Überraschend ehrlich (News vom 14.01.2023 | Dr. med. Ulrich Strunz )

Wie lange halten gute Vorsätze? Als junger Fant war ich doch tatsächlich der Überzeugung, dass ein Mensch, auf den richtigen Weg gebracht, mit erkennbar mehr Lebensqualität … diesen Weg weiterschreiten würde. Unbeirrbar. Und nicht mehr abweichen würde nach rechts oder links.

Wie gesagt: Als junger Fant.

Jetzt, der Pubertät gerade so entwachsen, weiß ich´s besser. Wann immer mir einer von Ihnen beschreibt, wie er sein Leben verändert hätte, wie er sich an den Richtlinien der Evolution orientieren würde, denke ich mir: wie lange? Hält das vor? Zum großen Glück verschonen Sie mich ja mit Ihren – wie ich heute weiß, beinahe unausweichlichen – Niederlagen. Mit den Rückfällen in den üblichen Zustand: ab 30 geht´s bergab …

Deshalb freut mich die heutige mail besonders. Da ist jemand ehrlich. Beschreibt das Auf und Ab des Lebens. Möchte ich Ihnen weitergeben deshalb, weil man das Ganze auch außerordentlich positiv sehen kann:

Gutes wird dann besonders sichtbar, wenn man auch das Böse kennt. Schwarz bedrückt um so mehr, je tiefer man weiß verinnerlicht hat. Sie verstehen.

Lassen Sie mich also aus einer längeren mail zitieren. Das ganze Auf und Ab.

„Wie Sie bereits wissen, lese ich täglich seit Jahren morgens vor meinem Lauf Ihre News mit viel Freude und Genuss.
Sie sagen, schreiben richtigerweise wer heilt hat recht. Zudem sollte man messen (Aminogramm) und nicht mutmaßen oder ausprobieren.
Ich habe das Glück, die LEBENSFREUDE spüren zu können, nachdem ich nach Ihren Thesen gelebt habe (no carb, täglich Eiweiß-Power-Erdbeer/Rhabarber, Aminos, NEMs, Vitamin C, Magnesium, Zink, Nüsse, Thunfisch, laufen…).
Ich schwebte durch´s Leben, herrlich.“

Dann kam der Rückschlag. Beruflich zunehmende Belastung. Zeit-Druck.

„Es kam, wie es kommen musste …. Ich verspeiste nach langer Zeit wieder leere Kohlenhydrate, die Ketose wich und ich nahm 15kg zu.

Dementsprechend schlecht fühlte ich mich auch …. Ich bin also der lebende Beweis, dass Sie, wie immer, recht haben.“

Jetzt kommt das Wunderbare: Wenn Sie einmal vom Zucker geleckt haben, wissen Sie Süßes zu schätzen. Wer einmal Glückshormone bewusst verspürt hat, will immer wieder zurück. So auch hier. Zitat:

„Natürlich habe ich meinen „Selbstversuch“ wieder abgebrochen und bin zur artgerechten Ernährung mit viel Eiweiß zurückgekehrt. Ich fühle mich wieder fit und gesund, ohne Müll zu inhalieren.“

Bewundernswert. Da spürt man den inneren Antrieb. Man spürt auch, dass der Herr in der Vergangenheit „Disziplin“, auch Selbstdisziplin bereits geübt und verinnerlich hatte. Denn: Viele von Ihnen kennen die depressiven Gedanken, die einen überfallen, wenn man nach einer kurzen Zeit von Fitness im Glück wieder 15 kg Gewicht zunimmt. Man verzweifelt. Woher jetzt die Energie, das Rad zurückzudrehen …?

Nun ja: Auch dieser Mensch war privilegiert. War selbstständig. Unternehmer. Führte einen Betrieb mit acht Filialen. Das übt … zwangsläufig.

Mit großem Respekt habe ich tief meinen Hut gezogen.

Verborgener Zauber (News vom 15.01.2023 | Dr. med. Ulrich Strunz )

Mit zunehmendem Alter muss ich mich zunehmend entschuldigen. Merkwürdiger Mechanismus. Muss eingestehen, dass mir fremde, unheimliche Gedankenwelten sehr wohl auch versteckten Charme in sich tragen können. Dazu heute ein Beispiel:


  • Der Mensch lebt von und mit Glaubenssätzen. Wissen Sie alle. Wohl dem, dem diese Glaubenssätze einen festen Halt im Leben, eine Richtung geben. Beispielsweise gelebte Religion. Oder das ideologiefreie Sätzchen: „Alles ist so, wie es sein sollte.“

  • Deswegen hatte und habe ich großes Mitleid mit der heutigen Jugend. Die sich selbst – ob sie das nun weiß oder nicht – vieler solcher „Haltepunkte“ im Leben beraubt. Beispielsweise der biologischen Tatsache: Es gibt männlich und weiblich. Und dann gibt es seltene Abweichungen. Ein ja grundsätzlich gültiges Schema.

