risiko von Fehlinterpretationen.
Deswegen empfehlen zahlreiche Fachgesellschaften, 1,25-(OH)₂-Vitamin D nicht routinemäßig, sondern nur bei klarer klinischer Fragestellung zu bestimmen – etwa bei Störungen des Calcium-Haushaltes, fortgeschrittener Niereninsuffizienz oder Verdacht auf granulomatöse Erkrankungen, wie Sarkoidose oder auch Tuberkulose.
Die 25-OH-/1,25-(OH)₂-Vitamin-D-Ratio ist kein diagnostisch abgesicherter Marker für eine Vitamin-D-Rezeptor-Blockade. Die häufig zitierte Konstellation „25-OH niedrig, 1,25-(OH)₂ hoch“ lässt sich in den meisten Fällen durch bekannte Regulationsmechanismen erklären. Eine Überinterpretation dieser Laborwerte kann zu unnötiger Verunsicherung und problematischen Therapieentscheidungen führen.
Eine fundierte Beurteilung des Vitamin-D-Stoffwechsels erfordert stets den klinischen Kontext, zusätzliche Laborparameter inkl. der Genetik und nicht die isolierte Betrachtung einer vermeintlich aussagekräftigen Ratio.
Quellen:
Muhittin Abdulkadir Serdar, Fatma Demet Arslan*, Neslihan Yıldırım Saral and Doğan Yüce: Correlation between serum 1,25-dihydroxyvitamin D and 25-hydroxyvitamin D in response to analytical procedures; a systematic review and meta-analysis, https://doi.org/10.1515/tjb-2023-0258, publishes May 13th, 2024
Jin Z, Bertholf RL, Yi X. Advances and challenges in the measurement of 1,25-dihydroxyvitamin D: a comprehensive review. Crit Rev Clin Lab Sci. 2023 Nov;60(7):535-548. doi: 10.1080/10408363.2023.2212765. Epub 2023 Jun 5. PMID: 37272827.
Über die Autorin:
"Kyra Kauffmann, Jahrgang 1971, Mutter zweier kleiner Söhne, Volkswirtin, seit 20 Jahren niedergelassene Heilpraktikerin, Buchautorin, Dozentin, Journalistin und seit 3 Jahren begeisterte Medizinstudentin.
Zur Medizin kam ich durch meine eigene schwere Erkrankung mit Anfang 30, bei der mir seinerzeit kein Arzt wirklich helfen konnte. („Ihre Werte sind alle super – es ist alles rein psychisch!“). Hilfe bekam ich von Heilpraktikern, die zunächst einmal eine wirklich gründliche Labordiagnostik durchgeführt haben, ganz nach dem Vorbild von Dr. Ulrich Strunz. Es war eine neue Welt, die sich mir eröffnete und die Erkenntnisse, haben mich sofort fasziniert (ohnehin bin ich ein Zahlen-Daten-Fakten-Fan und habe nicht umsonst das Studium der VWL gewählt). Die Begeisterung war so groß, dass ich meinen alten Beruf an den Nagel hängte und Heilpraktikerin wurde. Meine Praxis führe ich seit 20 Jahren mit großer Begeisterung und bin – natürlich - auf Labordiagnostik spezialisiert und kann so oft vielen Symptomen auf den Grund gehen. In 2 Jahren hoffentlich dann auch als Ärztin.

Hurra, hurra, die Revolution ist endlich da: Mehr als 160 Jahre, nachdem der englische Bestatter William Banting in seinem Buch „Letter of Corpulence, Adressed to the Public“ seine erfolgreiche Gewichtsabnahme durch eine stark kohlenhydratreduzierte Diät beschrieb, feiert die Low Carb-Therapie aus der Küche jetzt ihr größtes – und verdientes – Revival: Die US-Regierung veröffentlichte jetzt ihre neuen Ernährungsrichtlinien, die den Grundstein für die Ernährungspolitik der kommenden fünf Jahren legt.
Und sie startete mit einem Knall: Die gängige Ernährungs-Pyramide wurde einfach auf den Kopf gestellt! Noch bis 2024 galten Kohlenhydrate wie Brot, Cerealien, Reis und Körner auf „My plate“ – dem US-Nachfolger der Pyramide – als Basis der täglichen Kost; wie auch (Mager-)Fleisch, Geflügel oder Eier sollten nur sparsam verzehrt werden. Die Empfehlung, auf (zugesetzten) Zucker möglichst zu verzichten, galt aber auch.
