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Die einzigartige Serviceseite für Läuferinnen und Läufer

"Frauenpower" im Trainingsurlaub im Trainingslager Belek, Türkei

Lauftraining vom 13. bis 27. April 2005 in Belek - Türkei

Der "Lauf-Guru" Peter Greif rief zum Lauf-Urlaub und diesem Ruf folgten Erika, Monika, Sabine und 87 weitere Läuferinnen und Läufer aus dem ganzen Bundesland.

Am 13. März 2005, pünktlich um 19.15 Uhr hob der Flieger in Frankfurt Richtung Antalya ab. Mit Zeitverschiebung erreichten wir endlich gegen 1:30 Uhr nachts unser Hotel. Kein Grund, nicht zum 1. Morgentraining um 7:30 Uhr anzutreten. Oh, welche Überraschung - ca. 70 weitere Läufer hatten sich ebenfalls eingefunden.

Los ging's mit dynamischen Stabis, Kraft-, Dehnungs- und Koordinationsübungen und einem 7-10 km langen regenerativen Dauerlauf, das alles auf nüchternen Magen. Das erste Frühstück war damit auch wohlverdient. Unser Hotel "Pine Beach Club", das zwar noch etwas im Aufbau war, entschädigte uns mit All inclusive - Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Mitternachtsbuffet -. Der Wetterfrosch schenkte uns dazu noch 2 Wochen über 25 º C und einen strahlend blauen Himmel. Was wollen wir mehr!!!???

In der lockeren Vorstellungsrunde erfuhren wir, dass wir das "große Glück" hatten, fast ausschließlich mit "Cracks" trainieren zu dürfen. Über 50% der anwesenden Läufer liefen die 10 km in 31-40 Minuten, den Marathon weit unter 3:00 Stunden oder kratzten zumindest an der 3:00-Stundengrenze. Aber wie Peter Greif trocken feststellte, die mittelmäßigen Läufer sind gerade die Richtigen, denen er noch etwas beibringen könne und wir wollen ja besser werden, also keine Hemmungen.

Der Trainingsplan sah ein tägliches lockeres Morgentraining (7:30) von 5-10 km vor und abends (16:30) jeweils eine Tempoeinheit zwischen 10 und 15 km mit ein- und auslaufen, sowie 2 extensive Dauerläufe von 35 km mit Endbeschleunigung. Ruhetage waren hier ein Fremdwort. Tolle Aussichten. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir bereits an unsere schmerzenden Knochen und Muskeln. Auf WAS hatten wir uns da eingelassen?

Montagabend wurden gleich mal die "Fronten" geklärt: 3 x 4000 m mit 2000 m Trabpause - so schnell wie möglich. Puh, was ne' Anstrengung. Mit Wehmut dachten wir an unseren Lauftreff und immer schön langsam dahinjoggen.

Schnell ergab sich das Motto dieses Trainingslagers:

"Laufen - Buffet - Liegestuhl - Buffet - Laufen - Buffet - Schlafen."

Aber auch das Miteinander kam dabei nicht zu kurz, es gab immer etwas zu kommunizieren und beim Laufen wurden rege Erfahrungen ausgetauscht und Tipps gegeben, denn wir hatten alle das gleiche Ziel: trainieren und schneller werden.

Bei Monika hatte sich dies am 2. Tag bereits erledigt - sie fiel im Pinienwald über eine Wurzel und renkte sich die linke Schulter aus. Ein 3-stündiger, abenteuerlicher Gang ins "Medical Center Belek" begann, der mit einer wieder eingerenkten Schulter und einer saftigen Rechnung endete. Gott-sei-Dank war nichts gebrochen und an den letzten drei Trainingseinheiten konnte sie bereits wieder teilnehmen. Immerhin den letzten gemeinsamen langen Lauf von 35 km mit fast 800 Höhenmetern hat sie noch bewältigt, davor haben wir den Hut gezogen.

Erika war von uns dreien die Fleißigste - fast keine Trainingseinheit hat sie ausgelassen - und sich dementsprechend verbessert. Wir sind uns sicher, sie wird ihren ersten Marathon am 24.04.05 in Hamburg unter 4:00 Stunden laufen.

Aber nicht nur Laufen, auch Vorträge und andere Veranstaltungen standen auf dem Programm, z. B. die Fettmessung mit der Fettzange, die zum Ergebnis führte, dass wir alle noch einige Kilo abnehmen "dürfen", sowie Ernährungs- und Gesundheitstipps und ein lebendiger Vortrag von Peter Greif, über das "richtige Marathontraining".

Wir waren aber auch im Urlaub und damit kommt der angenehme Teil der Reise: Suchte man uns, musste man nur nach der größten Runde im Speisesaal oder am Pool Ausschau halten. Wir hatten beim Essen immer einen Tisch in der Sonne und viele nette Leute um uns herum. Gerne wurde auch mal ein Bier oder Wein getrunken, den leckeren Süßspeisen am Buffet konnten wir selten widerstehen (von wegen abnehmen!!) oder es wurde auch mal später, immerhin war die Disco im Hause. Dort konnten wir bei Techno-Musik unsere Muskulatur prima lockern.

Wir Mädels von der TuS-Hornau haben uns prima verstanden, viel trainiert, viel gelacht und Spaß gehabt. Wir wurden - für unsere Verhältnisse - zu "Kilometerfressern", haben trotzdem unsere gute Stimmung und Laune nie verloren. Nach 2 Wochen kamen wir müde, abgekämpft, aber auch ein wenig stolz und glücklich wieder zurück nach Hause.

Berlin, Hamburg - wir kommen!

All das kann uns nicht davon abhalten über eine Wiederholung des Trainings-(Schleif)-Greif-Lagers nachzudenken.

April 2005
Sabine Renk
Monika Hilkert-Hübner

 
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