Diese neue Haltlosigkeit kann man selbstverständlich auch mehr Freiheit nennen. Und diese neue Freiheit treibt Blüten, die man sehr wohl auch als wunderschön umdeuten kann. All das war nur die Vorrede zu dem jetzt folgenden Zitat, welches mir eine völlig neue Welt erschlossen hat. Darf ich?

„Zukünftig soll man sich in Deutschland sein Geschlecht auf dem Amt unbürokratisch aussuchen können. Man geht zum Beispiel als biologische Frau dorthin und sagt: Ich bin ein Mann. Dann wird man behördlich als Mann anerkannt. Ähnlich könnte man es doch auch mit dem Alter machen, oder?

Nicht das biologische Alter soll künftig zählen. Sondern das gefühlte.

Eine Zeit lang würde es schönste Verwirrung geben: 70-jährige Männer, die sagen, sie seinen 30-jährige Frauen. Na und? Die Vorteile überwiegen. Sofort wäre Deutschland ein Land der Jugend und des Fortschritts. Die Überalterung der Gesellschaft? Abgeschafft ...
Die „alten weißen Männer“, die alle so verachten? Verschwunden.“

Da seh´ ich mich – danke liebe Ampel-Regierung – doch sofort als 17-jähriges blondes Mädchen. Behördlich anerkannt. Was ich für einen Spaß haben werde … Wunderschöne neue Welt.

Quelle: Der SPIEGEL Nr. 39/24.09.2022, Seite 61

Ihr wichtigstes Organ (News vom 16.01.2023 | Dr. med. Ulrich Strunz )

Kommen Sie drauf? Na, raten Sie mal… Oder hören Sie einfach einem Schwerkranken zu, der Ihnen diese Frage aus gelebter Erfahrung heraus kompetent beantwortet.

Da geht´s um einen 28-jährigen mit einer „unheilbaren Form von Leukämie“. Chemotherapie sowie Knochenmarktransplantation verweigerte er. Hat dafür

SELBST

nach Antworten gesucht, wie er seinen Körper und seinen Geist am besten einstellen könnte, um den (unheilbaren!) Krebs zu besiegen. Und befolgte jahrelang ein strenges, evidenzbasiertes System mit folgendem Inhalt:


  • Ernährungsumstellung
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Sport
  • Körper- Geistübungen, was auch immer das sei

Resultat? Komplette Remission. Gesund seit nun mehr 22 Jahren. Der Mann hat seinen Punkt also bewiesen. Und spricht inzwischen:

„Inzwischen bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass das Gehirn sowohl das wichtigste als auch das am wenigsten verstandene Organ des menschlichen Körpers ist. Es hält die komplette menschliche Maschine in Gang und hat eine enorme Heilungskapazität.

Die Heilung einer jeden Krankheit beginnt mit einem ruhigen, unbehelligten Verstand und einem starken Verlangen zu leben.“

Sollte man eigentlich nicht kommentieren. Vor Jahren hatte ich Sie einmal – aus ärgerlichem Anlass – darauf hingewiesen, dass das Geheimnis der Naturvölker, der krebsfreien Menschen, eben nicht nur äußere Umstände wie Bewegung oder Ernährung, sondern insbesondere und hauptsächlich ein bestimmtes Lebensgefühl sei. Nannte ich

GEBORGENHEIT.

Es lohnt sich, über dieses Wörtchen ein bisschen länger nachzudenken. Übrigens auch im Zusammenhang mit der Corona-Katastrophe.

Quelle: Dr. Turner „Neun Wege in ein krebsfreies Leben“, Seite 260

Ihr gesunder Menschenverstand (News vom 17.01.2023 | Dr. med. Ulrich Strunz )

Man muss kein Nobelpreisträger sein, man muss auch keine Nobel-Arbeiten lesen, um zu verstehen, um klug zu handeln. Möchte ich Ihnen heute demonstrieren an einer Patientin, 45 Jahre, Brustkrebs. Operation. Hat leider miterlebt, wie die eigene Mutter „endlose Chemotherapien“ über sich ergehen ließ und dennoch einige Jahre später an Brustkrebs verstarb. Da fängt man wohl das Nachdenken an. Deshalb hatte die Patientin gleich nach der Operation ihr Leben verändert. Den Lebensstil. Die Ernährung. Hat also Epigenetik begriffen.