In den neuen Ernährungsempfehlungen zählen jetzt Fleisch, Käse, Eier und Vollmilch (Vollfett!) – also tierische Proteine und gesättigte Fettsäuren – nebst einigen Gemüsesorten (z.B. Brokkoli, Tomaten, Hülsenfrüchte) quasi zu den neuen Grundnahrungsmitteln der Ernährungs-Pyramide; dafür ist jetzt Getreide („Whole Grains“ = Vollkorn!) an die dünne Spitze gerückt.
Auch Obstsorten mit hohem glykämischen Index wie Weintrauben, Bananen oder weißer Reis sind in der Pyramiden-Schublade „Seltener essen“ gelandet. Der Verzehr hoch verarbeiteter Lebensmittel wie Fertiggerichte soll reduziert werden. Süßigkeiten sind gleich gar nicht mehr abgebildet – raffinierte Kohlenhydrate, z.B. in Weißbrot, Tortillas, gezuckerten Limos oder Kuchen, werden weitgehend vom Speiseplan verbannt.
„Esst echtes Essen“, postete Gesundheitsminister Robert F. Kennedy jr. auf X, früher Twitter. Warum aber hat es so lange gedauert, bis die Gesundheitsgefahren durch Kohlenhydrat-Überkonsum in den Diät-Empfehlungen berücksichtigt werden –und damit Cholesterin und gesättigte Fettsäuren als „Staatsfeind Nummer Eins“ ablösen? Die Antwort mag in der Geschichte des Marketings für fettarme/-fettfreie Produkte liegen: 1952 hatte US-Biologe Ancel Keys von der University of Minnesota nach seiner „Sieben-Länder-Studie“ seine „Diät-Herz“-Hypothese in die Welt gesetzt. Die besagte, dass gesättigte Fette das Cholesterin im Blut erhöhen, was die Hauptursache für Herzinfarkte sei. Aber: Er hatte Daten aus 22 Ländern gesammelt – und die Daten aus 15 Ländern einfach ausgeschlossen. Das war der Start in die „Fettfrei-ist-gesund“-Ära.
Zusammen mit seinem Universitäts-Kollegen Ivor Frantz war Keys später an der Langzeitstudie „Minnesota Coronary Health Experiment“ (1968-1973) beteiligt. Die Studie schien seine Hypothese zu bestätigen und erklärte gesättigte Fettsäuren aus Butter für herzschädlich und Pflanzenöle für gesund. Nach dem Tod von Frantz (2009) aber fand dessen Sohn die Studiendaten – sie wurden 2016 im British Medical Journal publiziert. Ergebnis: Gesättigte Fettsäuren schadeten dem Herzen nicht; Pflanzenöle senkten zwar das Cholesterin im Blut, nicht aber die Sterblichkeit.
Mein Take: Die Gesundheits-Effekte durch Kohlenhydrat-Mast wurden nur selten in Studien berücksichtigt. Zeit, dass sich jetzt dauerhaft etwas dreht!
Quellen:
USDA-Ernährungspyramide 2025-2030:
https://realfood.gov/#resources
Minnesota-Herzstudie – die echten Daten:
https://www.scientificamerican.com/article/records-found-in-dusty-basement-undermine-decades-of-dietary-advice
BMJ-Auswertung der Studie:
Re-evaluation of the traditional diet-heart hypothesis: analysis of recovered data from Minnesota Coronary Experiment (1968-73). BMJ. 2024 Jun 28;385:q1450. doi: 10.1136/bmj.q1450. Erratum for: BMJ. 2016 Apr 12;353:i1246. doi: 10.1136/bmj.i1246. PMID: 38942429; PMCID: PMC11212600.
Über die Autorin:
Marion Meiners ist ausgebildete Verlagskauffrau und Journalistin und arbeitete viele Jahre für Zeitschriften als Redakteurin für Gesundheit und Ernährung. Zusammen mit Labor-Professor Hans-Peter Seelig schrieb sie das Buch „Laborwerte klar und verständlich“.
