Rückblickend auf mein beinahe abgeschlossenes Medizinstudium muss ich feststellen: Über Hormone, speziell die so genannten Sexualhormone, habe ich so gut wie nichts gelernt. Und nein: Auch in der gynäkologischen Facharztausbildung spielen die Wechseljahre und ihre spezifischen Risiken durch den krassen Rückgang fast aller Steroidhormone bislang nur eine untergeordnete Rolle. Frauen fordern daher zu Recht vor allem auf Social Media mehr Aufklärung, bessere Prävention und zeitgemäße Behandlungsmöglichkeiten, um möglichst lange auch nach der Menopause gesund zu bleiben.
Was in der aktuellen Diskussion jedoch komplett übersehen wird: Auch Männer durchlaufen einen hormonellen Wandel, wenn sie älter werden.
Die sogenannte Andropause – manchmal auch als „männliche Wechseljahre“ bezeichnet – ist weniger abrupt als die Menopause der Frau, aber dennoch real.
Die Symptome der Andropause sind vielfältig und werden häufig fehlinterpretiert oder bagatellisiert. Männer berichten über chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Libidoverlust, Erektionsprobleme, depressive Verstimmungen, Reizbarkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten und auch – sofern sie überhaupt untersucht werden- über die Abnahme der Knochendichte (Osteoporose.) Auch körperliche Veränderungen wie Zunahme von Bauchfett, Muskelabbau, verringerte Leistungsfähigkeit und eine Abnahme der Knochendichte können auftreten. Nicht selten werden diese Beschwerden pauschal dem „Älterwerden“, Stress oder beruflicher Überlastung zugeschrieben.
Der zentrale hormonelle Wandel beim Mann betrifft vor allem das Testosteron. Gleichzeitig nimmt der Anteil des sogenannten freien, biologisch aktiven Testosterons noch deutlicher ab, da das Sexualhormon-bindende Globulin (SHBG) im Alter ansteigt. Das bedeutet: Selbst, wenn der Gesamt-Testosteronwert im Labor noch „normal“ erscheint, steht dem Körper oft deutlich weniger wirksames Hormon zur Verfügung.
In der Medizin sprechen wir dann vom „Late onset Hypogonadismus“. Dieser Abfall beginnt oft schon ab dem 35. bis 40. Lebensjahr und verläuft schleichend – jährlich etwa 1% - über Jahrzehnte. Genau das macht die Andropause so schwer greifbar: Sie ist kein klar definiertes Ereignis, kein Zeitpunkt wie die Menopause, sondern ein eher schleichender Prozess.
Doch Testosteron ist nicht das einzige Hormon, das sich verändert. Auch das Verhältnis zu Östrogen verschiebt sich. Ein Teil des Testosterons wird im Fettgewebe durch das Enzym Aromatase in Östradiol umgewandelt. Mit zunehmendem Bauchfett steigt diese Umwandlung – der Östrogenspiegel nimmt relativ zu, während Testosteron weiter sinkt. Dieses hormonelle Ungleichgewicht kann Müdigkeit, Libidoverlust, Gewichtszunahme und emotionale Veränderungen zusätzlich verstärken.
Parallel dazu verändern sich weitere Hormone:
Diese hormonellen Veränderungen wirken nicht isoliert, sondern greifen ineinander. Sie betreffen Körper, Psyche und Stoffwechsel gleichermaßen. Entscheidend ist daher weniger ein einzelner Laborwert, sondern das Gesamtbild aus Symptomen, Lebensstil, Stresslevel und individueller Biologie.
Hormone spielen auch beim Mann eine zentrale Rolle für körperliche, psychische und metabolische Gesundheit. Testosteron beeinflusst nicht nur Sexualfunktion und Muskelmasse, sondern auch Stimmung, Motivation, kognitive Leistungsfähigkeit und die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Ein Mangel kann die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Er wird aber in der medizinischen Praxis häufig nicht erkannt, da er fast nie gemessen und somit auch nicht ernst genommen wird.
Ähnlich wie bei Frauen fehlt es auch hier an strukturierter Aufklärung, an Präventionskonzepten und an einer offenen gesellschaftlichen Diskussion. Während sich das Narrativ der (Post-)Menopause langsam wandelt – weg von einem Tabuthema hin zu einem wichtigen, neuen Abschnitt im Leben einer Frau –, steckt die Andropause noch immer in den Kinderschuhen. Viele Männer sprechen nicht über ihre Beschwerden, weil sie Schwäche fürchten oder glauben, „funktionieren zu müssen“.