Höchstwahrscheinlich ohne die Nobelpreisarbeit Medizin von 2018 gelesen zu haben. Die den Zusammenhang zwischen Krebs und geschwächtem Immunsystem klar und eindeutig bewiesen hatte.

Wird von Ärzten, jedenfalls von einigen, selbstverständlich begriffen. Nur haben die heute noch kein Instrumentarium, keine praktische Gebrauchsanleitung, das Immunsystem zuverlässig und messbar in Ordnung zu bringen.

Genau das zeichnet unsere Praxis aus: DIESES WISSEN.

Aber zurück zu der jungen Dame, 45 Jahre, mit gesundem Menschenverstand. Die sprach:

„Mein Immunsystem schien schon nie ganz in Ordnung zu sein – andauernd hatte ich langwierige Erkältungen. Es gab noch jede Menge anderer Anzeichen. Sobald mir die Diagnose gestellt wurde, wusste ich, dass ich etwas ändern und die Kontrolle über meine Gesundheit selbst in die Hand nehmen muss. Dazu las ich alles, was mir in die Finger kam. Ich optimierte meine Ernährung, baute Stress ab und fing an, Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen, um mein Immunsystem zu stärken. Sieben Jahre sind seither vergangen; Krebszellen können nicht mehr nachgewiesen werden. Mein Immunsystem ist zwar noch nicht perfekt, aber es funktioniert sehr gut und zuverlässig.“

An diesem Beispiel lernen wir auch, was es heißen kann, „Stress abzubauen“. Sie kennen meine praktizierten Ratschläge: lange Läufe, tägliche Meditation. Die Dame hat „ihren sehr stressigen Job als Börsenmaklerin“ aufgegeben. Auch ein Weg.

Im Übrigen lernen wir etwas über aktive, erfolgreiche Krebsbekämpfung. Genauer gesagt, Bekämpfung von Krebsstammzellen (siehe Prof. Wiestler, DKFZ). Die werden eben nicht mit Chemotherapie oder Bestrahlung erfasst. Daher muss man immer mit Rezidiven rechnen.

Erfasst allerdings werden sie von einem sehr viel stärkeren Immunsystem. Und genau das hat die Dame bewiesen. Immunsystem? Hieß bei ihr:


  • Optimierte Ernährung
  • Nahrungsergänzungsmittel (NEMs)
  • Stressabbau

Quelle: Dr. Turner „Neun Wege in ein krebsfreies Leben“, Seite 55

Kinder mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen (News vom 18.01.2023 | Dr. Kristina Jacoby )

Tritt immer häufiger auf, besonders in den USA. Da leiden Elfjährige an Bluthochdruck, Siebenjährige an Übergewicht, samt erhöhter Blutfettwerte und Fettleber. Ähnliche Entwicklungen stehen uns in Europa bevor, unter anderem weil im September 2017 die Zuckerquotenregelung in Europa gestrichen wurde.

Bis dahin durfte ein Gemisch aus Fructose und Glucose, sogenannte Isoglucose, nur 5 Prozent des Zuckerverbrauchs ausmachen. Das sollte die europäische Zuckerindustrie stärken, denn dieses Gemisch lässt sich viel günstiger herstellen als normaler Haushaltszucker aus Zuckerrüben. Das Gemisch wird aus Mais oder Weizenstärke gewonnen.

Das Problem: Isoglucose, oder auch Fruktose-Glukose-Sirup genannt, besteht in der Regel aus 55 Prozent Fructose und 45 Prozent Glucose. Isoglucose ist in Softdrinks, Süßigkeiten, Fertigprodukten, Fruchtjoghurt und sogar in Fertigpizza enthalten. Kinder und Jugendliche nehmen seit einigen Jahren nicht nur insgesamt immer mehr Zucker zu sich, sie verzehren vor allem durch die Verwendung von Isoglucose immer mehr Fructose.