Ihre Begeisterung für Medizinthemen entdeckte sie in frühen Berufsjahren, nachdem ihr eine Verwandte einen Pschyrembel schenkte. Seither heißt ihr digitales „Wohnzimmer“ PubMed und die Faszination für die Ursachen-Fahndung bei Krankheiten sowie die Effekte von Ernährung und Lebensstil auf die Gesundheit hält an.
Das sagt sie über ihre Tätigkeit:
„Alles hängt mit allem zusammen im Körper. Das ist leider in unserer „Schubladen“-Medizin noch nicht so ganz angekommen. Ein Nährstoffmangel kann etwa ebenso fatale Auswirkung auf alle Organsysteme haben wie z.B. ein kranker Zahn. Umgekehrt kann schon eine veränderte Zusammenstellung der Makro-oder Mikronährstoffe in der Ernährung gigantische therapeutische Effekte entfalten. Welche, und wie gut belegt diese sind – darüber möchte ich informieren.“

Wir hatten letzte Woche über die Aminosäure Glycin geschrieben und ich hatte bereits die Kombination von NAC mit Glycin erwähnt. Heute schauen wir uns die interessant gestaltete Doppelblindstudie mit insgesamt 36 Teilnehmern an. Das Team um Rajagopal Sekhar hat in Summe 36 Teilnehmer zugelassen. 12 jüngere und laut Studie gesunde Teilnehmer mit 24 älteren Teilnehmern, die über 60 Jahre alt sein mussten. Diese 24 älteren Teilnehmer hat man in zwei Gruppen je 12 Teilnehmer aufgeteilt. Die jüngeren 12 sowie zufällig ausgewählte ältere 12 Teilnehmer haben Glycin und NAC über einen Zeitraum von 2 bzw. 12 Wochen bekommen, hingegen die Placebogruppe die gleiche Menge Alanin bekommen hat. Die Aminosäuren waren in Kapseln abgefüllt. Die jüngere Gruppe hat nur für die erste Nachmessung nach 2 Wochen als zusätzliche Kontrollgruppe gedient. Doch schauen wir uns das Ergebnis einmal an, denn das kann sich sehen lassen. Wir sehen in der Glycin/NAC-Gruppe der älteren Teilnehmer folgende Verbesserungen:
Ich sage es mal so: Das sind dramatisch gute Verbesserungen in kürzester Zeit mit nur zwei Aminosäuren über einen Zeitraum von 12 Wochen. Bei den Teilnehmern mit Glycin und NAC hat sich zudem die Griffstärke verbessert, das Gewicht reduziert, der Blutdruck verbessert und die Leistung beim schnellen Gehen.
All diese Verbesserungen wurden in der Kontrollgruppe nicht gefunden, vor allem nicht die dramatischen Verbesserungen hinsichtlich einer metabolischen Erkrankung. Noch eine Anmerkung zum Aufbau der Studie: keiner der älteren Teilnehmer war mit Diabetes Typ-2 vor der Studie diagnostiziert, das war ein Ausschlusskriterium. Was ich beim Auswerten der Daten sehe: Alle älteren Teilnehmer waren weit im Prä-Diabetes vorangeschritten, lediglich die Bauchspeicheldrüse hatte noch nicht aufgegeben, Insulin zu produzieren. Und auch bei den jungen Teilnehmern lag der Nüchterninsulin bereits über den bedenklichen 10 mU/L. Soviel mal wieder zum Thema gesunde Kontrollgruppe.
Was nehmen wir mit?
Es gibt einen einfachen und kostengünstigen Weg, Entzündungen wie auch einen fortgeschrittenen Prä-Diabetes mit all seinen Facetten zu behandeln, d.h. in diesem Fall zu verbessern. Als mein Vater mit einem ähnlichen C-RP-Wert vor einigen Jahren bei seinem Hausarzt war, sagte dieser zu meinem Vater: Was sollen wir da schon machen! Nun ja, wie wäre es, diese beiden Aminosäuren mal über einen Zeitraum von 12 Wochen auszuprobieren!