Die aktuelle Entwicklung rund um die Menopause zeigt: Aufklärung wirkt. Sie entlastet, normalisiert und eröffnet neue Wege der Prävention und Behandlung. Genau diesen Weg sollten wir auch für Männer gehen. Der hormonelle Wandel ist kein Zeichen von Versagen, sondern Teil des Lebens. Zeit, dass wir ihn auch so behandeln.
Quellen:
Mian AH, Yang DY, Kohler TS. Current Management and Controversies Surrounding Andropause. Urol Clin North Am. 2022 Nov;49(4):583-592. doi: 10.1016/j.ucl.2022.07.003. Epub 2022 Oct 7. PMID: 36309415.
Vance ML. Andropause. Growth Horm IGF Res. 2003 Aug;13 Suppl A:S90-2. doi: 10.1016/s1096-6374(03)00061-3. PMID: 12914733.
Über die Autorin:
"Kyra Kauffmann, Jahrgang 1971, Mutter zweier kleiner Söhne, Volkswirtin, seit 20 Jahren niedergelassene Heilpraktikerin, Buchautorin, Dozentin, Journalistin und seit 3 Jahren begeisterte Medizinstudentin.
Zur Medizin kam ich durch meine eigene schwere Erkrankung mit Anfang 30, bei der mir seinerzeit kein Arzt wirklich helfen konnte. („Ihre Werte sind alle super – es ist alles rein psychisch!“). Hilfe bekam ich von Heilpraktikern, die zunächst einmal eine wirklich gründliche Labordiagnostik durchgeführt haben, ganz nach dem Vorbild von Dr. Ulrich Strunz. Es war eine neue Welt, die sich mir eröffnete und die Erkenntnisse, haben mich sofort fasziniert (ohnehin bin ich ein Zahlen-Daten-Fakten-Fan und habe nicht umsonst das Studium der VWL gewählt). Die Begeisterung war so groß, dass ich meinen alten Beruf an den Nagel hängte und Heilpraktikerin wurde. Meine Praxis führe ich seit 20 Jahren mit großer Begeisterung und bin – natürlich - auf Labordiagnostik spezialisiert und kann so oft vielen Symptomen auf den Grund gehen. In 2 Jahren hoffentlich dann auch als Ärztin.

Dr. Nehls ist soeben von der Corona-Enquete-Kommission zurückgetreten (Forum 1.2.26). Hab ich mir gedacht: „Junge, wie konntest Du überhaupt eintreten? Wie hast Du´s so lange durchgehalten?“
Nun muss man wissen, dass ich Dr. Nehls verehre. Zutiefst. Ein Arzt, Molekulargenetiker, Extrem-Radfahrer, Bestsellerautor. Jedes Wort von ihm können Sie auf die goldene Waage legen … Schon, weil er das „race across america“ gleich zweimal bestanden hat. Und wie! Läge völlig außerhalb meiner nicht ganz unbescheidenen Reichweite.
Austrittsbegründung? Lesen Sie ganz am Ende seiner Verlautbarung. Der weiß etwas, was auch ich weiß. Worauf mein gesamtes ärztliches Leben und Wirken ruht. Auf tiefem Wissen um
WAHRHEIT
die sich letztendlich - laut Huna-Spruch - an der Effektivität, an dem Ergebnis, dem result misst. Nicht an Ideologien wie heute üblich.
Diese Nehl´sche Wahrheit formuliert er:
Nehls weiß also. Zutiefst. Weiß, was auch ich weiß. Ich persönlich aus Erfahrung. Ich habe nun einmal 51 Jahre lang Patienten gesehen und behandelt. Und kenne doch die zentrale Rolle von Vitamin D immer besser. Genauso wie Nehls (hat einen Bestseller darüber verfasst).
Ein anderes Beispiel, um Ihnen klar zu machen, wie sehr ich vibriere – ich mit meinen 82 Jahren – vibriere, wenn ich daran denke, dass
Migräne immer noch ein, besser das Hauptthema der Neurologie ist. Eine grauenvolle Erkrankung. Habe selbst jahrelang daran gelitten. Und heute weiß, ganz unbedingt WEIß, dass
Magnesium
Migräne zuverlässig und immer abstellt. Dann - jetzt kommt das Neue – wenn der Serumspiegel Magnesium über 1,0 mmol/l ansteigt. Wie auch immer Sie das schaffen.