Ein hoher Fructose-Konsum geht mit erheblichen gesundheitlichen Problemen einher:


  • Insulinresistenz
  • Anstieg der täglich verzehrten Lebensmittel
  • Leptinresistenz (nehmen Zellen das Signal des Hormons Leptin nicht mehr wahr, steigt das Hungergefühl)
  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Fettleber
  • Zunahme des Blutfetts (Triglyceride)

Außerdem wird Fructose in Harnsäure verstoffwechselt. Steigt die Harnsäurekonzentration, kommt es vermehrt zu chronischen Entzündungsreaktionen, was wiederrum die Entstehung chronischer Krankheiten wie auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördert. Harnsäure greift darüber hinaus die Zellen der Blutgefäße an, was zur Bildung von Plaque und somit Arteriosklerose führt.

Die EU-Kommission erwartet eine deutliche Zunahme der Verwendung von Isoglucose. Die Zunahme an übergewichtigen Kindern kann man schon jetzt auf den Straßen beobachten. Die Kinder selbst können nichts dafür. Eltern, Kitas und Schulen sind für eine gesunde Ernährung verantwortlich. Die übergewichtigen Kinder sind die Leidtragenden.

Quelle: Russo E, Leoncini G, Esposito P, Garibotto G, Pontremoli R, Viazzi F. Fructose and Uric Acid: Major Mediators of Cardiovascular Disease Risk Starting at Pediatric Age. Int J Mol Sci. 2020;21(12):4479.

Über die Autorin:

"Dr. Kristina Jacoby arbeitet seit 2014 Dr. U. Strunz bei der Erstellung seiner Bücher zu. Besonders fasziniert ist sie von den physiologischen Abläufen im Organismus sowie den Möglichkeiten diese mit Lebensstilveränderungen positiv zu beeinflussen.
Physiologie und Genetik waren ihre Schwerpunkte in ihrem Biologie-Studium, welches sie 2002 abschloss. Von 2004 bis 2010 studierte und promovierte sie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit 2008 beschäftigt sie sich intensiv mit Meditation und praktiziert täglich.

Das sagt sie selbst zu Ihrer Tätigkeit:

„Jede Krankheit basiert auf Schieflagen im Organismus, die man aufspüren und verändern kann. Davon bin ich überzeugt. Mittlerweile gibt es etliche wissenschaftliche Veröffentlichungen, die das bestätigen. Leider ist das Wissen noch nicht in den Arztpraxen angekommen. Daher möchte ich dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen von diesen Möglichkeiten der Heilung erfahren und in die Lage versetzt werden, sie umzusetzen.“"

Nachruf auf Sarah Hallberg (News vom 19.01.2023 | Robert Krug)

Leider ist eine tolle Forscherin aus der Low Carb-Gemeinschaft im März 2022 viel zu jung von uns gegangen. Wir alle verdanken ihr einen sehr mutigen TED-Talk aus 2015 zur Umkehrung von Typ-2-Diabetes und eine sensationelle Studie zum selbigen Thema. Ich habe diese Studie in fast allen meinen Büchern referenziert und fasse auch hier nochmal die vollkommen bahnbrechenden Ergebnisse für Sie zusammen, denn diese Studie hat das Fundament der Diabetesberatung in den Grundfesten erschüttert. An der Studie haben 262 Personen teilgenommen. Nach einem Jahr ergaben sich folgende Ergebnisse:


  • 94 Prozent der Teilnehmer mussten nach einem Jahr kein Insulin mehr spritzen
  • Alle Teilnehmer (100 Prozent) konnten auf das Medikament Sulfonylurea verzichten
  • Der Wert HbA1c verbesserte sich im Durchschnitt von 7,6 auf 6,3
  • Der Blutfettwert HDL stieg um 18 Prozent
  • Der Blutfettwert Triglyceride sank um 24 Prozent
  • Das Gewicht der Teilnehmer sank im Durchschnitt um 13,8 kg
  • Insulinresistenz (Homa-IR) sank um 55 Prozent
  • Der Entzündungswert CRP ist um 39 Prozent gefallen
  • 60,3 Prozent haben einen HbA1c-Wert von unter 6,5 Prozent
  • Die Leberenzymwerte haben sich bei allen Teilnehmern verbessert
  • Der 10-Jahres-Risikowert für KHK sank um 12 Prozent

Inzwischen haben sich ca. 10 Mio. Menschen Hallbergs Talk angeschaut. Wie meinte Stephen Phinney im eigenen Nachruf: Dieser TED-Talk hätte Hallbergs Karriere als Wissenschaftlerin zerstören können, da Hallberg das Establishment bloßgestellt hatte. Mit ihrem Talk war das Risiko groß gewesen, nie wieder einen öffentlichen Forschungsauftrag zu bekommen. Doch Tage zuvor hatten sich Phinney und Hallberg auf einer Konferenz kennengelernt und beim ersten Treffen direkt zusammen die oben zusammengefasste Studie konzipiert.