Quelle: Supplementing Glycine and N-Acetylcysteine (GlyNAC) in Older Adults Improves Glutathione Deficiency, Oxidative Stress, Mitochondrial Dysfunction, Inflammation, Physical Function, and Aging Hallmarks: A Randomized Clinical Trial, Rajagopal Sekhar et al., 2023, DOI: 10.1093/gerona/glac135
Über den Autor:
“Robert Krug beschäftigt sich seit 2016 intensiv mit dem Thema Gesundheit und Ernährung im Hinblick auf die Biochemie des Menschen. Seit 2019 veröffentlicht Robert Krug Bücher zu den Themen genetisch korrekte Ernährung und zur ganzheitlichen Betrachtung des Menschen. Doch lassen wir ihn selbst einmal zu Wort kommen, wie er seinen Weg zur Biochemie gefunden hat:
"Ich liebe es, Probleme zu lösen. Das wird mit ein Grund dafür gewesen sein, dass ich 1994 Wirtschaftsinformatik studiert und warum ich leidenschaftlich gern Software programmiert habe. Mein Weg zur ganzheitlichen Medizin erfolgte aus der Not heraus, da ich in 2016 selbst erkrankte und von der Schulmedizin leider keine Hilfe bekam. So fing ich an, mich Stück für Stück mit meinen Problemen zu beschäftigen und zu lesen, um den Problemen auf den Grund zu gehen. Also das gleiche Vorgehen wie bei der Arbeit. Das war sozusagen der Start für mein inzwischen leidenschaftliches Interesse an der Biochemie und somit der Start meiner Reise." ”

Viele Menschen fühlen sich müde, erschöpft und ohne Kraft. Bei einer Blutuntersuchung wird oft ein Mangel an Eisen oder Vitamin B12 festgestellt. Dann folgen Tabletten oder Spritzen, doch die Werte bleiben niedrig und die Müdigkeit verschwindet nicht. Die Ursache liegt häufig nicht in der Ernährung, sondern in einer unbemerkten Infektion mit einem winzigen Bakterium, das sich tief in der Magenschleimhaut versteckt.
Der stille Bewohner im Magen
Das Bakterium heißt Helicobacter pylori. Die meisten Menschen tragen es in sich, ohne es zu wissen. Nur wenige entwickeln Magenschmerzen oder ein Geschwür. Viele spüren gar nichts, während das Bakterium im Hintergrund langsam die Magenschleimhaut verändert. Es entzündet sie und schwächt ihre natürliche Schutzfunktion. Dabei entsteht immer weniger Magensäure. Gleichzeitig bildet das Bakterium Ammoniak, um in dieser Umgebung zu überleben. Der Ammoniak neutralisiert die restliche Säure. Der Magen wird dadurch zu wenig sauer.
Für die Aufnahme von Eisen ist jedoch eine saure Umgebung nötig. Nur so kann Eisen aus der Nahrung gelöst werden. Wenn der Magen nicht mehr ausreichend sauer ist, bleibt das Eisen ungenutzt und gelangt nicht ins Blut. Das Bakterium verschärft das Problem, indem es selbst Eisen verbraucht. Es entzieht es den körpereigenen Eiweißen und nutzt es für den eigenen Stoffwechsel.
Auch die Aufnahme von Vitamin B12 leidet. Die Magenschleimhaut produziert normalerweise ein spezielles Eiweiß, das Vitamin B12 im Dünndarm transportiert. Wird diese Schleimhaut durch die Infektion beschädigt, entsteht zu wenig von diesem Eiweiß. Das Vitamin kann nicht aufgenommen werden, obwohl genug davon in der Nahrung enthalten ist.
Wege zur natürlichen Heilung
In der Schulmedizin wird die Infektion mit mehreren Antibiotika und Magensäureblockern behandelt. Das kann helfen, führt aber oft zu neuen Beschwerden, weil die gesunden Bakterien im Darm darunter leiden. Auf natürlichem Weg lässt sich die Infektion ebenfalls bekämpfen. Eine kohlenhydratarme Ernährung entzieht dem Bakterium die Nährstoffe, die es braucht. Besonders hilfreich sind Gemüsearten wie Brokkoli, Blumenkohl und Grünkohl. Sie enthalten Sulforaphan, einen pflanzlichen Stoff mit antimikrobieller Wirkung. Unterstützend wirken Wermutskraut und Zink, die den Magen beruhigen und die Schleimhaut heilen.