Millionen leidenden Menschen schlagartig geholfen. Würde man (Zitat, siehe oben) „die bestehende Evidenz endlich zur Kenntnis nehmen“.
Murmelt mein kluger Sohn: „da wart´st lang.“
Insulin ist nicht der Feind. Sondern ein Werkzeug.
Wie Sie mit Eiweiß und Carbs gezielt Ihre Regeneration und Ihren Muskelaufbau verbessern.
Den ganzen Newsbeitrag finden Sie auf https://mein-bluttuning.de/news/eiweiss-carbs-regeneration-krafttraining/
Dr. Strunz und ich hatte Ihnen schon einmal eine erste Studie von David Ludwig zum Thema Carnivore-Ernährung vorgestellt( siehe https://www.strunz.com/news/haben-sies-mitbekommen.html). Wir finden nun eine Bestätigung dieser Funde durch die Veröffentlichung von Rainer Klement, also schauen wir uns das einmal an und räumen auch weiter mit einigen Vorurteilen auf.
In der in 2025 veröffentlichten Arbeit wurden 24 Teilnehmer ausgewählt, die eben noch nicht diese Art der Ernährung über einen längeren Zeitraum verfolgen. Einer der Kritikpunkte an der Arbeit von David Ludwig. Zudem wurden wichtige Blutwerte im Rahmen der Studie vorher und nachher analysiert. Was man auch noch erwähnen muss: 67% der Betroffenen hatten bereits eine Diagnose bekommen, die sie veranlasst, ihre Ernährung zu verändern. Und noch ein wichtiger Punkt: Man hat die Teilnehmer auch nach deren Wohlbefinden befragt, also Labor und subjektive Faktoren wurden kombiniert ermittelt. So, schauen wir auf die Daten:

Das ist ein ziemlich überzeugendes Gesamtergebnis, gerade auch der Rückgang der chronischen Erkrankungen, die die Teilnehmer vorweg hatten bzw. die Gesundheit generell (overall health). Würde man diese Resultate durch eine Pille erreichen können, der Hersteller wäre sehr schnell sehr reich, nur wird es das nie geben, da hier ein ganzheitlicher Heilungsansatz verfolgt wird. Das zeigt vor allem auch ein Blick auf einige Blutwerte:

Zwei Teilnehmer konnten durch die Umstellung ihrer Ernährung ihren Prä-Diabetes in Remission bringen und insgesamt ist das Entzündungsverhalten im Körper stark gefallen, nämlich von 0,60 mg/dL auf 0,1 mg/dL. Und man kann an der Stelle mit der Falschbehauptung aufräumen, dass tierische Produkte zur Gicht beitragen. Wie wir hier sehen, wo die Teilnehmer z.T. sehr große Mengen an Fleisch verzehren, fällt der Blutwert Harnsäure (Uric Acid) sogar leicht. Denn Harnsäure ist vor allem dann erhöht, wenn Insulin zu hoch ist. Doch bei dieser Form der Ernährung fällt Insulin über die Monate auf das normale Niveau, und somit können die Nieren Natrium wie auch Harnsäure problemlos ausscheiden. Ein erhöhter Insulinwert führt dazu, dass die Nieren beides stärker zurückhalten. Somit ist nicht Fleisch oder Salz etwa Schuld an Gicht oder hohem Blutdruck, sondern das erhöhte Insulin, was sehr häufig durch Zucker und zu viele Kohlenhydrate über die Jahre auf sehr hohe Werte steigt.
Was ich auch anmerken möchte: In der Studie steigen LDL, HDL wie auch das Gesamtcholesterin an. Das ist normal, wenn der Körper deutlich mehr Fett verstoffwechselt und absolut kein Grund zur Sorge, siehe mein kleiner Ratgeber zum Thema Cholesterin samt der enthaltenen Studien. Es sei auch erwähnt, dass sich auch diese Werte über die Jahre normalisieren.
Was nehmen wir mit?
Auch wenn diese Studie mit einer recht kleinen Gruppe durchgeführt wurde, die Ergebnisse sind mehr als beeindruckend und jeder, der sich mit einer chronischen Erkrankung befassen muss, der sollte über diese Form der Ernährung als Reset einmal nachdenken. Mann kann von dort aus prima auf Low Carb wechseln und dabei ausprobieren, welche Kohlenhydrate einem bekommen und welche nicht. Welche pflanzlichen Nahrungsmittel einem bekommen und welche nicht.