Das Rückgrat dieser Studie: Epigenetik!

Alle Teilnehmer in der Studie waren diagnostizierte Diabetiker Typ-2 und das für viele Jahre bis Jahrzehnte. Keiner wurde ausgeschlossen, nur weil er bereits lange Jahre als Diabetiker galt (was bei Studien zur Wirksamkeit von Medikamenten bei Diabetes Typ-2 gern gemacht wird. Wer bereits lange Diabetiker Typ-2 ist, reagiert schlechter. Oder anders: Frisch Diagnostizierte lassen sich leichter behandeln).
Die Intervention erfolgte nur über die Ernährung. Medikamente wurden infolge binnen Tagen und Wochen stark reduziert und abgesetzt. Noch nie zuvor hat es eine so sensationelle Studie zur Umkehr von Diabetes Typ-2 und den damit direkt verbundenen, schlimmen Folgeerkrankungen wie z. B. Herzerkrankungen, Erblindung, Nierenversagen, Schlaganfall und Krebs gegeben.

Liebe Sarah, ich habe Dich leider nicht persönlich kennengelernt. Aber ich bewundere Deinen Mut, einen solchen Talk zu halten und die wissenschaftlichen Befunde ans Licht zu bringen, auch wenn man sich damit seine Karriere ruiniert. Auch bewundere ich Deinen Mut, wie Du mit der Krankheit umgegangen bist.

Hallbergs Ziel war es, die Ergebnisse der Studie, die auf fünf Jahre angelegt war, noch zu Ende zu bringen. Mit Tropf im Arm hat sie weiterhin an Meetings teilgenommen und die Studie maßgeblich mit dirigiert. Vielleicht auch mit diesem Ziel vor Augen hat sie es geschafft, anstatt der prognostizierten 8 Monate noch 4 Jahre ihre Energie in dieses Projekt stecken zu können. Das wollte sie. Das hat sie geschafft.

Von uns ist eine tolle Forscherin gegangen. Und auch wenn dieser Nachruf nun spät kommt - ich habe erst kürzlich durch einen Talk von Stephen Phinney von diesem Verlust gehört – sage ich danke. Danke, Sarah Hallberg.

Quelle: „Effectiveness and Safety of a Novel Care Model for the Management of Type 2 Diabetes at 1 Year: An Open-Label, Non-Randomized, Controlled Study, Sarah Hallberg et al., 2018, DOI: 10.1007/s13300-018-0373-9”

Über den Autor:

“Robert Krug beschäftigt sich seit 2016 intensiv mit dem Thema Gesundheit und Ernährung im Hinblick auf die Biochemie des Menschen. Seit 2019 veröffentlicht Robert Krug Bücher zu den Themen genetisch korrekte Ernährung und zur ganzheitlichen Betrachtung des Menschen. Doch lassen wir ihn selbst einmal zu Wort kommen, wie er seinen Weg zur Biochemie gefunden hat:

"Ich liebe es, Probleme zu lösen. Das wird mit ein Grund dafür gewesen sein, dass ich 1994 Wirtschaftsinformatik studiert und warum ich leidenschaftlich gern Software programmiert habe. Mein Weg zur ganzheitlichen Medizin erfolgte aus der Not heraus, da ich in 2016 selbst erkrankte und von der Schulmedizin leider keine Hilfe bekam. So fing ich an, mich Stück für Stück mit meinen Problemen zu beschäftigen und zu lesen, um den Problemen auf den Grund zu gehen. Also das gleiche Vorgehen wie bei der Arbeit. Das war sozusagen der Start für mein inzwischen leidenschaftliches Interesse an der Biochemie und somit der Start meiner Reise." ”

Pubertät geht auch ohne Pickel (News vom 20.01.2023 | Dr. Kristina Jacoby )

Wenn ich in verpickelte, junge Gesichter schaue, verspüre ich selbst Schmerzen. Pickel tun weh, manchmal sogar fürchterlich. Das Problem ist nicht allein der Schmerz, sondern die geistige Aufmerksamkeit, die immer wieder mit dem Schmerz beschäftigt ist. In diesen Momenten dreht sich alles um den Schmerz und vielleicht auch um die Scham wegen der Pickel. In diesen Momenten fühlt sich das Leben elend an. Da hilft es auch nicht, wenn man sich gerade mit Freunden in der Sommersonne am See vergnügt.