Wenn keine Schmerzen oder Druckgefühle im Oberbauch vorhanden sind, oder diese nachgelassen haben, kann der Magen wieder gestärkt werden. Ein Glas Wasser mit etwas Apfelessig vor jeder Mahlzeit fördert die natürliche Säurebildung. Auch Betain HCL Kapseln können helfen, die Magensäure wieder sauer zu machen. Der tägliche Verzehr von Sauerkraut liefert zusätzlich nützliche Milchsäurebakterien, die das Gleichgewicht im Verdauungssystem wiederherstellen. Schritt für Schritt kann sich so der Magen erholen und der Körper gewinnt seine Energie zurück.
Quelle: Motupalli, S. K., & Oroszi, T. L. (2024). The nexus between Helicobacter pylori infection and anemia—a systematic review. Frontiers in Hematology, 3, 1423494.
Über die Autorin:
"Dr. Kristina Jacoby arbeitet seit 2014 Dr. U. Strunz bei der Erstellung seiner Bücher zu. Besonders fasziniert ist sie von den physiologischen Abläufen im Organismus sowie den Möglichkeiten diese mit Lebensstilveränderungen positiv zu beeinflussen.
Physiologie und Genetik waren ihre Schwerpunkte in ihrem Biologie-Studium, welches sie 2002 abschloss. Von 2004 bis 2010 studierte und promovierte sie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit 2008 beschäftigt sie sich intensiv mit Meditation und praktiziert täglich.
Das sagt sie selbst zu Ihrer Tätigkeit:
„Jede Krankheit basiert auf Schieflagen im Organismus, die man aufspüren und verändern kann. Davon bin ich überzeugt. Mittlerweile gibt es etliche wissenschaftliche Veröffentlichungen, die das bestätigen. Leider ist das Wissen noch nicht in den Arztpraxen angekommen. Daher möchte ich dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen von diesen Möglichkeiten der Heilung erfahren und in die Lage versetzt werden, sie umzusetzen.“"

… will man sich lieber nicht vorstellen. Wir machen es heute trotzdem.
Mehr als die Hälfte der Deutschen leidet an Rückenschmerzen. Am häufigsten betroffen ist der untere Rücken. Nackenschmerzen folgen an zweiter Stelle und werden von rund 46 % unserer Mitbürger beklagt. Bei den Betroffenen traten sie im Durchschnitt an mehreren Tagen pro Monat (etwa 6–7 Tage) auf (1).
Diese Schmerzen kennt jeder. Das Dilemma: schmerzt der Nacken erstmal, leidet jede Alltagsbewegung daran. Schon beim Aufstehen ist es eine Qual, weil das System erst in die Gänge kommen muss. Oder nach dem Zähneputzen beim Ausspülen des Mundes unterm Wasserhahn, wenn der Nacken die Beweglichkeit einschränkt. Es geht weiter beim Autofahren. Wer lehnt schon seinen Kopf an die dafür vorgesehene Polsterung? Nein! Wir fahren natürlich in Vorkopfhaltung wie eine Schildkröte. Auf Arbeit wird dann schön auf den zu tief gestellten Bildschirm geglotzt, vom Handy ganz zu schweigen.
Dazu eine Metapher der Biomechanik:
Was würden Sie länger durchhalten: Eine 5 kg Hantel mit gestrecktem Arm nach oben, oder aber jene Hantel mit einem senkrecht zum Körper gestreckten Arm nach vorne zu halten?
Selbsterklärend.
So weit, so gut. Jetzt stellen Sie sich doch mal vor, wie lange Sie eine gefüllte Kiste Bier in der Senkrechten halten könnten. Sie dürfen auch beide Arme nutzen!
Jetzt müssen Sie einmal mitdenken, denn ähnliche Belastungen muss Ihre Halswirbelsäule und ihr Muskelapparat beim nach vorne geneigten Kopf ertragen: In Neutralhaltung (0°) trägt sie lediglich das reale Kopfgewicht (~5 kg), bei 30° Kopfbeugung entspricht die Belastung bereits etwa dem Gewicht eines Bierkastens und bei 60° wirken rechnerisch bis zu 27 kg auf den Nacken (2). Beim Blick auf Ihr Smartphone haben Sie, bildlich gesprochen, also mehr als eine Kiste Bier auf den Kopf aufgeladen.
Der Unterschied? Den Bierkasten würden Sie sofort absetzen – beim Kopf gestaltet sich das schwieriger.