Quelle:
Subjective Experiences and Blood Parameter Changes in Individuals From Germany Following a Self-Conceived “Carnivore Diet”: An Explorative Study, Rainer Klement et al., 2025, DOI: 10.7759/cureus.82521
Über den Autor:
“Robert Krug beschäftigt sich seit 2016 intensiv mit dem Thema Gesundheit und Ernährung im Hinblick auf die Biochemie des Menschen. Seit 2019 veröffentlicht Robert Krug Bücher zu den Themen genetisch korrekte Ernährung und zur ganzheitlichen Betrachtung des Menschen. Doch lassen wir ihn selbst einmal zu Wort kommen, wie er seinen Weg zur Biochemie gefunden hat:
"Ich liebe es, Probleme zu lösen. Das wird mit ein Grund dafür gewesen sein, dass ich 1994 Wirtschaftsinformatik studiert und warum ich leidenschaftlich gern Software programmiert habe. Mein Weg zur ganzheitlichen Medizin erfolgte aus der Not heraus, da ich in 2016 selbst erkrankte und von der Schulmedizin leider keine Hilfe bekam. So fing ich an, mich Stück für Stück mit meinen Problemen zu beschäftigen und zu lesen, um den Problemen auf den Grund zu gehen. Also das gleiche Vorgehen wie bei der Arbeit. Das war sozusagen der Start für mein inzwischen leidenschaftliches Interesse an der Biochemie und somit der Start meiner Reise." ”

Trauma und dauerhafte Angst greifen tief in das Gehirn ein. Sie schwächen genau jene Bereiche, die für Planung, Impulskontrolle und Selbstführung zuständig sind. Wer so lebt, verliert oft die Fähigkeit für regelmäßige Selbstfürsorge. Bewegung, Schlaf, gutes Essen oder Pausen rutschen nach hinten, während schnelle Dopaminquellen wie Alkohol, kohlenhydratreiches Essen, Arbeit oder ständiges Scrollen nach vorne rücken. Ein Muster, das nichts mit fehlendem Willen zu tun hat, sondern mit neurobiologischer Überforderung.
Wie Trauma Selbstfürsorge blockiert
Trauma aktiviert die Alarmzentren des Gehirns, während der präfrontale Kortex, der für Struktur und Entscheidungen zuständig ist, leiser wird. Dieses Ungleichgewicht führt dazu, dass Angst und Anspannung die Führung übernehmen. Studien zeigen, dass Betroffene sich häufig schuldig fühlen, den eigenen Wert infrage stellen und Selbstfürsorge als unverdient empfinden. Viele ziehen sich zurück, vermeiden Auslöser und verlieren das Gefühl, Kontrolle über das eigene Leben zu haben. In dieser Gemengelage gewinnen schnelle Belohnungen an Bedeutung, weil sie kurzzeitig Entlastung bringen.
Warum Süchte oft stärker sind als gute Vorsätze
Wenn Angst und Trauma zusammen auftreten, steigt das Risiko für Sucht deutlich. Der Körper sucht nach Erleichterung, und dopaminreiche Verhaltensweisen liefern genau das. Alkohol beruhigt, kohlenhydratreiches Essen dämpft, Arbeit lenkt ab. Gleichzeitig fehlt die innere Stabilität, um gesunde Entscheidungen zu halten. Forschung zeigt, dass ein großer Teil der Menschen mit posttraumatischer Belastung eine Abhängigkeit entwickelt, weil Selbstfürsorge wie Achtsamkeit oder Schlafhygiene kaum erreichbar wirken. Die Folge ist ein Kreislauf aus Erschöpfung, Scham und weiterem Rückzug.
Wege aus der Blockade
Selbstfürsorge wird erst dann wieder möglich, wenn das Trauma selbst behandelt wird. Traumaorientierte Therapieformen können hier Türen öffnen. EMDR nutzt rhythmische Augenbewegungen, um belastende Erinnerungen zu verarbeiten und ihre emotionale Wucht zu verringern. Somatic Experiencing arbeitet mit Körperwahrnehmung, um den Nervensystemen Sicherheit zurückzugeben. Trauma fokussierte kognitive Therapie hilft, verzerrte Überzeugungen wie Schuld oder Wertlosigkeit zu korrigieren. Wenn diese Methoden greifen, sinkt die innere Alarmbereitschaft, der präfrontale Kortex gewinnt im Gehirn an Bedeutung und Selbstfürsorge wird zu einer realen Option statt zu einer Überforderung.