Oft hört man, Pickel in der Pubertät seien normal. Stimmt das?

In der Pubertät kommt es zu hormonellen Veränderungen. Sie begünstigen Pickel. Die hormonellen Veränderungen führen aber meist nicht zu so vielen Pickeln, wie sie man sie in den jungen Gesichtern sieht.

Erst wenn hormonelle Veränderungen mit ungünstiger Ernährung aufeinandertreffen, kommt es zu den vielen Pickeln.

Allen voran sind Zucker und verarbeitete Lebensmittel das Problem, also Süßigkeiten aller Art, Soft- und Energydrinks, Eiscrème, Pizza, Nudeln, Hamburger, belegte Brötchen, süße Teilchen, Chips und Knabberzeug. Nach dem Verzehr steigt erst der Blutzuckerspiegel an, dann der Insulinspiegel.

Hohes Insulin führt zu einer sogenannten follikulären Hyperkeratose. Kompliziertes Wort, braucht man sich nicht zu merken. Gesehen hat sie jeder schon einmal. Winzige Pickelchen, die entweder ein weißes oder ein dunkles Pünktchen in der Mitte tragen. Es können so viele sein, dass es wie Gänsehaut aussieht. Bei Erwachsenen tritt diese Hautveränderung vor allem an Oberarmen und -schenkeln sowie am Gesäß auf, bei Kindern und Jugendlichen im Gesicht. Aber es müssen gar nicht immer so viele sein, auch wenige winzige Pickelchen können sich zu dicken, eitrigen Pickeln entwickeln.

Das hohe Insulin führt zur übermäßigen Produktion von Keratin, dem Eiweiß, welches das Grundgerüst für Haare und Nägel bildet. Es lagert sich um die Haarfollikel ab und verstopft den Ausgang. Ist der Haarfollikel ganz verschlossen, bilden sich die hellen Pünktchen. Das Pünktchen besteht aus Keratin. Ist der Haarfollikel verstopft, aber offen, bilden sich die dunklen Pünktchen. Da das Keratin mit Sauerstoff in Berührung kommt, oxidiert es und verfärbt sich daraufhin. Egal ob der verstopfte Haarfollikel dunkle oder helle Pünktchen hat, beide neigen zu Entzündungen. Dann ist der Pickel da.

Neben leeren Kohlenhydraten können auch Milchprodukte Haarfollikel verstopfen lassen, die sich dann zu Pickeln entwickeln. Milch enthält natürlicherweise ungefähr 60 verschiedene Hormone. Die Kälber brauchen sie, damit sie schnell und gut wachsen. Diese Hormone können die Wirkung der hormonellen Veränderungen in der Pubertät verstärken und zur vermehrten Keratin-Bildung in den Haarfollikeln führen – genauso wie hohes Insulin.

Von Milchpickeln sind übrigens nicht nur Jugendliche in der Pubertät betroffen, sondern auch Erwachsene.

Quellen: Melnik BC, Schmitz G. Role of insulin, insulin-like growth factor-1, hyperglycaemic food and milk consumption in the pathogenesis of acne vulgaris. Exp Dermatol. 2009;18(10):833-841.

Thiboutot, DM. The role of follicular hyperkeratinization in acne. Journal of Dermatological Treatment. 2000;11(2):5-8.

Über die Autorin:

"Dr. Kristina Jacoby arbeitet seit 2014 Dr. U. Strunz bei der Erstellung seiner Bücher zu. Besonders fasziniert ist sie von den physiologischen Abläufen im Organismus sowie den Möglichkeiten diese mit Lebensstilveränderungen positiv zu beeinflussen.
Physiologie und Genetik waren ihre Schwerpunkte in ihrem Biologie-Studium, welches sie 2002 abschloss. Von 2004 bis 2010 studierte und promovierte sie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit 2008 beschäftigt sie sich intensiv mit Meditation und praktiziert täglich.

Das sagt sie selbst zu Ihrer Tätigkeit:

„Jede Krankheit basiert auf Schieflagen im Organismus, die man aufspüren und verändern kann. Davon bin ich überzeugt. Mittlerweile gibt es etliche wissenschaftliche Veröffentlichungen, die das bestätigen. Leider ist das Wissen noch nicht in den Arztpraxen angekommen. Daher möchte ich dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen von diesen Möglichkeiten der Heilung erfahren und in die Lage versetzt werden, sie umzusetzen.“"

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