Die nach vorn verlagerte Kopfhaltung führt zu einer dauerhaften Aktivierung der Nackenmuskeln. Diese Strukturen sind über die hintere myofasziale Kette funktionell mit dem restlichen Körper verbunden. Diese Kette verläuft als kontinuierliche Zuglinie und Muskelhülle vom Nacken zum Kreuzbein, über die Oberschenkelrückseite und den Waden bis zur Achillessehne und zur Plantarfaszie. Es entsteht eine myofasziale Spannung, die nicht lokal verbleibt, sondern entlang dieser Kette nach „unten“ weitergeleitet wird. Die Zugspannungen verteilen sich nun über größere Distanzen und erhöhen die Grundspannung des gesamten Systems, nicht nur an einem Ort.
Auch ein poröses Gummi reißt zuerst an der beschädigten Stelle, obwohl woanders gezogen wird, womit klar wird: Der Schmerz entsteht dort, wo das System am wenigsten kompensationsfähig ist – nicht zwingend dort, wo die ursprüngliche Ursache liegt.
Die resultierenden Schmerzen im Bereich der Brust- oder Lendenwirbelsäule, im Kreuzbein, der Oberschenkelrückseite oder der Achillessehne und Plantarfaszie erkennt kein bildgebendes Verfahren. Ein Teufelskreis beginnt.
Nackenschmerzen sind also ein Vorbote für weitere Beschwerden orthopädischer Natur und sollten im Kern erstickt werden. Weil die Ursachenforschung wegen der menschlichen Anatomie so komplex ist, sehe ich die Lösung in der Alltagsmotorik.
Zum Schluss noch ein kleiner Tipp, bevor die nächste News mehr zur Entlastung durch Alltagsmotorik verrät: Schmerzmittel ersticken ein Feuer nicht, sie drosseln nur vorübergehend die Sauerstoffzufuhr.
Quellen:
(1) Porst M, Wengler A, Leddin J, Heuer J, Wenig CM, Rommel A. Prevalence of back pain and neck pain in Germany: results of the BURDEN 2020 study. J Health Monit. 2021;6(S3):2–14.
(2) Hansraj KK. Assessment of stresses in the cervical spine caused by posture and position of the head. Surg Technol Int. 2014;25:277–279.
Über den Autor:
“Justus Mörstedt widmete sich bis zu seinem 14. Lebensjahr in seiner Freizeit dem Triathlon, bevor er sich endgültig auf sein Lieblingselement, das Wasser, fokussierte und Finswimmer wurde. Seit 2019 ist er Sportsoldat und studiert und trainiert im Leistungszentrum Leipzig.
Doch lassen wir ihn selbst zu Wort kommen: „Hier lebe ich meinen Traum: Leistungssport und Medizinstudium. Mich fasziniert es, das neu Erlernte im Sportleralltag in die Praxis umzusetzen und somit den oft trockenen Inhalten ein wenig Leben einzuhauchen.“
Diese Kombination macht sich bezahlt: im Juli 2024 wurde er zweifach Weltmeister. Über 200 m Streckentauchen hält er den Weltrekord. Falls Sie neugierig geworden sind, was Finswimming ist, sehen Sie sich in den News um, oder werfen eine beliebige Suchmaschine an!
Forever young wurde ihm mit seinem Einstieg in den Profisport sozusagen „in die Wiege gelegt“. Sein Trainer sagte immer: „Wer hier mitmachen will, muss mindestens ein Strunz-Buch gelesen haben.“ Zu Wettkämpfen verteilte er den Sportlern immer Vitamineral 32. Mit den Jahren in Leipzig hat sich in seinem 24 Jahre jungem Kopf so einiges zusammengesammelt, was er gerne mit Sportlerkollegen unter anderem hier in den News teilt. Dabei unterstützen wir als forever young ihn als Sponsor."

Weltweit sind über 57 % der Kinder zwischen 3 und 6 Jahren von frühkindlicher Karies betroffen (Early Childhood Caries, kurz ECC).
In China zeigt sich die Situation besonders dramatisch: 71,9 % der Fünfjährigen haben bereits kariöse Zähne. Auch in Deutschland weisen etwa 44 % der 6- bis 7-jährigen Kinder Karies im Milchgebiss auf – also fast jedes zweite Kind.
