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Sport und Alter IV: Tanzen und Turnen

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Autor: Peter Greif
Newsletterdatum: 04.05.2010

In den letzten Wochen sind wir an dieser Stelle speziell auf den Zusammenhang von Alter und Sport eingegangen. Aber es gibt noch einen ganz anderen Aspekt, den in wir diesem Zusammenhang betrachten müssen.

Wenn du dich im Augenblick auch noch total fit fühlst, dann kannst du doch nicht verhindern, dass der Zahn der Zeit an dir nagt. Und so wird irgendwann auch der Zeitpunkt kommen, wo es nicht mehr um Leistung im Sport geht, sondern der Sport dir dienen muss, um deine Mobilität zu erhalten.

Uns allen muss klar sein, dass wir bis in das hohe Alter Krafttraining betreiben müssen, um nicht irgendwann im Zimmer sinnbildlich hinter dem Ofen zu sitzen. Ausdauertraining allein reicht nicht aus, um mobil zu bleiben. Das Krafttraining gewinnt im Alter immer mehr an Bedeutung.

Abbildung 28



Genauso sollte uns ebenso bewusst sein, dass wir schon jetzt in unserer späten Jugend damit anfangen sollten unsere jugendlichen Fähigkeiten zu erhalten. Darum ran an Muskelerhalt- und -aufbau.

Abbildung 29



Wir alle haben gelernt zu trainieren. Nur wenn wir unsere Lebensmitte erreicht haben, dann müssen wir auch daran denken, ganz bestimmte Fähigkeiten zu trainieren, die uns erlauben weiterhin im Alter fit zu sein und zu bleiben. Durch simple Maßnahmen lässt sich vieles Erhalten.

In Abbildung 30 sind Trainingsarten aufgeführt, die rundherum hilfreich sind.

Abbildung 30



Nach diesen Ausführungen, die du auch sicher nachvollziehen kannst. Zusammengefasst noch einmal die wichtigsten Maßnahmen in Hinsicht auf Sport und Alter, ergänzt durch einige Ernährungsempfehlungen.

Abbildung 31



Alle Grafiken sind, wenn nicht anders bezeichnet, aus dem Buch "Sportbiologie, Jürgen Weineck, 10. Auflage" entnommen.

Und um dir noch eine kleine bildliche Erinnerung zu geben, musst du nur daran denken, alles das zu machen, was du hier in Abbildung 32 siehst.

Abbildung 32



In dem Zeitraum, in dem ich an diesem Artikel arbeitete, erreichte mich eine Pressemeldung mit dem Thema: "Dem Tode der Männer auf der Spur". Da es sich hier genau um das Thema dreht, welches wir in den letzten 4 Wochen behandelt haben, möchte ich dir Auszüge davon nicht vorenthalten:

"Männer mit niedrigem Sexualhormonspiegel (Testosteron) sterben deutlich früher"

"Greifswalder Wissenschaftler haben erstmals nachgewiesen, dass hormonbedingte Stoffwechselstörungen bei Männern zu einem früheren Tod führen.

Wissenschaftler der Universität Greifswald sowie der Universität Erlangen-Nürnberg konnten einen direkten Zusammenhang zwischen dem Sexualhormon Testosteron und der Sterblichkeit belegen. Männer mit einer niedrigen Testosteronkonzentration zur Zeit der Erstuntersuchung verstarben häufiger an Herz-Kreislauferkrankungen.

Als Basis dienten erneut die Untersuchungsdaten und Blutproben der seit über zehn Jahren laufenden Greifswalder Bevölkerungsstudie "Gesundheit in Vorpommern" SHIP (Study of Health in Pomerania) mit über 4.000 Probanden und mittlerweile drei Untersuchungswellen.

Wissenschaftler aus aller Welt nutzen den Datenschatz, um tiefere Einblicke in medizinische Probleme zu bekommen und Antworten auf brennende Gesundheitsfragen zu finden. Für die Testosteron-Studie wurden die Untersuchungsergebnisse von den rund 2.000 männlichen Teilnehmern analysiert.

Testosteron ist als wichtigstes männliches Sexualhormon für viele körperliche und psychische Vorgänge beim Mann verantwortlich. Die Greifswalder Wissenschaftler haben sich schwerpunktmäßig mit Hormon- und Stoffwechselerkrankungen und den Zusammenhang zwischen dem männlichen Sexualhormon Testosteron und Fragen der Gesundheit des Mannes befasst.

In begleitenden Analysen der Daten der SHIP-Studie konnten die Wissenschaftler belegen, dass eine erniedrigte Testosteronkonzentration häufig mit Fettleibigkeit, Fettstoffwechselstörungen und einer Leberverfettung verknüpft sind.

Zudem zeigte sich, dass ein niedriger Testosteronspiegel für die Entstehung von Bluthochdruck und Diabetes mit verantwortlich ist. "Diese hormonbedingten Stoffwechselstörungen sind bei Männern zu einem frühen Tod verknüpft", betonte Prof. Henri Wallaschofski.

"Da der demographische Wandel und die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft auch vor dem 'starken' Geschlecht nicht Halt machen, sind altersbedingte Erkrankungen beim Mann auf dem Vormarsch", erklärte der Endokrinologe. "So ist bekannt, dass die Testosteronkonzentration mit zunehmendem Alter des Mannes kontinuierlich sinkt."

Bei 15 bis 20 Prozent der untersuchten Männer über dem 50. Lebensjahr wurde im Rahmen von SHIP eine erniedrigte Testosteronkonzentration nachgewiesen. "In Zukunft wird die hormonelle Vorsorge beim reifen Mann genauso selbstverständlich werden wie bei der Frau", ist Wallaschofski überzeugt. "Die Einstellung des Hormonspiegels ist bei medizinisch gesichertem Bedarf medikamentös möglich."

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Constanze Steinke, 07.04.2010 06:00

So nun ist es aber vorbei mit der Geriatrie. In den nächsten Wochen sollten wir uns wieder wichtigen "jugendlichen" sportlichen Dingen widmen. Etwa so, wie es uns gelingt unseren Holger in Schach zu halten oder auch wie gut es tut beim Marathon möglichst schnell anzugehen und nicht zu vergessen, wie wir mit möglichst viel Essen und Trinken schlank bleiben.

Das sind doch unsere liebsten Themen. Oder weißt du etwas anderes Sinnvolles, was dich brennend interessiert und du mir zutraust, darüber zu schreiben. Dann maile deinen Vorschlag an: greif@greif.de. Im Übrigen kam die Anregung zu "Sport und Alter".