Heilung bedeutet nicht, dass die Vergangenheit verschwindet. Sie bedeutet, dass der Körper wieder genug Ruhe findet, um in der Gegenwart Entscheidungen für sich selbst treffen zu können.
Quelle:
Center for Substance Abuse Treatment (US). Trauma-Informed Care in Behavioral Health Services. Rockville (MD): Substance Abuse and Mental Health Services Administration (US); 2014. (Treatment Improvement Protocol (TIP) Series, No. 57.) Chapter 3, Understanding the Impact of Trauma. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK207191/
Über die Autorin:
"Dr. Kristina Jacoby arbeitet seit 2014 Dr. U. Strunz bei der Erstellung seiner Bücher zu. Besonders fasziniert ist sie von den physiologischen Abläufen im Organismus sowie den Möglichkeiten diese mit Lebensstilveränderungen positiv zu beeinflussen.
Physiologie und Genetik waren ihre Schwerpunkte in ihrem Biologie-Studium, welches sie 2002 abschloss. Von 2004 bis 2010 studierte und promovierte sie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit 2008 beschäftigt sie sich intensiv mit Meditation und praktiziert täglich.
Das sagt sie selbst zu Ihrer Tätigkeit:
„Jede Krankheit basiert auf Schieflagen im Organismus, die man aufspüren und verändern kann. Davon bin ich überzeugt. Mittlerweile gibt es etliche wissenschaftliche Veröffentlichungen, die das bestätigen. Leider ist das Wissen noch nicht in den Arztpraxen angekommen. Daher möchte ich dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen von diesen Möglichkeiten der Heilung erfahren und in die Lage versetzt werden, sie umzusetzen.“"

Kennen Sie den alten Spruch? "Ein Schnupfen dauert mit Medikamenten eine Woche, ohne sieben Tage."
Ein fataler Irrtum. Ein Satz für Menschen, die sich ihrem Schicksal ergeben. Ein Satz aus der Zeit der Reparaturmedizin. Sie aber lesen diese News. Sie wissen: Sie haben es selbst in der Hand. Sie müssen nicht warten, bis der Virus Sie für eine Woche ins Bett zwingt.
Stellen Sie sich vor, es kratzt im Hals. Die Nase kribbelt. Sie spüren: Da ist etwas im Anflug. Was tun die meisten? Abwarten. Tee trinken. Hoffen.
Falsch. Genau in diesem Moment vermehren sich die Viren (meist Rhinoviren) in Ihrem Rachenraum exponentiell. Aus einer Zelle werden Tausende. Aus Tausenden Millionen. Wenn Sie jetzt abwarten, haben Sie den Krieg bereits verloren.
Die Lösung? Zink. Aber richtig angewandt.
Zink ist nicht einfach nur ein Spurenelement. Zink ist Ihr Türsteher. Wenn Sie Zink im allerersten Moment eines Infekts einsetzen, passiert in Ihrem Körper etwas Magisches: Die Zink-Ionen legen sich exakt auf die Andockstellen (die sogenannten ICAM-1-Rezeptoren) Ihrer Schleimhautzellen.
Das Virus kommt an, will andocken, will in die Zelle eindringen, um sich zu vermehren – und prallt ab. Besetzt. Kein Zutritt. Die Virusvermehrung wird gestoppt.
Aber das funktioniert nur, wenn Sie schnell sind. Und hochdosiert arbeiten. Die Wissenschaft nennt das die 2-Stunden-Regel.
Eine große Meta-Analyse (Zusammenfassung vieler Studien) hat gezeigt: Wenn Zink innerhalb der ersten 24 Stunden nach Symptombeginn eingenommen wird, verkürzt sich die Krankheitsdauer drastisch. Die Symptome sind milder. Der Spuk ist oft vorbei, bevor er richtig begonnen hat.
Ihr Notfall-Protokoll für den nächsten Infekt:
Natürlich funktioniert dieses System am besten, wenn Ihr Zink-Spiegel im Blut ohnehin schon im optimalen Bereich ist. Wer mit einem leeren Tank in die Schlacht zieht, hat schlechte Karten.