Sobald das erste Zähnchen sichtbar ist, beginnt die Verantwortung der Eltern: zweimal täglich putzen, abends besonders gründlich – und vor allem Zucker reduzieren. Softdrinks sollten im Kinderalltag keine Rolle spielen, Säfte eine Ausnahme bleiben, und Nuckelflaschen mit süßen Getränken sind ein wesentlicher Risikofaktor, den es zu vermeiden gilt.
Dass Zahngesundheit aber auch schon vor der Geburt geprägt wird, darauf deuten Daten aus einer großen chinesischen Beobachtungsstudie der Zhejiang University mit 4.109 Mutter-Kind-Paaren hin.
Das Forschungsteam untersuchte den Vitamin-D-Status der Mütter in verschiedenen Phasen der Schwangerschaft und analysierte später das Auftreten von ECC bei deren Kindern. Kinder von Müttern mit höheren 25(OH)D-Spiegeln erkrankten seltener und weniger schwer an frühkindlicher Karies als Gleichaltrige, deren Mütter niedrigere Vitamin-D-Werte aufwiesen.
Während viele werdende Mütter noch damit beschäftigt sind, ihre Gelüste zwischen Gurke, Schokolade und Räuchertofu zu sortieren, beginnt bereits die Zahnproduktion beim Fötus – ein Zeitraum, in dem Vitamin D als Schlüssel-Baustein im Calcium- und Phosphathaushalt die Qualität des entstehenden Zahnschmelzes maßgeblich beeinflusst. In den schmelz- und dentinbildenden Zellen, den Ameloblasten und Odontoblasten, finden sich besonders viele Vitamin-D-Rezeptoren. Fehlt Vitamin D, ist der Zahnschmelz so widerstandsfähig wie ein Regenschirm aus Löschpapier.
Die Studie zeigt eine statistisch signifikante Schutzwirkung höherer mütterlicher 25(OH)D-Spiegel: Sie senken nicht nur die Erkrankungshäufigkeit, sondern auch den Schweregrad der Karies im frühen Kindesalter. Die Forschenden empfehlen deshalb, Vitamin-D-Messungen und eine gezielte Supplementierung routinemäßig in die Schwangerschaftsvorsorge zu integrieren.
Wann kommen wir bloß in Deutschland zu dieser Empfehlung?
Originalpublikation:
Xu N, Chen Z, Wang B, et al. Vitamin D Levels During Pregnancy and Dental Caries in Offspring. JAMA Netw Open. 2025;8(12):e2546166. doi:10.1001/jamanetworkopen.2025.46166
Über die Autorin:
"Die Biologin Ursula Bien, Jahrgang 1963, ging nach ihrer Zeit am Institut für Biotechnologie des Forschungszentrums Jülich in die Pharmaindustrie und war zuletzt 15 Jahre lang Geschäftsführerin eines kleinen forschenden Pharmaunternehmens. Ihr Arbeitsschwerpunkt lag dabei immer im Bereich der Hämatologie und Onkologie (Blutkrebs, Stammzelltransplantation, Tumore). Motiviert durch Fragen krebskranker Patienten, begann sie sich mit alternativen und komplementären Therapieverfahren zu beschäftigen. Sie absolvierte eine Zusatzausbildung als Heilpraktikerin und bildete sich über viele Jahre intensiv zu den Themen orthomolekulare Medizin und Ernährungsmedizin weiter. Nicht zuletzt durch den wissenschaftlichen Austausch mit Dr. med. Ulrich Strunz fand sie zum Thema Epigenetik und Bluttuning. Mittlerweile gibt sie die „Strunzsche Philosophie“ in eigener Praxis voller Überzeugung auch an ihre Patienten weiter.
Das sagt sie selbst zu ihrer Tätigkeit:
„So sinnvoll die Schulmedizin in vielen Bereichen auch ist, darf es bei chronischen Erkrankungen nicht das Ziel sein, Symptome zu unterdrücken. Es gilt, die Ursachen einer Erkrankung zu finden und abzustellen. Was durch Ernährungsumstellung, gezielte Zufuhr fehlender Mikronährstoffe und Bewegung erreicht werden kann, ist immer wieder verblüffend. Ich bin Dr. Strunz für das, was ich von ihm lernen durfte unendlich dankbar und freue mich für jeden Menschen, der am eigenen Leibe erfahren darf, dass manche Krankheiten nicht nur Schicksal sind.“