Messen Sie Ihren Zinkspiegel im Vollblut. Der Zielwert der Frohmedizin? > 1,0 mg/l (bzw. > 100 µg/dl).
Übernehmen Sie die Kontrolle. Seien Sie kein Opfer der nächsten Erkältungswelle. Bewaffnen Sie Ihr Immunsystem!
Referenzen aus der Wissenschaft:
Über den Autor:
Dr. Matthias Wittfoth macht Hirnforschung spürbar: Als Neurowissenschaftler, Diplom Psychologe und CEO der Dr. Wittfoth Longevity GmbH synchronisiert er Gehirn, Körper und Bewusstsein für messbar mehr Lebensjahre in Vitalität.
Seine drei Power-Hebel
Dr. Wittfoth coacht Vorstände bei BCG & Co., interviewte in seinen Podcasts Inside Brains, Der Atemcode und Matthias X inspirierende Forscher, Künstler und Biohacking-Legenden. Ab Q4 2025 liefert sein neues Format einzigartige Impulse, die man nicht nur versteht, sondern sofort im eigenen Körper erlebt.
Mission: Klarer denken. Tiefer fühlen. Länger leben. – Und genau das erwartet Sie in seinen News.

Als Arzt würde ich die Frage zögerlich bejahen. Wir haben heute so unendlich viele Medikamente gegen Allergie, gegen Heuschnupfen, beginnend mit Antihistaminika bis hin zu Cortison. Gespritzt. Patienten … einigermaßen zufrieden.
Tja. Fragt sich nur, wie lange. Der Erfolg ist in aller Regel immer nur vorübergehend. Im nächsten Frühjahr, bei der nächsten Haselnussblüte geht alles wieder von vorne los. Allergie scheint etwas ganz Vertracktes zu sein.
Hab auch ich als ganz praktischer Arzt zur Kenntnis nehmen müssen. Bis, ja bis ich mich einmal mit Eskimos, Kongo-Bewohnern, Australiern, kurz und gut mit Ureinwohnern beschäftigt habe.
Die, wenn ich Albert Schweitzer glaube, solche Krankheiten bis hin zum Krebs einfach nicht kennen.
Das kann man übrigens – feiner Gedanke – ein bisschen näher definieren: keine chronischen Krankheiten. Akut krank, vorübergehend, wird wohl jeder einmal. Aber chronisch? Das Wort heißt nämlich nichts anderes als
Für uns Ärzte nicht heilbar. NICHT HEILBAR! Deshalb nämlich chronisch … denn Mühe geben wir uns.
Als ich also aufgewacht war als Arzt, so ab 1990, bin ich einmal sehr, sehr erschrocken. Verstummt, habe mich fürchterlich geschämt. Als SIE mir erzählt haben:
Da nennt sich jemand geheilt von einer chronischen – also für uns Ärzte unheilbaren – Krankheit, nämlich Heuschnupfen (25 Jahre!!!) und Ekzeme (wohl Psoriasis).
Hat mich sehr betroffen gemacht. Denn genau damit – mit Allergie, Asthma, Psoriasis – wurde mein Sohn geboren. Und ich, der Doktor, der Neunmalkluge, stand jahrelang hilflos daneben.
Jeder von Ihnen, der Kinder großgezogen hat, weiß, wie man leidet, wenn das Kind jahrelang, tagtäglich, stündlich hochrote, rissige, aufgeplatzte, eiternde Hände vorweist, weil jeder Kontakt mit der Welt der Haut schadet. Grauslich.
Und ich wusste damals nicht, was die glückliche Patientin oben entdeckt hat: einfach genetisch korrekt ernähren. Hieße - in diesem Fall - übrigens auch auf Milchprodukte verzichten.
Unvergessen: Damals haben wir wilde Tiere einfach kaum einfangen können, geschweige denn sie zu melken. Soviel zu Milchprodukten. Muss ich jedes Mal den Kopf schütteln … auch über mich.
P.S.: Erklärt mir übrigens, weshalb mein Sohnemann, auch ein Dr. Strunz, heute nachweislich und mich täglich beeindruckend so sehr viel tiefer über Leben, Herkunft, konkret über Unterbewusstsein, Archetypen nachdenkt als ich das je getan habe. Wissen Sie weshalb? Der hat gelitten. Viel mehr gelitten. Seit Geburt. Der hat´s einfach … schwerer gehabt. Das prägt. Auch das Denken.